"Es war untypisch für ihn", sagte Mark Webber im Podcast "F1 Nation" und erklärte, dass Sebastian Vettel früher bei solchen Bedingungen "nie der erste Fahrer" gewesen sei, der die Reifen wechselte. "Normalerweise hat er sich bei der Box rückversichert und jemand anderen das Versuchskaninchen spielen lassen", erklärte Webber.
"Es war unglaublich, was er versucht hat. Die Strecke war klatschnass, und er hat sich in Kurve 3 gedreht. Ich habe wirklich keine Ahnung, was er sich dabei gedacht hat", so der Australier.
Zumal Vettel durch den Wechsel mögliche WM-Punkte verschenkte und hoffnungslos ans Ende des Feldes zurückfiel.
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Webber glaubt in diesem Zusammenhang, dass "zwei oder vier Punkte" für Vettel keinen Unterschied machen. "Dem Team wäre es wichtig gewesen", erklärte er. Doch Vettel habe einfach gezockt und versucht, mit dem riskanten Wechsel bis ganz nach vorne zu kommen.

Webber: Vettel wusste "innerhalb von 15 Sekunden", dass der Reifenwechsel falsch war

Webber glaubt aber, dass das sowieso keine Aussicht auf Erfolg hatte. "Die [trockene] Linie war so schmal", erinnerte er. Webber erklärte weiter, dass Vettel selbst dann, wenn er auf seinen Slicks "wirklich schnell" gewesen wäre, keine Chance gehabt habe, ein anderes Auto zu überholen, weil der Heppenheimer dafür die Ideallinie verlassen und ins Nasse hätte fahren müssen. Laut Webber ein hoffnungsloses Unterfangen.
"Es war eine ziemlich gewagte Entscheidung. Und das Resultat war ziemlich eindeutig. Innerhalb von 15 Sekunden wusste er, dass er nicht die richtige Entscheidung getroffen hatte", so der Australier.
Vettel wechselte anschließend sofort zurück auf Intermediates und beendete das Rennen als 18. vor den beiden Haas-Piloten.
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