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Vettel zu Mercedes? Teamchef Wolff bestätigt mögliche "Variante"

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Holt Toto Wolff (l.) Sebastian Vettel zu Mercedes?

Fotocredit: Imago

VonEurosport
17/05/2020 Am 12:03 | Update 17/05/2020 Am 15:19

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat eine Verpflichtung von Sebastian Vettel zur Saison 2021 nicht ausgeschlossen. "Beim Blick in die Zukunft sind wir natürlich zunächst einmal unseren derzeitigen Fahrern gegenüber zu Loyalität verpflichtet. Aber kein gutes Team wird es einfach ignorieren, wenn ein viermaliger Weltmeister plötzlich auf dem Transfermarkt auftaucht", sagte Wolff nun der "FAZ".

Der erfolgreichste deutsche Formel-1-Fahrer der vergangenen 15 Jahre im deutschen Weltmeisterauto? Der Faszination dieses Gedankenspiels kann sich natürlich auch Toto Wolff nicht entziehen. "Ein deutscher Fahrer in einem deutschen Fahrzeug ist eine gute Marketing-Story", sagte der Mercedes-Motorsportchef im "ORF".

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Unabhängig davon könne "kein gutes Team es einfach ignorieren, wenn ein viermaliger Weltmeister plötzlich auf dem Transfermarkt auftaucht", merkte der Österreicher in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung an. Bahnt sich da etwa ein "perfect match" an?

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Schließlich ist Mercedes nicht bloß ein gutes Team, es ist seit sechs Jahren das mit Abstand beste in der Formel 1. So wie Sebastian Vettel seit seinen Red-Bull-Weltmeisterjahren (2010 bis 2013) zu den Allerbesten seines Sports gehört. Und tatsächlich scheint für den Heppenheimer die "große Lösung" noch die wahrscheinlichste zu sein, will er nach Ablauf seines Ferrari-Vertrags auch 2021 weiter in der Motorsport-Königsklasse mitmischen.

Mercedes hat eigentlich wenig Grund etwas zu verändern

Aber: Wie realistisch ist die Option Mercedes tatsächlich? "Beim Blick in die Zukunft sind wir natürlich zunächst einmal unseren derzeitigen Fahrern gegenüber zu Loyalität verpflichtet", erklärte Wolff, der ein Meister darin ist, öffentlich Türen nicht zu weit zu öffnen und selten komplett zuzuschlagen. "Für uns stellt sich auch die Frage, was wir mit George Russell machen. Das ist eine Option", fügte der 48-Jährige an, "und dann kommt auch eine Sebastian-Vettel-Variante dazu."

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Grund etwas zu verändern, hat Mercedes eigentlich nicht. Das derzeitige Mercedes-Fahrerduo Lewis Hamilton/Valtteri Bottas harmoniert seit drei Jahren exzellent. Zwar laufen die Verträge beider Piloten aus, doch um den sechsmaligen Weltmeister Hamilton herum ist das Team quasi aufgebaut worden. Der Brite bezeichnet den Rennstall als sein "Dream Team", zudem ist für ihn die einzig verlockende Alternative Ferrari durch die Verpflichtung von Carlos Sainz als Vettel-Nachfolger keine mehr.

Hamilton und Vettel würde viel Zündstoff bieten

Bliebe der Sitz von Bottas. Der 30-jährige Finne ist ein Muster an Konstanz, dazu ein Teamplayer erster Güte, der auch mit Hamilton harmoniert. Vettel mit seinen 53 Grand-Prix-Siegen ist ein anderes Kaliber, auch von seinem Temperament und den Ansprüchen her.

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Hamilton und der Deutsche begegnen sich seit jeher mit großem Respekt, doch ein Rivale in der eigenen Garage ist eine ganz andere Qualität. Da muss man Hamilton nur auf Nico Rosberg und Vettel auf Charles Leclerc ansprechen.

Mercedes hat noch George Russel und Esteban Ocon

Zudem hat Mercedes mit dem 22-jährigen Russell und auch dem an Renault abgetretenen Franzosen Esteban Ocon (23) zwei Eigengewächse in der Hinterhand. Bis es zum offenkundigen Riss zwischen Vettel und Ferrari kam, erschien es als gesetzt, dass einer der beiden berufen wird, wenn Mercedes einen seiner Stammfahrer austauscht.

"Sebastian hat alle Fäden in der Hand", sagte Wolff nun mit Blick auf die Formel-1-Zukunft des Deutschen. Genau genommen stimmt das nicht: Mercedes allein entscheidet, ob man sich ein Gigantenduell mit zwei Alphatieren, dekoriert mit zehn WM-Titeln und 137 (!) Grand-Prix-Erfolgen gönnen will. Oder zumuten. Die Alternative für Vettel heißt angesichts der Marktlage wohl Ruhestand.

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