Sebastian Vettel von Rallye-Legende Röhrl kritisiert - Mick Schumacher "nicht das überragende Talent" wie sein Vater

Rallye-Legende Walter Röhrl hat Sebastian Vettel für dessen widersprüchlichen Einsatz für die Umwelt kritisiert. Im "Welt"-Interview meinte der 75-Jährige: "Wenn ich mich nach 15 Jahren im Motorsport besinne und jetzt der Meinung bin, dass ich ein Umweltsünder bin, dann muss ich aufhören, basta." Der viermalige Weltmeister setzt sich seit einigen Jahren intensiv für den Umweltschutz ein.

Sebastian Vettel

Fotocredit: Getty Images

Vettel hatte vor Kurzem auch im Gespräch mit der "BBC" erklärt, dass er sich wegen seines Jobs als Rennfahrer oft als Heuchler fühle.
"Es ist meine Leidenschaft, ein Rennauto zu fahren. Jedes Mal, wenn ich in ein Cockpit steige, liebe ich es. Aber wenn ich aussteige, denke ich selbst natürlich auch: 'Sollten wir das wirklich tun, die Welt bereisen und Ressourcen verschwenden?'", sagte Vettel dabei.
Röhrl hat für diesen Zwiespalt kein Verständnis: "Er kann schlecht jammern, dass er was für die Umwelt tun will und gleichzeitig mit der Formel 1 um die Welt fliegen. Man muss dann schon konsequent sein Leben danach richten."
Er könne den Aston-Martin-Piloten gut leiden, aber es sei auch verständlich, dass Vettel mittlerweile auch durch seine Zweifel die Motivation in einem "Geschäft der Tausendstelsekunden" fehlten, so die Rallye-Legende.

Röhrl: Mick Schumacher steht unter Druck

Röhrl hofft, dass der 34-Jährige die Formel 1 irgendwann "unversehrt und gesund" verlässt und "er sich nicht von Autobahnen abseilt, wie es Greenpeace immer wieder tut, um den öffentlichen Verkehr lahm zu legen".
Kritik gab es auch vom zweimaligen Rallye-Weltmeister an Mick Schumacher. "Es sieht so aus, als hätte er nicht das überragende Talent, das sein Vater hatte. Der ist auf Anhieb vorneweg gefahren. Wobei sich inzwischen natürlich die Zeit geändert hat und die Autos immer wichtiger werden und der Mensch immer unwichtiger wird", erklärte Röhrl. Zudem habe der 23-Jährige "derzeit einfach viel zu viele Unfälle, die alle sehr, sehr viel Geld kosten".
Allerdings trage Schumacher "mit dem Namen seines Vaters und mit dessen großartigen Erfolgen eine unheimliche Last", weiß der ehemalige Rallye-Pilot. Dennoch ist sich Röhrl sicher: "Wenn nichts kommt, werden sie nicht unendlich weiter mitmachen. Die Formel 1 ist brutal und kalt."
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