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Mick Schumacher muss warten: Das bedeutet die Ferrari-Verlängerung mit Carlos Sainz für den Haas-Pilot
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Publiziert 22/04/2022 um 10:27 GMT+2 Uhr
Durch die Vertragsverlängerung von Carlos Sainz bei Ferrari verschiebt sich die von vielen Fans gewünschte Rückkehr eines besonderen Names ins Cockpit der Scuderia weiter nach hinten. Der Traum von Mick Schumacher, in die Fußstapfen seines Vaters Michael zu treten, wurde mindestens bis 2024 auf Eis gelegt. Für den Haas-Pilot ist diese Entwicklung aber keineswegs ein Weltuntergang.
Mick Schumacher und Carlos Sainz
Fotocredit: Imago
Die schlechte Nachricht des Donnerstags war für Schumacher, dass Ferrari die Vertragsverlängerung mit Carlos Sainz bekannt gegeben hat. Damit liegt der Traum vom Ferrari-Cockpit zumindest mal bis Ende 2024 auf Eis, sollte sich nicht einer der beiden Stammpiloten verletzten und sich eine Chance als Ersatzfahrer bieten.
Doch Schumacher im Ferrari, das ist Stand heute ohnehin mehr Wunschdenken deutscher Fans und Medien als ein realistisches Szenario. "Mick muss in der Lage sein, Magnussen zu schlagen, wenn er irgendwann im Ferrari sitzen will. Sonst wird er da keinen Platz bekommen", so Formel-1-Experte Marc Surer kürzlich in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von "Formel1.de".
Für Schumacher selbst bricht mit der Sainz-Meldung keine Welt zusammen: "Es war für Ferrari der offensichtliche Schritt", winkte er ab. "Sie haben zwei tolle Fahrer. Carlos hatte eine starke letzte Saison und auch dieses Jahr schon gute Rennen. Für mich ändert sich ohnehin nichts. Ich konzentriere mich drauf, hier meinen Job zu machen. Und hier, das ist bei Haas."
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Was nicht heißen soll, dass er nicht nach Höherem strebt. Dafür kann hilfreich sein, nach Nikita Mazepin jetzt einen erfahreneren Teamkollegen zu haben; "jemanden, mit dem ich mich im Freien Training vergleichen kann, der eine Referenz für mich ist". Zwar habe er einen "ganz anderen Fahrstil" als Magnussen, "aber das bedeutet auch, dass wir in den Trainings ein breiteres Spektrum ausprobieren können. Und dann stellen wir Fahrer uns drauf ein, was am besten für uns funktioniert. Dabei siehst du, was der andere macht, und wenn das besser ist, kannst du auch in die Richtung gehen", erklärte Schumacher.
Imola: Schumacher muss den Haas noch kennenlernen
In Imola geht es auch darum, das neue Auto noch besser verstehen zu lernen. Das habe bislang noch kein Team und kein Fahrer zu 100 Prozent im Griff, ist Schumacher überzeugt: "Das Auto ist noch sehr neu, und wir haben das Bouncing als großen Faktor. Selbst bei den Topteams wie Ferrari. Das wird sich in den nächsten Rennen besser darstellen, wer sich wohlfühlt und wer nicht."
"Ich glaube, dass Straßenrennstrecken mehr Bodenwellen haben, was dieses 'Bouncing' initiieren kann. Melbourne, ja, war ein bisschen schwieriger. Aber wir sehen das bei vielen Autos, dass es nicht konstant ist. Manche Autos haben mehr, manche haben weniger. Es kommt wirklich drauf an, was der Unterboden macht, wie kommt der Wind, wie viele Autos hast du vor dir", erklärte er.
Imola könnte, meinte Teamkollege Magnussen, eine "ziemlich gute" Strecke für den Haas sein: "Unsere Schwäche sind wahrscheinlich die schnellen Kurven. Es gibt hier zwar einige schnelle Kurven, aber auch viele mittelschnelle und langsame. Insofern denke ich, dass uns das nicht so schlecht liegen könnte."
War Australien also ein einmaliger Ausrutscher, weil man in Sachen Set-up nicht den richtigen Weg gefunden hat? "Ich glaube, so einfach ist das", sagte Teamchef Günther Steiner. "Wir fanden mit unserem Set-up einfach keinen Rhythmus. Kevin war am Freitag angeschlagen, und Mick hatte ein Problem mit der Hinterradaufhängung, das wir nicht rechtzeitig reparieren konnten."
Wo sich der Haas in Imola platzieren wird, stellt sich am Freitag heraus. Dann steht um 17 Uhr nämlich das Qualifying für den Grand Prix der Emilia Romagna auf dem Programm (live bei Eurosport.de).
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Quelle: Perform
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