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Ralf Schumacher betrachtet Mick Schumachers IndyCar-Test in Indianapolis skeptisch: "Mir persönlich zu gefährlich"
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Publiziert 01/10/2025 um 19:12 GMT+2 Uhr
Mick Schumacher wird am 13. Oktober einen Test in der IndyCar-Serie bestreiten. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher steigt im US-amerikanischen Indianapolis erstmals in ein Auto von Rahal Letterman Lanigan Racing. Für seinen Onkel Ralf Schumacher ist die Entscheidung nachvollziehbar - auch wenn sie der sechsmalige Grand-Prix-Sieger nicht uneingeschränkt gutheißen kann.
Ralf Schumacher sieht Micks IndyCar-Test skeptisch.
Fotocredit: Getty Images
"Ich habe selber gar nicht mit Mick gesprochen", sagte Ralf Schumacher im "Podcast Backstage Boxengasse": "Aber er hat wohl gesagt, dass seine Seele für den Monoposto, also das Formelauto, brennt. Deshalb wollte er das unbedingt ausprobieren."
Gleichzeitig zeigte er aber Skepsis. "Ich persönlich verstehe das nicht so ganz, weil ich glaube, dass er da, wo er jetzt ist, super aufgehoben ist und auch eine tolle Zukunft haben kann", sagte Schumacher mit Blick auf Micks Rolle als Werksfahrer bei Alpine in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).
Vor allem die Risiken der IndyCar-Serie bereiten ihm Sorgen - speziell auf den Ovalstrecken.
"Ich finde es einfach zu gefährlich", betonte er: "Es sind viele schlimme Unfälle passiert in der Vergangenheit. Wenn es (mein Sohn, d. Red.) David wäre, würde ich mich dagegen wehren, weil mir das einfach zu gefährlich wäre."
Schlechte Erfahrungen in Indy
Ralf Schumacher spricht dabei aus eigener Erfahrung. In seiner aktiven Karriere trat er beim US-Grand-Prix in Indianapolis an, der bis 2007 auf Teilen des dortigen Ovalkurses ausgetragen wurde. "Wir hatten einmal einen Reifenplatzer und einmal eine Reifenschwäche - beide Male bin ich in die Mauer geknallt", erinnerte er sich.
Vor allem sein schwerer Unfall 2004, der ihn für drei Monate außer Gefecht setzte, prägt seine Haltung. Ein Jahr später verunfallte er beim Debakel-Wochenende von 2005 an derselben Stelle, blieb aber unverletzt.
"Wir reden von über 360 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit in so einem Oval. Ein ehemaliger Teamkollege von mir, Robert Wickens, den hat es da auch erwischt - er fährt heute wieder, ist aber querschnittsgelähmt", warnte der heutige Winzer, der in der Öffentlichkeit aktuell vor allem durch diverse Werbeclips für eine Autoverkaufsplattform bekannt ist.
Name Schumacher eine Aufwertung
Dass der Wechsel von der Formel 1 in die IndyCar-Serie funktionieren kann, weiß auch Ralf Schumacher. "Das hat man bei Romain Grosjean gesehen", sagte er.
Gleichzeitig sieht er Alternativen: "Die neue LMDh-Kategorie ist mit Herstellern wie Ferrari, BMW, Cadillac oder auch Alpine mega interessant - und fast noch das spannendere Thema, weil du damit weltweit unterwegs bist und nicht nur in Amerika."
Dennoch könne er die Faszination verstehen, betonte Ralf Schumacher: "Mick ist sehr gerne in Amerika, wäre dann auch näher bei seiner Schwester. Das spricht alles dafür." Und für die IndyCar-Serie selbst wäre der Test ohnehin ein Gewinn: "Der Name Schumacher wäre natürlich eine Aufwertung."
Sein persönliches Urteil bleibt jedoch klar: "Dieser Gedanke, Ovalrennen mit 360 km/h Durchschnitt und Berührung mit freistehenden Rädern - der leuchtet mir nicht so ganz ein. Aber Paragraf 1 im Motorsport ist: Jeder macht seins."
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Ewige Faszination: Schumachers Vermächtnis lebt weiter
Quelle: Eurosport
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