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Helmut Marko hält Rücktritt von Sebastian Vettel für wahrscheinlich
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Publiziert 18/05/2020 um 19:22 GMT+2 Uhr
Auch knapp eine Woche nachdem offiziell wurde, dass sich Sebastian Vettel und Ferrari Ende dieser Formel-1-Saison trennen, ist ein Verbleib des Deutschen in der Königsklasse unklar. Immer mehr Experten vermuten, dass sich Vettel angesichts mangelnder Alternativen zurückziehen wird. Zu ihnen zählt auch Red-Bull-Motorsportkonsultent Helmut Marko, der einen Rücktritt wahrscheinlich hält.
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"Unglücklicherweise für ihn sind bei den Topteams die Plätze besetzt", sagt Marko im "ORF". Eine Rückkehr von Vettel zu den Bullen hatte Marko zuvor bereits gegenüber "Motorsport-Total.com" ausgeschlossen.
Bliebe noch Mercedes, doch Teamchef Toto Wolff betonte jüngst: "Mit Blick auf die Zukunft sind wir in erster Linie gegenüber unseren aktuellen Mercedes-Fahrern zu Loyalität verpflichtet." Auch wenn man die Entwicklung um Vettel natürlich nicht außer Acht lassen könne. Marko veranlasst diese Aussage zu einem Seitenhieb.
"Es ist lustig zu hören, dass der Toto sagt, sie schauen auf den eigenen Nachwuchs. Bis dato ist noch kein Mercedes-Junior je ins Cockpit gekommen", moniert der Österreicher. "Aber vielleicht ändert sich das." Mit George Russell und Esteban Ocon fahren aktuell zwar zwei Junioren in der Formel 1, jedoch nicht im Mercedes-Cockpit.
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Marko: Vettel hat sich bei Ferrari nicht mehr wohlgefühlt
Was die Trennung von Vettel und Ferrari angeht, zeigt der Red-Bull-Berater Verständnis für den Deutschen: "Ich glaube, er hat das Richtige gemacht. Er hat sich bei Ferrari nicht mehr wohl gefühlt. Er hat nicht die Unterstützung erhalten, die er wollte. Und bevor er da mit halbem Herzen dabei ist, hat er den Stecker gezogen."
Schließlich sei Vettel ein viermaliger Weltmeister, der sehr gut verdient habe. Deshalb glaubt Marko: "Wenn sich jetzt für ihn nicht irgendwo eine Perspektive ergibt, dass er ein Team findet, das mittelfristig, also in ein bis zwei Jahren, an der Spitze mitfahren kann, dann tut er sich das nicht an in einem Mittelfeldteam und wird aufhören."
Tost traut Vettel noch einen WM-Titel zu
So sieht es auch Franz Tost, Teamchef bei AlphaTauri. "Er muss einen Platz in den ersten drei Teams bekommen. Dann hat er eine echte Chance, Rennen und eine weitere Meisterschaft zu gewinnen", sagt Markos Landsmann bei "Formula1.com".
"Ich kenne Sebastian recht gut, und das ist mit Sicherheit sein Hauptziel. Er ist kein Fahrer, der nur in der Startaufstellung stehen will", sagt Tost. "Wenn wir jetzt ein Rennen fahren, will er das Rennen gewinnen. Es kommt darauf an, ob er die Zutaten findet, um das Ziel zu erreichen." Als Fahrer habe er noch immer das Zeug dazu.
Der AlphaTauri-Teamchef ist deshalb überzeugt: "Wenn Vettel das richtige Paket bekommt, wenn er in einem Ferrari, Red Bull oder Mercedes sitzt, kann er immer noch Rennen gewinnen. Und ich bin auch ganz sicher, dass er noch eine Meisterschaft gewinnen kann - es hängt davon ab, für welches Team er fahren kann."
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