Er sei von Bottas "enttäuscht" gewesen, sagt Schumacher in einem Interview mit "Sky" vor dem dritten Grand Prix der Saison in Portugal: "Auch die Reaktion nach dem Rennen, noch eine Stunde danach fast, in seinem Interview. Das fand ich überhaupt nicht sympathisch, das fand ich auch kein bisschen selbstkritisch."
Russell hatte die Schuld zunächst von sich geschoben und Bottas unterstellt, dass sich der Mercedes-Fahrer gegen einen anderen Piloten möglicherweise nicht so hart zur Wehr gesetzt hätte. Worauf Bottas mit einer schnippischen Bemerkung reagierte und Russells Behauptung ins Reich der Verschwörungstheorien verwies.
"Bei Valtteri liegt's einfach daran, dass er weiß, dass es für ihn verdammt eng wird. Der ist unter großem Druck im Moment", vermutet Schumacher. "Dementsprechend kann ich schon verstehen, dass er für solche Aktionen jetzt auch nicht gerade so viel Lust und Zeit hat. Ich glaube, der ist im Moment einfach mit sich selbst unzufrieden."
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Seine erste Einschätzung in der Schuldfrage zum Crash in Imola hat Schumacher seit dem Rennsonntag nicht verändert: "Bottas zieht rüber und rechnet überhaupt nicht damit, dass Russell kommt. Russell erschreckt sich - bei 300 oder mehr km/h durchaus nachvollziehbar -, kommt sogar noch aufs Grün, überreagiert ein bisschen."
Bottas hätte da "eigentlich links bleiben müssen. Überholmanöver haben vorher auch so stattgefunden. Das Problem, dass der Fahrer, der von hinten kommt, mit DRS deutlich schneller ist, das hätte Bottas auch auffallen können", sagt Schumacher. Und: "Grundsätzlich muss er sich sowieso fragen, warum der Williams dazu in der Lage ist, ihn zu attackieren ..."
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