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GP von Katar: Sergio Pérez enttäuscht auch in Doha - Mexikaner bei Red Bull immer mehr unter Druck
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Publiziert 09/10/2023 um 17:20 GMT+2 Uhr
Auf dem Losail International Circuit in Doha lief wieder einmal alles gegen Sergio Pérez. Zum achten Mal in dieser Saison verpasste der Mexikaner Q3, im Sprint sah er die Zielflagge nicht. Das Rennen schloss er auf Rang zehn ab - und setzte damit einen enttäuschenden Schlusspunkt unter ein "schockierendes" Wochenende. Pérez ist ins Kreuzfeuer geraten - und seine Zeit wird immer knapper.
Sergio Pérez hat einen Grand Prix zum Vergessen erlebt
Fotocredit: Getty Images
Aus Sicht von Sergio Pérez ereignete sich der beste Moment beim Rennwochenende in Katar 2023 in der ersten Kurve des Rennens am Sonntag. Da kollidierten nämlich die beiden Mercedes-Fahrer miteinander und sein WM-Rivale Lewis Hamilton schied aus.
Im Hinblick auf die eigene Performance hatte der Mexikaner dagegen am ganzen Wochenende nie Grund zum Jubeln.
Im Qualifying am Freitag war er bereits in Q2 ausgeschieden, im Sprint am Samstag sah er die Zielflagge nach einem (unverschuldeten) Crash nicht.
Und am Sonntag wurde er lediglich Zehnter, nachdem er gleich drei Strafen für das Überfahren der Tracklimits kassiert hatte - insgesamt also 15 Strafsekunden. "Checo hat ein schockierendes Rennen hinter sich", gestand auch Teamchef Christian Horner bei "Sky".
Pérez steckt in der Negativspirale
30 Punkte liegt Pérez im Kampf um Platz zwei in der WM noch vor Lewis Hamilton. Zum Vergleich: Nach dem Rennen in Monza hatte sein Vorsprung noch 55 Zähler betragen. In nur drei Rennen hat Hamilton seinen Rückstand also fast halbiert - obwohl er in Katar nicht einmal ins Ziel kam.
Auch Horner betonte daher, Pérez müsse dringend "die Form zurückgewinnen, die er zu Beginn der Saison gezeigt hat. Und wir wissen, dass er es in sich hat." Doch die Bilanz der vergangenen drei Rennen ist erschütternd: In Singapur, Japan und Katar holte Pérez lediglich fünf Punkte.
Teamkollege Max Verstappen holte im gleichen Zeitraum 69 Zähler und Pérez sammelte seit Singapur mehr Strafen als Punkte, denn auch in Singapur und Japan war er, unter anderem für Unfälle mit Alexander Albon und Kevin Magnussen, bereits sanktioniert worden.
Helmut Marko forderte daher, dass Pérez "diese Negativspirale" nun beenden müsse. "Zwischendurch gab es [in Katar] wieder schnelle Runden, aber es hilft nix, wenn du dann zehn Sekunden an Strafen kriegst", so Marko, der zwischenzeitlich selbst den Überblick verlor.
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Sergio Pérez
Fotocredit: Getty Images
Pérez-Zukunft: Was passiert nach 2024?
"Aber jetzt wird es kritisch, wenn zwei so starke Fahrer im McLaren drinsetzen", warnte Marko und betonte: "Ich hoffe, wir können den zweiten Platz [in der WM] hinüberretten." Denn die Vizeweltmeisterschaft hat Red Bull für Pérez eindeutig als Saisonziel ausgegeben.
Noch nie schafften es die Bullen, in der Fahrer-WM am Ende eines Jahres die Positionen eins und zwei zu belegen. 2023 ist die Chance womöglich so groß wie nie. "Das hat eine Zeit lang recht komfortabel ausgesehen, aber jetzt schmilzt der Vorsprung", weiß Marko.
"Checo muss jetzt abliefern", stellte er klar, betonte aber auch, dass Red Bull für 2024 weiterhin mit dem Mexikaner plane. Pérez habe noch einen Vertrag für das kommende Jahr, erinnerte Marko, und den wolle man auch "einhalten", so der Österreicher.
Er erinnerte aber auch: "Wir haben [mit Yuki Tsunoda, Daniel Ricciardo und Liam Lawson] drei Fahrer im AlphaTauri-Team, und Lawson ist Ersatzfahrer für vier Autos. Da kann also [in Zukunft] einiges passieren." Denn fünf Fahrer für vier Cockpit sind langfristig einer zu viel.
Und laut Marko sei es eine "einfach logische Folge, dass Lawson früher oder später konstant in der Formel 1 sitzen wird." Heißt: Einer der anderen Piloten wird dann Platz machen müssen, wobei Marko auch klarstellt, dass das nicht zwangsläufig Pérez sein müsse.
Wohl keine Schützenhilfe von Red Bull und Verstappen
Pérez selbst betonte, dass es weiterhin "absolut das Ziel" sei, Vizeweltmeister zu werden. "Ich hatte in letzter Zeit ein paar schlechte Rennen", gestand der Mexikaner.
"Aber ich denke, wenn wir das korrigieren, sollte ich in der Lage sein, unsere Form wiederzufinden", betonte er.
Auf Schützenhilfe durch seinen Teamkollegen darf er sich im Kampf um Platz zwei in der Weltmeisterschaft allerdings eher nicht verlassen.
"Wir machen keine Teamorders", stellte Helmut Marko klar und ergänzte in Anspielung auf den Brasilien-Grand-Prix 2022: "Es liegt also in der Entscheidung von Max [ob er Perez hilft], und das haben wir schon einmal erlebt, wie [das] ausgegangen ist ..."
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