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Aufgabe neue Rennserie
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Publiziert 21/06/2009 um 17:45 GMT+2 Uhr
Für die acht Formel-1-Rebellen wird der angekündigte Aufbau einer eigenen Rennserie eine gewaltige Aufgabe. Pläne dafür gab es angeblich bereits 2005. Das sind die Knackpunkte einer schwierigen Aufgabe für die FOTA:
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Fotocredit: Eurosport
FINANZIERUNG: Experten zufolge dürfte eine Alternativserie mit Formel-1-Qualität bis zu 200 Millionen Dollar Anlaufkosten verschlingen. Inmitten der Wirtschaftskrise eine große Herausforderung. Banken sind extrem vorsichtig bei der Kreditvergabe, die Autohersteller kämpfen wegen der Absatzkrise mit großen Problemen, Sponsoren überdenken ihre Marketing-Engagements im Sport.
VERMARKTUNG: Tabakwerbung verboten, die Banken in der Bredouille - schon der Formel 1 fällt die Suche nach Geldgebern immer schwerer. Einer neuen Serie, die nicht mit dem etablierten Markennamen "Formel 1" fährt, dürfte die Sponsorenjagd ähnliche Probleme bereiten. Es muss ein unverwechselbarer Name für die Serie gefunden werden. Viele PR-Maßnahmen sind nötig, um sich von der "Formel 1" abzugrenzen.
TV-RECHTE: Fernseh-Übertragungen und die damit erzielten Einnahmen sind Kernpunkt für den kommerziellen Erfolg. Sender wie RTL oder die britische BBC haben noch längerfristige Verträge mit der Formel 1, würden aber wohl einen Ausstieg prüfen, wenn Ferrari und Co. nicht mehr dabei sind.
RENNSTRECKEN: Gesucht werden Kurse mit Formel-1-Sicherheitsstandards, die nicht vertraglich an Bernie Ecclestone gebunden sind. So könnten Strecken wie Montreal, Indianapolis, Magny-Cours oder Imola zurückkehren. Offen ist die Vertragssituation der deutschen Rennstrecken in Hockenheim und am Nürburgring. Die FOTA versprach bereits, die enormen Lizenzkosten für die Streckenbetreiber drastisch zu senken. Laut "Times" plant die FOTA eine Meisterschaft mit 17 Rennen, neun davon in Europa. Außerdem sollen wieder Rennen in den USA und in Kanada stattfinden und damit der wichtige Automarkt in Nordamerika abgedeckt werden.
AUSSTATTUNG: Die logistische Herausforderung ist immens. Personal und Tonnen von Equipment der Teams müssen während der Saison auf mehrere Kontinente transportiert werden. Neue Verträge dafür sind nötig, weil Ecclestone dies bisher weitgehend organisiert. Ein Verwaltungsapparat auf und abseits der Strecken, Renn-Kommissare, medizinische Betreuung, Offizielle - all dies wird bisher vom Weltverband FIA gestellt, gegen den die FOTA nun rebelliert.
REGELWERK: Versprochen ist ein einheitliches, faires und stabiles Regelwerk. Doch wer legt es fest, wer überwacht es, wer spricht Sanktionen aus? In der Formel 1 gehört der Streit ums Reglement fast zum Tagesgeschäft, weil immer wieder Grauzonen und Lücken gefunden wurden - jüngstes Beispiel: Doppel-Diffusor. Die Verhandlungen über die künftigen Regeln könnten zum Knackpunkt werden. Die ständige technische Überwachung der Regeln kostet zudem viel Geld.
TEAMS: Nach derzeitigem Stand wären acht Teams dabei. Was passiert, wenn einer oder mehrere Rennställe aussteigen? Wie sollen neue Kandidaten angelockt werden? Ihnen muss durch technische Unterstützung ermöglicht werden, auch mit weniger Geld mitzuhalten.
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