Formel 1

Marko schließt Vettel-Rücktritt nicht aus: "Dann wird er aufhören"

Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen

Helmut Marko (links) hält einen Rücktritt von Sebastian Vettel für wahrscheinlich

Fotocredit: Imago

VonMotorsport-Total.com
18/05/2020 Am 17:18 | Update 18/05/2020 Am 17:48

Auch knapp eine Woche nachdem offiziell wurde, dass sich Sebastian Vettel und Ferrari Ende dieser Formel-1-Saison trennen, ist ein Verbleib des Deutschen in der Königsklasse unklar. Immer mehr Experten vermuten, dass sich Vettel angesichts mangelnder Alternativen zurückziehen wird. Zu ihnen zählt auch Red-Bull-Motorsportkonsultent Helmut Marko, der einen Rücktritt wahrscheinlich hält.

"Unglücklicherweise für ihn sind bei den Topteams die Plätze besetzt", sagt Marko im "ORF". Eine Rückkehr von Vettel zu den Bullen hatte Marko zuvor bereits gegenüber "Motorsport-Total.com" ausgeschlossen.

Bliebe noch Mercedes, doch Teamchef Toto Wolff betonte jüngst: "Mit Blick auf die Zukunft sind wir in erster Linie gegenüber unseren aktuellen Mercedes-Fahrern zu Loyalität verpflichtet." Auch wenn man die Entwicklung um Vettel natürlich nicht außer Acht lassen könne. Marko veranlasst diese Aussage zu einem Seitenhieb.

Formel 1

Alonso-Comeback im Renault: Vorvertrag schon fix?

17/05/2020 AM 14:15

"Es ist lustig zu hören, dass der Toto sagt, sie schauen auf den eigenen Nachwuchs. Bis dato ist noch kein Mercedes-Junior je ins Cockpit gekommen", moniert der Österreicher. "Aber vielleicht ändert sich das." Mit George Russell und Esteban Ocon fahren aktuell zwar zwei Junioren in der Formel 1, jedoch nicht im Mercedes-Cockpit.

  • Extra Time - Der Eurosport-Podcast: JETZT ABONNIEREN!

Marko: Vettel hat sich bei Ferrari nicht mehr wohlgefühlt

Was die Trennung von Vettel und Ferrari angeht, zeigt der Red-Bull-Berater Verständnis für den Deutschen: "Ich glaube, er hat das Richtige gemacht. Er hat sich bei Ferrari nicht mehr wohl gefühlt. Er hat nicht die Unterstützung erhalten, die er wollte. Und bevor er da mit halbem Herzen dabei ist, hat er den Stecker gezogen."

Schließlich sei Vettel ein viermaliger Weltmeister, der sehr gut verdient habe. Deshalb glaubt Marko: "Wenn sich jetzt für ihn nicht irgendwo eine Perspektive ergibt, dass er ein Team findet, das mittelfristig, also in ein bis zwei Jahren, an der Spitze mitfahren kann, dann tut er sich das nicht an in einem Mittelfeldteam und wird aufhören."

Tost traut Vettel noch einen WM-Titel zu

So sieht es auch Franz Tost, Teamchef bei AlphaTauri. "Er muss einen Platz in den ersten drei Teams bekommen. Dann hat er eine echte Chance, Rennen und eine weitere Meisterschaft zu gewinnen", sagt Markos Landsmann bei "Formula1.com".

"Ich kenne Sebastian recht gut, und das ist mit Sicherheit sein Hauptziel. Er ist kein Fahrer, der nur in der Startaufstellung stehen will", sagt Tost. "Wenn wir jetzt ein Rennen fahren, will er das Rennen gewinnen. Es kommt darauf an, ob er die Zutaten findet, um das Ziel zu erreichen." Als Fahrer habe er noch immer das Zeug dazu.

Der AlphaTauri-Teamchef ist deshalb überzeugt: "Wenn Vettel das richtige Paket bekommt, wenn er in einem Ferrari, Red Bull oder Mercedes sitzt, kann er immer noch Rennen gewinnen. Und ich bin auch ganz sicher, dass er noch eine Meisterschaft gewinnen kann - es hängt davon ab, für welches Team er fahren kann."

Das könnte Dich auch interessieren: Vettel zu Mercedes? Teamchef Wolff bestätigt mögliche "Variante"

Ferrari bläst zur Jagd auf Mercedes: So sieht die neue "Rote Göttin" aus

00:01:00

Formel 1

Konsole vor Beziehung: Leclerc lässt Freundin vor der Tür stehen

16/05/2020 AM 21:18
Formel 1

Vettel zu Mercedes? Wolff-Aussage nährt Spekulationen

12/05/2020 AM 13:09
Ähnliche Themen
Formel 1FerrariSebastian Vettel
Teilen mit
Kopieren
Diesen Artikel teilen

Letzte News

Formel 1

Vettel im Silberpfeil? Coulthard bringt Mercedes-Alternative ins Spiel

VOR 4 STUNDEN

Letzte Videos

Formel 1

Ferrari bläst zur Jagd auf Mercedes: So sieht die neue "Rote Göttin" aus

00:01:00

Meistgelesen

Bundesliga

"Hervorragende erste Halbzeit": Flick mit Sonderlob für Müller und Alaba

GESTERN AM 21:34
Mehr anzeigen