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Formel 1: Porsche steigt bei Red Bull ein - Vertragsdetails geleakt und Partnerschaft "auf Augenhöhe" vorgesehen
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Publiziert 28/07/2022 um 07:17 GMT+2 Uhr
Dass Porsche 2026 als Partner "auf Augenhöhe" bei Red Bull in die Formel 1 einsteigen wird, ist seit Monaten kein Geheimnis mehr. Doch jetzt gibt es den ersten offiziellen Beleg dafür, dass das Projekt bereits in trockenen Tüchern und die offizielle Pressemitteilung nur noch ein Formalakt ist. In Marokko wurden diese Woche behördliche Informationen über die Kooperation veröffentlicht.
Red Bull steht vor einer Kooperation mit Porsche
Fotocredit: Getty Images
Diese Informationen klären über die Bewilligung eines Antrags auf, den die Porsche AG und die Red Bull GmbH gemeinsam gestellt haben und der den Erwerb von 50 Prozent der Anteile am Red-Bull-Formel-1-Programm durch Porsche vorsieht.
Dazu muss man wissen: Porsche und Red Bull mussten ihr gemeinsames Projekt den Kartellbehörden melden, unter anderem in rund 20 Ländern außerhalb der Europäischen Union. Durch die Gesetzgebung etwa in Marokko ist vorgesehen, dass derartige Anträge nach Bewilligung einer Veröffentlichungspflicht unterliegen.
Das wäre grundsätzlich auch kein Problem für Porsche und Red Bull gewesen, schließlich hätte das gemeinsame Projekt eigentlich bereits beim Grand Prix von Österreich vor drei Wochen offiziell kommuniziert werden sollen.
Doch die Pressemitteilung musste nochmal verschoben werden, weil der FIA-Motorsport-Weltrat das Motorenreglement ab 2026 doch nicht wie angekündigt am 29. Juni abgesegnet hat und ein finalisiertes Motorenreglement Grundvoraussetzung dafür ist, dass Porsche seinen Einstieg in die Formel 1 auch offiziell kommuniziert.
Porsche steigt mit 50 Prozent bei Red Bull ein
Damit gilt als gesichert, was seit Monaten eins der am schlechtesten gehüteten Geheimnisse der Formel 1 ist: Porsche wird nicht nur als Lieferant des Antriebsstrangs, sondern als 50-Prozent-Partner von Red Bull in die Formel 1 einsteigen. Das hat den Vorteil, dass große Teile der Powerunit unter einem Dach bei Red Bull Powertrains in Milton Keynes entwickelt und gebaut werden können.
Das Schwesterteam AlphaTauri wird zwar aller Voraussicht nach ebenfalls mit Porsche-Power an den Start gehen - alles andere wäre aufgrund der angestrebten Synergien zwischen Red Bull Racing und AlphaTauri unlogisch -, bleibt aber zu 100 Prozent in Händen der Red Bull GmbH.
Audi steckt in Sauber-Verhandlungen fest
Die zweite Marke des Volkswagen-Konzerns, deren Formel-1-Einstieg bereits durch alle notwendigen Gremien abgesegnet wurde, Audi, ist mit ihrem Projekt indes noch nicht so weit wie Porsche. Laut Informationen von "Motorsport-Total.com" verhandeln die Ingolstädter weiterhin mit Sauber-Eigentümer Finn Rausing über einen Erwerb von 75 Prozent der Teamanteile.
Bereits am 7. April 2022 hatte der Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns grünes Licht für den Formel-1-Einstieg von Porsche und Audi erteilt und die entsprechenden Budgets freigegeben, nachdem zuvor bereits alle Gremien der beiden Marken ihre Zustimmung erteilt hatten.
Zweifel kamen zuletzt kurzzeitig auf, weil Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess am 22. Juli seinen Rücktritt bekanntgegeben hat. Diess wird jedoch am 1. September durch den Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG, Oliver Blume, ersetzt, der bereits auf Markenebene bei Porsche einer der großen Befürworter des Formel-1-Programms war.
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Quelle: Perform
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