Red Bull braucht frischen Wind für 2026: Formel-1-Team eliminiert größte Schwäche - und liegt schon vor dem Zeitplan

Laut Technikchef Pierre Wache befindet sich Red Bull beim Bau seines neuen Windkanals drei Monate vor seinem Zeitplan. Der Rennstall investiert derzeit stark in die Errichtung eines neuen Windkanals auf dem Gelände in Milton Keynes, der 2026 in Betrieb gehen soll. Denn der Windkanal ist aktuell ein Schwachpunkte des Teams und laut Teamchef Christian Horner noch "ein Relikt aus dem Kalten Krieg".

Red Bull beim Test in Abu Dhabi

Fotocredit: Getty Images

Denn während viele Konkurrenten wie Aston Martin oder McLaren aufgerüstet haben und eine hochmoderne Anlage nutzen, ist der Windkanal von Red Bull nahe Bedford bereits mehr als 70 Jahre alt.
"Es ist der älteste Windkanal im Sport", sagt Wache im Gespräch mit der niederländischen Sprachausgabe von "Motorsport.com", einer Schwesterseite von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.
"Ich habe zuletzt schon mit Jos [Verstappen] darüber gesprochen, dass sie den Windkanal schon benutzt haben, als er bei Arrows gefahren ist", meint er - das war 2000 und 2001 und zuvor 1996 noch unter dem Namen Footwork der Fall.
"Das ist ein altes Tool, das wir einem Update unterzogen haben. Es gibt zwar drin viele neuere Dinge, aber wir haben einige Einschränkungen", so der Technikchef. "Wir kennen diese Einschränkungen und versuchen, sie zu umgehen, aber das ist natürlich schwieriger, wenn man ein kleines Delta sucht."

Red Bull erhofft sich großen Vorteil

Daher investiere Red Bull derzeit in einen neuen Windkanal. "Wir glauben, dass wir mit dem neuen Modell einen Vorteil haben, den wir mit dem aktuellen Modell nicht haben", sagt er.
WM-Rivale McLaren hatte diesen Schritt bereits vor einigen Jahren begonnen, nachdem man jahrelang die Anlage von Toyota in Köln benutzt hatte. Seit dem Sommer 2023 kann man nun auf seinen eigenen Kanal vertrauen und wurde 2024 prompt Konstrukteursweltmeister.
Red Bull muss hingegen noch eine Weile auf seinen neuen Windkanal in Milton Keynes warten, arbeitet aber mit Hochdruck daran. "Bei den Bauarbeiten und den neuen Maschinen weiß man nie, wann es soweit ist, aber wir sind dem Zeitplan im Moment voraus", betont Wache. "Wir sind den Plänen drei Monate voraus."
"Die Jungs machen einen sehr guten Job, aber man weiß nie, ob es nicht irgendwo anders zu Verzögerungen kommt. Es ist ein großes Projekt", sagt er weiter. Fertig sein soll der Windkanal 2026, sodass er Red Bull für die Saison 2027 hilfreich sein könnte, "aber vielleicht hilft er uns auch bereits später in dem Jahr", so Wache.
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