Valentino Rossi wollte mit einem möglichen Wechsel in die Formel 1 John Surtees nacheifern, der als einziger Fahrer in der 500er-Klasse und in der Formel 1 gewonnen hatte.
So nahm Rossi zwischen 2004 und 2010 an mehreren Tests mit der Scuderia Ferrari teil.
Was als Spielerei begann, war nah dran, im Jahr 2006 Realität zu werden, wie schon Rossis Vater Graziano einst gestand. Wie nah, verriet Luca di Montezemolo, damaliger Ferrari-Präsident im Interview mit "Motorsport.com": "Jeder weiß, dass es keine Werbeaktion war, Ferrari hatte es nicht nötig."
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Zum ersten Mal steuerte Rossi einen Formel-1-Ferrari im April 2004 in Fiorano, wobei er einen Michael-Schumacher-Helm trug. Damals war er nur 0,7 Sekunden vom Rundenrekord des Deutschen auf der Strecke entfernt.

Di Montezemelo über Rossis Formel-1-Künste: "Er hatte viel Potenzial"

Di Montezemolo erzählte: "Am Anfang war es fast so etwas wie eine Gefälligkeit, den Wunsch eines großen Champions zu erfüllen. Ich sah, dass es ihm gefiel. Vor allem fehlte es ihm an Kontinuität, aber er hatte viel Potenzial und Lust."
Tatsächlich habe Ferrari damals darüber nachgedacht, Rossi erst in einem Kundenteam unterzubringen, um ihn auf die Scuderia vorzubereiten: "An einem Punkt dachten wir, er würde ein Jahr bei Sauber fahren, aber er war schlau und zog es vor, die Nummer eins auf dem Motorrad zu bleiben, statt Nummer vier oder fünf im Auto."
So kam es zwar nicht zum Sensationstransfer, abgeschworen hat Rossi der Formel 1 oder dem Rennsport auf vier Rädern deshalb aber nicht. Ende 2019 tauschte er mit Lewis Hamilton für einen Tag die Plätze und nahm im Weltmeister-Mercedes von 2017 Platz. Jüngst trat er zum wiederholten Mal bei den 12h von Bahrain an.
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