Formel-1-Weltmeister Max Verstappen bezieht Stellung zu Rücktrittsgerüchten um Mercedes-Pilot Lewis Hamilton

Seit dem Rennen in Abu Dhabi ranken sich Rücktrittsgerüchte um Mercedes-Pilot Lewis Hamilton. Teamchef Toto Wolff hatte zuletzt gesagt: "Ich hoffe, dass Lewis weiterfährt." Nun hat sich Dauerrivale und Neu-Weltmeister Max Verstappen zur Zukunft des siebenmaligen Champions geäußert. Über die bisherigen Titel seines Vorgängers meinte der Niederländer: "Das sollte ihm viel Trost spenden."

Lewis Hamilton gratuliert Max Verstappen zur Weltmeisterschaft

Fotocredit: Getty Images

Nach dem Formel-1-Saisonfinale in Abu Dhabi, bei dem Lewis Hamilton den Sieg und Titel nach einer umstrittenen Safety-Car-Phase an Max Verstappen verlor, ranken sich Rücktrittsgerüchte um den siebenfachen Formel-1-Weltmeister. Selbst Mercedes-Teamchef Toto Wolff konnte diese nicht zerstreuen.
Stattdessen erklärte Wolff, dass der Brite durch die Art und Weise, wie die Dinge im letzten Saisonrennen gehandhabt wurden, "desillusioniert" sei, und deutete an, dass es keine Garantie dafür gebe, dass Hamilton 2022 in die Formel 1 zurückkehren wird.
Verstappen hofft jedoch, dass Hamilton sich dafür entscheidet, in der Formel 1 zu bleiben. Er meint, der Wunsch des Briten, sich den achten Rekordtitel doch noch zu sichern, sollte ihm den nötigen Ansporn geben, in der Formel-1-Startaufstellung zu bleiben.
Zwar sagte der neue Weltmeister auf die Frage, ob er verstehen könne, dass Hamilton wütend und enttäuscht sei: "Natürlich kann ich verstehen, dass man in den ersten Tagen nach einem solchen Rennen nicht glücklich ist. Aber man sollte auch verstehen, dass einem solche Dinge im Rennsport passieren können."

Sieben Titel als Motivation

"Ich denke, er sollte einfach darauf zurückblicken, was er bereits erreicht hat", meinte Verstappen. "Das sollte ihm viel Trost spenden und auch den Antrieb geben, einfach weiterzumachen, denn er versucht immer noch, diesen achten Titel zu holen."
"Das kann er sicher auch nächstes Jahr wieder schaffen", glaubte der Red-Bull-Pilot und sieht deshalb keinen Grund für Hamilton, "warum er jetzt aufgeben oder aufhören sollte".
Mit Blick auf Hamiltons Pech im Finalrennen betont Verstappen, dass der Brite in der Vergangenheit auch schon auf der glücklicheren Seite gestanden habe, und erinnert an die Titelentscheidung 2008, die erst in der letzten Runde zu Hamiltons Gunsten fiel. Damals entglitt Felipe Massa der Titel nur ganz knapp.

"Er kann das verstehen"

"Ich habe kein Mitleid, aber ich kann natürlich verstehen, dass es sehr schmerzhaft sein kann", räumt Verstappen ein. "Aber am Ende des Tages ist das Rennsport. Man muss einfach bis zum Ende kämpfen, denn es kann alles passieren. Er hat auf diese Weise auch eine Meisterschaft gewonnen. Ich denke also, er kann das verstehen."
Obwohl der Niederländer nach seinem Titelgewinn einige unsichere Tage durchleben musste, weil Mercedes gegen das Rennergebnis vorgehen wollte und eine Berufung angekündigt hatte, sagt Verstappen, dass ihn das Geschehen nie beunruhigt habe.
"Nicht wirklich. Ich meine, wir hatten auch als Team eine wirklich gute Zeit, weil wir wussten, dass wir es auf der Strecke gewonnen haben, als das grüne Licht oder die grüne Flagge kam. Das konnte uns also niemand mehr nehmen. Ich hatte gute Laune."
Kurz vor der FIA-Gala am vergangenen Donnerstag zog Mercedes seine geplante Berufung zurück. Verstappen konnte seine Meistertrophäe also entgegen, ohne ein böses Nachspiel fürchten zu müssen. Hamilton war bei der Preisverleihung nicht anwesend. Dafür könnte dem Mercedes-Piloten noch eine Strafe drohen.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Mercedes-Chef bereut Boxenfunk: "Sind alle zu weit gegangen"
picture

Rally Raid Extreme E Great Britain : Race's Highlights

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung