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GP Saudi-Arabien: Lewis Hamilton gewinnt Qualifying-Krimi - Verstappen crasht auf Bestzeitkurs
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Publiziert 04/12/2021 um 19:14 GMT+1 Uhr
Lewis Hamilton hat sich in einem dramatischen Qualifying die Pole Position für den Großen Preis von Saudi-Arabien gesichert. Der Mercedes-Pilot gewann in 1:27,511 Minuten vor Teamkollege Valtteri Bottas, profitierte aber auch von einem Patzer von WM-Rivale Max Verstappen, der mit seinem Red Bull in der Schlussphase auf Kurs zur Bestzeit war, dann jedoch in die Streckenbegrenzung krachte.
Max Verstappen (Red Bull) - GP of Saudi Arabia 2021
Fotocredit: Getty Images
Max Verstappen wollte die Pole Position mit aller Macht, er riskierte trotz großen Vorsprungs alles - und seine Träume zerschellten in der Mauer: Der WM-Spitzenreiter crashte im Qualifying zum Großen Preis von Saudi-Arabien auf Bestzeitkurs in der allerletzten Kurve. Anstatt Startplatz eins zu feiern, trottete der Red-Bull-Star wütend auf sich selbst in die Boxengasse.
"Das ist wirklich schlimm", sagte Verstappen, der einen möglicherweise unverzeihlichen Fehler auf der Zielgeraden der Formel-1-Saison beging. Schließlich reichte es statt der Pole nur zu Startplatz drei hinter seinem großen WM-Rivalen Lewis Hamilton und dessen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas.
Und es könnte noch schlimmer kommen für Verstappen: Wenn sein Getriebe beschädigt ist und ausgewechselt werden muss, verliert er weitere fünf Startplätze für das Rennen am Sonntag (18:30 Uhr im Liveticker).
"Was für eine harte Strecke das ist", meinte ein erleichterter Hamilton nach seiner 103. Formel-1-Pole. "Der Sieg ist das Ziel. Wir geben alles. Es wird ein enger Kampf werden, aber Valtteri und ich werden auf der Hut sein", kündigte der Rekordchampion an, der sich bei diesem Zieleinlauf die WM-Führung zurückholen würde.
Vettel startet von Platz 17: "Sind immer noch weit weg"
Womit sich die Frage stellt, ob Verstappen besser in der letzten Kurve etwas weniger hätte riskieren sollen. "Wir waren vier Zehntel vorn, aber das ist nicht Max, der geht auf alles", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko bei "Sky".
"Er ist weit gerutscht, auf dem Gas geblieben und dann eingeschlagen. Er hätte den Speed gehabt", räumte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ein: "Ich glaube, dass wir im Rennen eine Chance haben, weil Red Bull alles auf das Qualifying gesetzt hat. Wenn wir beim Start vorne bleiben, haben wir eine gute Chance."
Sebastian Vettel kam im Aston Martin nicht über Rang 17 hinaus, der Ex-Weltmeister scheiterte zum dritten Mal in dieser Saison bereits im ersten Qualifying-Abschnitt. "Wir sind immer noch weit weg", sagte Vettel bei "Sky": "Es ist vielleicht eine Strecke, die nicht zu uns passt. Verkehr auf meiner letzten Runde hat auch nicht geholfen." Haas-Pilot Mick Schumacher startet vom 19. Platz.
Hamilton von Stewards von Behinderungs-Vorwurf freigesprochen - Red Bull legt Berufung ein
Verstappen geht mit acht Punkten Vorsprung auf Hamilton ins vorletzte Saisonrennen. Wenn der Niederländer 18 Zähler mehr holt, ist er vorzeitig erstmals Weltmeister. Ansonsten fällt die Entscheidung am 12. Dezember in Abu Dhabi - wonach es spätestens seit Samstag aussieht. Mercedes wiederum kann den achten Konstrukteurstitel in Folge perfekt machen, allerdings hat das Team lediglich fünf Punkte Vorsprung auf Red Bull.
Hamilton erlebte vor dem Qualifying einige bange Minuten. Die Rennkommissare luden ihn wegen zweier Situationen im dritten freien Training vor (mutmaßliches Ignorieren von Doppel-Gelb, Behinderung). Den Briten traf aber nach Ansicht der Stewards keine Schuld bzw. nicht die Hauptschuld, er kam ohne Rückversetzung davon.
Bei Red Bull sorgte dies für Kopfschütteln. Man habe "prophylaktisch Berufung eingelegt", erklärte Marko. Es sei "schwer zu verstehen, wo der Unterschied zwischen der Strafe von Max in Katar und der hier ist", sagte der Österreicher. Verstappen war vor zwei Wochen wegen einer vergleichbaren Situation um fünf Startplätze zurückversetzt worden.
Die 6,174 km lange Strecke in Dschidda, die trotz ihrer 27 Kurven der schnellste Stadtkurs der Formel-1-Geschichte ist, wurde binnen eines halben Jahres errichtet, noch zwischen den Einheiten fanden kleinere Arbeiten statt. Nur am Sonntag sowie am 27. März 2022 soll nach derzeitiger Planung in Dschidda ein Grand Prix gefahren werden, zur Saison 2023 ist der Umzug auf die gerade im Bau befindliche Strecke in Qiddiya vor den Toren Riads geplant.
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(SID)
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Quelle: SID
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