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Nach Titelrekord: Mercedes-Teamchef Toto Wolff offenbart Erfolgsrezept
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Publiziert 22/10/2019 um 13:16 GMT+2 Uhr
Das Mercedes-Team hat in Japan Geschichte geschrieben und könnte schon in Mexiko damit weitermachen. Nachdem der Konstrukteurs-WM-Titel zum sechsten Mal in Folge fixiert wurde, könnte Lewis Hamilton schon am Sonntag seinen sechsten Fahrer-WM-Titel einfahren. Damit haben die Silberpfeile endgültig einen neuen Rekord aufgestellt. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sprach über die Gründe für den Erfolg.
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Fotocredit: Eurosport
Wolff glaubt, dass die Menschen im Rennstall dafür verantwortlich sind. Sie seien der Schlüssel für die Dominanz seit 2014 - und eine Kultur ohne Fingerzeig. Nur so habe man die Ferrari-Siegesserie (1999-2004) egalisieren und mit dem sechsten Fahrertitel sogar übertreffen können.
Der Österreicher meint nach dem Titelgewinn über die Frage nach dem Erfolgsrezept:
Kultur ohne Schuldzuweisungen
Zuvor konnte nicht nur die Scuderia eine solche Siegesserie hinlegen, auch Red Bull dominierte - und beide Teams kann man nun bereits jahrelang übertrumpfen. "Ich habe nie in diesen Teams gearbeitet und ich zweifle auch nicht an, dass dort sehr kompetente Leute sitzen. Es geht im Ende um marginale Gewinne und darum alles zusammenzufügen und keinen Stein auf dem anderen zu lassen", meint Wolff darauf angesprochen, was Mercedes den anderen Topteams voraus hat.
Besonders betont der Wiener die offene Kultur im Team ohne Schuldzuweisungen:
Diese Stärke reiche sehr tief in die Organisation hinein, diese "Werte" seien in der Mannschaft "verwurzelt". Es gehe nicht darum, jedem Mitglied einzureden, dass man sich gegenseitig stärken soll. "Das muss man in den schwierigen Momenten leben. Das macht die Stärke des Teams aus."
Auch nach Rückschlägen, wie in Deutschland (Unfälle, verkorkste Strategie) oder Österreich (Kühlproblem) 2019 habe man sich wieder gesammelt und analysiert, warum man nicht nach den eigenen Ansprüchen abgeliefert hat. "Wir konnten stärker zurückkehren."
Wolff merkt außerdem an, dass man einen ganzen Tag lang analysieren könnte, wo die Stärken seiner Mannschaft liegen:
"Nicht einfach, sich jedes Jahr neu zu erfinden"
Der sechste WM-Titel für das Team sei trotz all der vergangenen Erfolge ein besonderer, denn Mercedes habe die Motivation weiterhin aufrecht halten können. Wolff gibt zu bedenken:
Im Kampf um die Fahrerkrone will sich das Team zurückhalten. "Wir wollen die beiden gegeneinander fahren sehen." Jedoch muss der Österreicher auch zugeben, dass Valtteri Bottas mit 64 Punkten Rückstand nur noch Außenseiterchancen habe. "Das sind zweieinhalb Siege in vier Rennen", stellt er fest und merkt an: "Wir werden ihnen dieselben Chancen geben. Dann müssen sie es auf der Strecke ausmachen."
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