McLaren: Stallorder für Lando Norris' WM-Sieg? Teamchef Andrea Stella will nichts ausschließen

Lando Norris ist Max Verstappen in der WM-Wertung dicht auf den Fersen. Doch McLaren verzichtet bisher auf eine Stallorder, also die bewusste Ansage innerhalb des Teams, dass Teamkollege Oscar Piastri Norris vorbeilassen sollte. Teamchef Andrea Stella hat nun Stellung bezogen - und eine Stallorder nicht bewusst ausgeschlossen. Man wolle das tun, wenn es "richtig" sei.

Lando Norris (l.) und Oscar Piastri, die beiden McLaren-Piloten.

Fotocredit: Getty Images

62 Punkte trennen Lando Norris und Max Verstappen noch. Dass der McLaren-Pilot so dicht aufschließen könnte, war im Frühjahr noch undenkbar. Vielleicht könnte der Vorsprung des Weltmeisters aber sogar noch geringer sein?
In den beiden Rennen auf dem Hungaroring bei Budapest und in Monza in Italien verzichtete der Rennstall bewusst auf eine Stallorder.
Dadurch wurde der Brite um Punkte gebracht, die ihm im Saison-Endspurt möglicherweise im Titelrennen geholfen hätten.
McLarens Teamchef Andrea Stella verteidigte nun, wie das Team gehandelt hat. "Es erscheint ein wenig brutal, von einem Fahrer, der ein Rennen gewinnen wird, zu verlangen, dass er auf der Strecke die Positionen tauschen muss", sagte Stella nach dem Rennen in Monza.
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Andrea Stella

Fotocredit: Eurosport

Stella hält Stallorder für möglich

Im Rennen in Monza seien die Umstände für eine Anweisung durch das Team ungünstig gewesen: "Ich denke, ohne Leclerc wären Lando und Oscar nah genug beieinander gewesen, so dass wir mit anderen Variablen hätten spielen können."
Für die kommenden Rennen schließt der Teamchef aber nicht aus, ins Rennen seiner beiden Piloten einzugreifen. "Wir werden all diese Dinge in den nächsten Rennen überprüfen", sagte Stella. "Und wenn wir zu dem Schluss kommen, dass es richtig ist, die Positionen zu tauschen, dann werden wir es tun."
Norris hat 44 Punkte Vorsprung auf Piastri in der Fahrerwertung. Noch acht Rennen liegen vor den Fahrern.
Für seine Vorgehensweise ernetete McLaren zuletzt viel Kritik, zum Beispiel von Ex-Weltmeister Nico Rosberg, der an den Zweikampf zwischen Ayrton Senna und Alain Prost, ebenfalls bei McLaren erinnerte.
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Quelle: Perform


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