Di Grassis Teamkollege Daniel Abt sorgte mit Rang zwei für einen Doppelerfolg von Audi und dafür, dass der deutsche Rennstall morgen noch alle Chancen auf den erstmaligen Gewinn des Teamtitels hat. Rang drei ging an Pole-Mann Sebastien Buemi (Renault e.dams).
Doch die Augen lagen natürlich auf dem Duell in der Meisterschaft. Vergne musste nach der Disqualifikation im Qualifying von ganz hinten in das Rennen gehen, während Bird vom hinteren Mittelfeld aus Positionen gutmachen musste. Das gelang dem DS-Virgin-Piloten zunächst besser: Nach zwei Runden lag er auf Rang zwölf, während Vergne lange Zeit als 18. und Letzter unterwegs war.
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Bird beklagt fehlende Effizienz

Dann fing der Techeetah-Pilot jedoch mit seiner Überhol-Show an. Konkurrent um Konkurrent überholte er, in Runde 16 war auch Bird selbst ohne Chance. Vergnes Aufholjagd führte ihn sogar bis auf Rang fünf nach vorne, während Bird mit seinem Fahrzeug kaum Chancen auf Verbesserung hatte und seine Augen sogar eher nach hinten richten musste.

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Nach dem Rennen seufzte er:
Wir hatten heute einfach nicht die notwendige Effizienz. Es war ein harter Tag für mich.
An der Spitze wollte Sebastien Buemi derweil seine Pole-Position in seinen ersten Saisonsieg umwandeln, doch gegen Audi war heute kein Kraut gewachsen. Daniel Abt schnappte sich schon in Runde zwei die zweite Position von Buemis Teamkollege Nicolas Prost, in Runde sechs war auch der Schweizer fällig. Die Führung sollte der Deutsche ungefährdet bis zum fälligen Boxenstopp tragen.
Der Deutsche hatte womöglich schon den dritten Saisonsieg im Kopf, doch die Rechnug hatte er ohne Teamkollege di Grassi gemacht. Der Brasilianer pflügte von Startplatz elf ebenfalls durch das Feld und war in Runde 15 bereits Dritter. In Runde 20 schnappte er sich auch Buemi und machte Jagd auf Teamkollege Abt.

Vier Deutsche in den Top 8

Den Deutschen schnappte er sich schließlich nach dem Autowechsel in Runde 24 und gab die Führung bis ins Ziel nicht mehr ab. Während di Grassi nach Zürich über seinen zweiten Erfolg in Folge jubeln durfte, war Abt nach dem Rennen sichtlich angefressen. "Ich freue mich für das Team", erklärte er, wollte den obligatorischen Interviews nach dem Rennen aber nichts weiter anfügen.

Heftiger Einschlag! Lynns Heck vollkommen zerstört

Für Audi war es bereits der dritte Sieg in Serie, dahinter landete Sebastien Buemi vor dem Überraschungsmann Tom Dillmann (Venturi), der Vierter wurde. Hinter Vergne folgte das deutsche Trio um Nick Heidfeld (6./Mahindra), Andre Lotterer (7./Techeetah) und Maro Engel (8./Venturi). Nicolas Prost (Renault e.dams) holte als Zehnter hinter Sam Bird den letzten Punkt.
Und während vor allem Vergne und di Grassi feiern durften, endete New York für andere mit einer Enttäuschung: Mitch Evans (Jaguar) kam aus der ersten Startreihe nicht weg und schied bereits nach wenigen Metern aus, was für Chaos dahinter sorgte. Jerome D'Ambrosio (Dragon) musste ausweichen und verlor dabei deutlich an Schwung und Plätzen. Beim Versuch, diese in Kurve 1 wieder gutzumachen, räumte er ausgerechnet Dragon-Teamkollege Jose-Maria Lopez ab.

Heftiger Unfall von Lynn

Weil beim Argentinier der Heckflügel und beim Belgier der Frontflügel fehlte, mussten beide zur Reparatur an die Box kommen und hatten somit keine Chance auf Punkte. Felix Rosenqvist musste bei der Anfahrt auf die Garage abbremsen, weil Teamkollege Heidfeld gerade losfuhr. Dabei blieb das Auto mitten in der Boxengasse stehen und der Schwede verlor wertvollen Boden. Fast zeitgleich blieb auch Nelson Piquet jun. (Jaguar) an der Ausfahrt der Boxengasse stehen.
Für den Unfall des Tages sorgte derweil Alex Lynn, der seinen DS Virgin nach 35 Runden verlor und rückwärts in einer schnellen Linkskurve in die Barriere einschlug. Die Rennleitung schickte daraufhin das Safety-Car auf die Strecke und beendete das Rennen schließlich auf Zeit. Zwar wurde das Rennen kurz vor Ablauf noch einmal freigegeben - und zwar aufgrund der geringeren Distanz ohne Energiesparen -, doch an den Positionen änderte sich nichts mehr.
Am Sonntag steht der letzte Saisonlauf auf dem Programm. Die Entscheidung bei den Fahrern ist zwar schon gefallen, doch bei den Teams kann Audi Techeetah noch abfangen. Rennstart ist um 21 Uhr.
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