Red-Bull-Boss Helmut Marko flirtet mit Porsche - Entscheidung über VW-Einstieg in die Formel 1 steht bevor

Der Einstieg des Volkswagen-Konzerns in die Formel 1 könnte bereits in der kommenden Woche endgültig beschlossen werden. Die Nachrichtenagentur "Reuters" bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht von "Motorsport-Total.com". Demnach soll die entscheidende Aufsichtsratssitzung am 5. April stattfinden. Helmut Marko (Red Bull) wollte indes eine Kooperation mit Porsche nicht ausschließen.

Max Verstappen und Helmut Marko (r.)

Fotocredit: Getty Images

Eigentlich hätte der Aufsichtsrat des Konzerns die in den vergangenen Monaten ausgearbeiteten Vorschläge der Marken Porsche (mit Red Bull) und Audi (mit McLaren) bereits am 4. März behandeln sollen. Doch mitten in den ersten Tagen der russischen Invasion in der Ukraine gab es andere Themen zu besprechen als Autorennen, sodass das Thema vorerst verschoben wurde.
Die alles entscheidende Aufsichtsratssitzung soll nun am 5. April stattfinden. Gibt es dann keine Entscheidung, könnte diese am 12. April fallen. "Wir werden hoffentlich dazu in der Lage sein, unsere Absicht, in die Formel 1 einzusteigen, danach zu kommunizieren", wurde ein namentlich nicht genannter Insider von "Reuters" zitiert.
Unklar war zuletzt, ob der Konzern nur eine seiner Marken (Porsche) oder sogar beide (Porsche und Audi) in die Formel 1 schicken würde.
Auf Red-Bull-Seite ist jedenfalls alles angerichtet für eine Zusammenarbeit ab 2026: Red Bull Powertrains wird gerade aufgebaut und kann dann für die neue Allianz genutzt werden, und der Vertrag mit Max Verstappen wurde bis 2028 verlängert.

Marko äußert sich zu möglicher Zusammenarbeit mit Porsche

Das ist ein wichtiges Signal an einen möglichen Red-Bull-Partner ab 2026, denn sollte Porsche wirklich kommen, hätte man die Gewissheit, noch drei Jahre Verstappen-Vertrag und damit einen der besten Fahrer im gemeinsamen Team zu haben.
Verstappen sei, räumte Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko ein, "ganz klar eine wichtige Figur in diesem ganzen Schachspiel. Die Überlegung mit eventuellen Herstellern ist nicht abwegig", sagte er in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von "Formel1.de".
In dem Video wird Marko auch gefragt, wie ihm ein Red-Bull-Porsche mit Verstappen und der Startnummer 1 in der Saison 2026 gefallen würde. Seine Antwort fiel - mit einem Grinsen im Gesicht - ausweichend aus: "Wenn ich sage 'gut', dann glauben Sie schon wieder, dass wir da irgendwelche Vereinbarungen hätten!"

Marko selbstbewusst: "Sind der attraktivste Partner"

Es sei mit Porsche noch nichts fixiert, sagte der 78-jährige Österreicher und betonte: "Es ist alles offen. Wir führen Gespräche in alle Richtungen. Dass wir der attraktivste Partner sind für einen Hersteller, das ist glaube ich logisch. Eine Nummer 1 in der Konstellation wäre schön, aber davon sind wir noch meilenweit entfernt."
Bei Red Bull Powertrains, einer Division, die von einem etwaigen Herstellerpartner ab 2026 ebenfalls genutzt werden könnte, wird indes schon am 2026er-Antrieb gearbeitet, sagt Marko. Zwar steht das Reglement im Detail noch nicht fest, aber die Rahmenbedingungen sind soweit klar. Und "ab Mitte des Jahres sollte Powertrains voll funktionsfähig sein"; erklärte Marco.
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(Motorsport-Total.com)
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Quelle: SID

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