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F1 in Ungarn - Max Verstappen hadert über ratloses Red Bull und schreibt WM ab: "Jetzt funktioniert gar nichts"
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Update 02/08/2025 um 21:49 GMT+2 Uhr
Das wichtigste Rennen dieser Saison hat Red Bull schon vor dem Wochenende gewonnen: Das um Max Verstappen und seinen Verbleib im Team. Auf der Strecke tut sich das Team aus Milton Keynes aber zunehmend schwer. Der Weltmeister kommt im Qualifying von Budapest am Samstag nicht über Rang acht hinaus, Teamkollege Tsunoda scheitert schon im ersten Quali-Abschnitt. Die Meisterschaft hat er abgeschrieben
Verstappen bleibt bei Red Bull: "Kann eine Legende des Sports werden"
Quelle: Perform
Dennoch gab es von Red-Bull-Berater Helmut Marko anschließend Lob - für beide Piloten: "Selbst in Q1 war es für uns schon schwierig. Yuki war nur ein Zehntel hinter Max und hat es nicht geschafft."
Doch der 82-Jährige gab in Bezug auf den Japaner zu bedenken: "Er war näher an ihm dran denn je. Es gab also eine klare Steigerung. Und Max", so Marko bei "Motorsport-Total.com", "ich finde, der hat wirklich einen herausragenden Job gemacht". Trotz des schwachen Resultats...
Denn bereits vor dem Kampf um die Startplätze hatte Neu-Teamchef Laurent Mekies seiner Truppe einen schwierigen Start in Budapest attestiert, von mangelndem Grip gesprochen.
"Schon beim allerersten Run gestern hatte man das Gefühl: Irgendetwas stimmt nicht", räumte der Franzose bei "Sky" ein: "Wir haben seitdem viel experimentiert - aber man muss auch ehrlich sagen: Wir haben die Lösung bislang noch nicht gefunden."
Verstappen schimpft: "Als würde ich auf Eis fahren"
Das schwache Quali-Ergebnis bestätigte seine Einschätzung wenig später - genauso wie ein Funkspruch von Weltmeister Verstappen, der sich darüber beschwert, dass er das richtige Arbeitsfenster mit dem Auto nicht treffe, es sich sogar schon auf der Outlap so anfühle "als würde ich auf Eis fahren".
"Wenn man sich das ganze Wochenende anschaut, können wir eigentlich froh sein, dass wir es überhaupt in Q3 geschafft haben. Ich war öfter außerhalb der Top 10 als drinnen", lautete daher Verstappens schonungslose Abrechnung: "Kein Grip, weder vorne noch hinten - und das hat sich auch im Qualifying nicht geändert."
"Keine Überraschung" sei das schlechte Abschneiden folglich, mit einer derartigen Klatsche hätte aber auch er nicht gerechnet, räumte der Red-Bull-Pilot ein: "Nicht in dem Ausmaß. Ich hatte nie das Gefühl, dass es unser stärkstes Wochenende werden würde. Aber so schlimm hat das, glaube ich, niemand erwartet."
Zumal man nach wie vor nicht herausgefunden habe, woran es liegt: "Nein, offensichtlich nicht - sonst hätten wir es natürlich längst geändert. Irgendwie funktioniert an diesem Wochenende einfach gar nichts", zeigte sich der Niederländer frustriert.
Da war es auch kein Trost, dass Red Bull schon im deutlich besseren Vorjahr auf dem Hungaroring große Probleme hatte: "Ich denke, wir haben uns letztes Jahr deutlich näher an der Pole qualifiziert, nur ein paar Hundertstel entfernt. Damals waren wir viel konkurrenzfähiger. Dieses Wochenende fühlt es sich schon ab der ersten Runde einfach falsch an."
Verstappen erklärte: "Wir haben viel herumprobiert, das Auto in alle Richtungen verändert, aber nichts hat uns eine klare Richtung gezeigt. Und das ist natürlich das größte Problem: Normalerweise bekommst du bei Änderungen am Set-up zumindest positive oder negative Rückmeldungen - aber jetzt funktioniert gar nichts. Es ist, als würde man sich im Kreis drehen, ohne irgendeine Idee, was man tun soll."
Marko über Red Bull: "Das ist auch nicht normal"
Dass man in Ungarn schon "einiges ausprobiert" habe, hatte auch Meckies bestätigt, der daraus zumindest Hoffnung zieht: "Gerade in solchen Situationen lernt man viel", wollte der Franzose seinen Leuten Mut machen. Verstappen heiterte das aber wenig auf, die WM ist für ihn abgeschrieben: "Wir kämpfen ja nicht mehr um die Meisterschaft. Wir versucht einfach, hier und da ein gutes Wochenende zu haben, aber dieses hier ist bislang definitiv ein schlechtes", sagt der Weltmeister.
"Ich hatte nicht eine einzige Kurve oder Runde an diesem Wochenende, in der sich das Auto gut angefühlt hat, es war bisher einfach nur ein einziges Rutschen", machte sich Verstappen für den Grand Prix am Sonntag (15:00 Uhr im Liveticker) wenig Hoffnung.
Auch Helmut Marko redete nach dem Qualifying im Gespräch mit "Motorsport-Total.com" nicht um den heißen Brei herum: "Wir haben es nicht geschafft, das Auto in das Arbeitsfenster zu bringen, in dem die Reifen funktionieren."
Einen kleinen Lichtblick wollte der Grazer trotzdem sehen: "Wir haben uns aber verbessert, denn wir sind mittlerweile deutlich näher an den Spitzenautos dran", sagte er mit Blick auf Verstappens dreieinhalb Zehntel Rückstand. Außerdem verriet Marko: "Interessanterweise waren wir mit gebrauchten Reifen schneller als mit neuen, das ist natürlich auch nicht normal." Die Folge: "Morgen wird es sehr schwierig." Denn der Österreicher gab zu bedenken: "Wir dürfen jetzt ja nichts mehr am Auto verändern."
Eventuell könnte die unbeständige Wetterprognose für Sonntag Red Bull noch etwas in die Karten spielen: "Vielleicht spielt die Temperatur mit oder es kommt Regen. Es ist hier oft ein hektisches Rennen, wahrscheinlich mit zwei Boxenstopps. Da ergeben sich schon noch gewisse Möglichkeiten", hatte Marko noch nicht aufgegeben. Wenngleich auch er mit Blick auf den Samstag zugeben musste: "Egal, was wir verändert oder angepasst haben - es hat nichts gebracht."
Aufholjagd am Sonntag? Max: "Früher vielleicht"
Dass man derart im Dunklen tappe, "das ist für uns in dieser Form völlig neu", zeigte sich Marko ratlos: "Über das gesamte Qualifying hinweg haben wir den nötigen Grip einfach nicht gefunden. Es gab zwar Fortschritte, aber wir wissen ehrlich gesagt immer noch nicht, woran es genau liegt."
Verstappen selbst glaubte vor diesem Hintergrund jedenfalls nicht daran, mal wieder eine Aufholjagd zeigen zu können: "Früher vielleicht", winkte er mit Blick auf Red Bulls aktuelles Potenzial ab - und blickte stattdessen eher in den Rückspiegel: "Vielleicht gibt es ein paar Autos vor mir, mit denen ich ein bisschen kämpfen kann. Aber Lewis ist ja auch noch etwas weiter hinten, wo er eigentlich nicht sein sollte - er wird sich nach vorne arbeiten."
Wohl zum Leidwesen Red Bulls...
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Verstappen bleibt bei Red Bull: "Kann eine Legende des Sports werden"
Quelle: Perform
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