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Max Verstappen schnappt Sergio Pérez die WM-Führung weg - Weltmeister "nicht zu kontrollieren"
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Publiziert 20/03/2023 um 00:21 GMT+1 Uhr
Sergio Pérez feierte beim Rennen in Dschidda seinen fünften Formel-1-Triumph, doch im Fokus stand einmal mehr Max Verstappen. Der Weltmeister machte sich mit seiner Aufholjagd zum "Driver of the day" und düpierte den Mexikaner im letzten Umlauf. Mit der schnellsten Runde schnappte der Niederländer dem 33-Jährigen die erste WM-Führung seiner Karriere weg - und zeigte seinem Teamkollegen die Zähne.
Sergio Pérez und Max Verstappen
Fotocredit: Getty Images
Sergio Pérez hatte die Ziellinie in Dschidda schon überquert und seinen fünften Sieg in der Formel 1 gefeiert, da schnappte ihm ausgerechnet der Teamkollege die erste WM-Führung seiner Karriere noch vor der Nase weg. Im letzten Umlauf unterbot Max Verstappen die schnellste Runde des Mexikaners, sicherte sich den Extrapunkt und behielt damit die Oberhand in der Gesamtwertung.
"Er hat natürlich bis zum letzten Augenblick gewartet, damit Pérez nicht mehr kontern konnte", erklärte Motorsportkonsultent Helmut Marko nach dem Rennen in Saudi-Arabien bei "ORF". Schon vier Runden vor Schluss hatte der Niederländer seine Ambitionen gegenüber dem Team angedeutet.
Wie schnell er fahren müsse, um den Extrapunkt einzuheimsen, wollte er über den Boxenfunk von seiner Crew wissen. "Das kümmert uns nicht", erklärte ihm Renningenieur Gianpiero Lambiase. "Aber mich kümmert es", machte Verstappen deutlich.
In Runde 50 ließ der Weltmeister Taten folgen. 1:31:906 Minuten knallte er die schnellste Runde in den Asphalt des Jeddah Corniche Circuit und sicherte sich den Bonuspunkt. Ein eindeutiges Signal an den Teamkollegen.
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Max Verstappen und Sergio Pérez
Fotocredit: Getty Images
Verstappen mit beeindruckender Aufholjagd
Mit einem Zähler Vorsprung vor Pérez reist Verstappen nun aus Saudi-Arabien ab. Dabei hatte der Mexikaner am Roten Meer alles dafür getan, zum ersten Mal in seiner Laufbahn die Führung in der Weltmeisterschaft zu übernehmen.
Nachdem er den Start gegen Fernando Alonso verloren hatte, eroberte "Checo" den ersten Rang wenige Runden später mit einem souveränen Manöver gegen den Aston-Martin-Piloten zurück und gab ihn bis zum Rennende nicht mehr her. "Ich glaube, das war das beste Rennen seiner Karriere", adelte Horner seinen Piloten.
Doch trotzdem stand einmal mehr der Stallrivale im Rampenlicht vom Dschidda. Nach seiner Aufholjagd von Rang 15 auf Platz zwei wurde Verstappen mit dem begehrten Titel als "Driver of the Day" ausgezeichnet. "Es war eine phänomenale Wiedergutmachung von ihm", lobte Teamchef Christian Horner nach dem Grand Prix.
Marko: "Konnten wir nicht kontrollieren"
Dass er die teaminterne Vormachtstellung auch in der Gesamtwertung verteidigte, trübte dagegen Pérez Freude über den fünften Triumph seiner Laufbahn. "Hast Du die schnellste Runde am Ende noch geholt?", fragte der 33-Jährige im Cooldown-Room. "Ja. In der letzten Runde", entgegnete Verstappen kühl: "Ich habe gefragt, was die schnellste Zeit war und ich glaube, ich war eine Zehntel schneller."
Der Unmut stand dem Mann aus Guadalajara für einen Moment ins Gesicht geschrieben. "Sie haben mir gesagt, dass ich die schnellste Runde gefahren bin und meine Pace halten soll. Ich habe definitiv andere Infos bekommen und konnte am Ende nicht mehr pushen", klagte der Triumphator aus Dschidda kurze Zeit später.
Ganz im Gegenteil zu Verstappen, der Pérez in der Schlussrunde einmal mehr die Zähne zeigte und ihm die schon sicher geglaubte WM-Führung noch aus den Händen riss. "Das konnten wir nicht kontrollieren", legte Red-Bull-Konsultent Marko die Machtlosigkeit gegenüber dem Superstar offen: "Das war Max."
Der Titelverteidiger schob seinem Statement auf der Strecke später auf der Pressekonferenz noch eine verbale Kampfansage hinterher: "Ich bin nicht glücklich, ich bin nicht hier, um Zweiter zu werden."
Weder im Rennen, noch in der Weltmeisterschaft.
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Quelle: Eurosport
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