Doch für die Grassi war Rang zwei nach seiner bisherigen Horrorsaison so etwas wie eine Wiederauferstehung. Der Brasilianer feierte sein mit Abstand bestes Saisonergebnis und meldete sich so eindrucksvoll zurück. Rang drei ging an DS-Virgin-Pilot Sam Bird, der in der Schlussphase auch noch in den Kampf eingegriffen hat, am Ende aber keinen wirklichen Angriff lancieren konnte.
Das Duell des Tages fand aber eindeutig an der Spitze statt. Vergne durfte von der Pole-Position starten, obwohl er in der Superpole nur Rang fünf belegt hatte. Doch weil alle vier Piloten vor ihm strafversetzt wurden, hatte der Techeetah-Pilot die beste Ausgangsposition vor di Grassi, der eigentlich auf Pole stand und sich über die Versetzung ärgerte, weil er den Platz nicht wieder gutmachen konnte.

Packendes Finish: Vergne macht die Türe dicht

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Harte Angriffe von di Grassi

Der Audi-Pilot folgte Vergne wie ein Schatten und bekam seine Chancen. Ließ er es im ersten Stint noch ruhig angehen, gab es bei der Boxenstopp-Serie die erste Möglichkeit. Doch um keine Unsafe Release zu riskieren, ordnete sich di Grassi wieder hinter Vergne ein. Doch die Angriffe wurden heftiger. Besonders in Kurve 17 probierte es di Grassi regelmäßig - einmal verlor er dabei sogar fast das Auto aus der Kontrolle. Doch Vergne parierte alle Angriffe souverän und fuhr schließlich als Sieger über den Zielstrich
Hinter Bird kam Mitch Evans (Jaguar) ins Ziel, der ein Leidtragender der Qualifying-Versetzungen war. Der Neuseeländer wurde fast ganz ans Ende des Feldes gereiht, weil es Unstimmigkeiten mit seiner Gewichtsverteilung gab, doch im Rennen fuhr er stark nach vorne und wurde noch Vierter vor Felix Rosenqvist (Mahindra), der einem schwachen Qualfiying Tribut zollen musste und Boden in der Meisterschaft verlor.
Alex Lynn (6./DS Virgin) und Oliver Turvey (7./NIO) konnten ihre starken Ausgangspositionen im ersten Stint nicht halten und fielen im Laufe des Rennens zurück. Noch ärger erwischte es Andre Lotterer (Techeetah), der ebenfalls aussichtsreich im Rennen lag, aber plötzlich von Konkurrent um Konkurrent überholt wurde und nur auf Rang zwölf landete. Vor ihm sicherten sich die beiden Dragon von Jose-Maria Lopez (8.) und Jerome D'Ambrosio (9.) sowie Maro Engel (10./Venturi) die letzten Punkte.

Gurtproblem stoppt Abt

Engel war damit auch der einzige Deutsche, für den es heute etwas Zählbares zu holen gab. Nick Heidfeld (Mahindra) schied bereits nach zwei Runden mit einem technischen Problem aus, und Daniel Abt musste Rang drei nach den Boxenstopps aufgeben, weil alle vier Gurte in seinem Auto plötzlich aufgingen. Nach einem erzwungen Boxenstopp wurde der Audi-Pilot und Mexiko-Sieger 14.
Einen schwarzen Tag erwischten auch die Ex-Champions Sebastien Buemi (Renault e.dams) und Nelson Piquet jun. (Jaguar). Buemi touchierte in der 11. Runde die Mauer und musste sein Auto mit gebrochener Aufhängung vorzeitig wechseln. Er gab später genauso auf wie sein brasilianischer Kollege.
Die Formel E macht sich nun auf nach Europa: Am 14. April findet der erste ePrix in Italiens Hauptstadt Rom statt.
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Highlights: So holt sich Vergne den Sieg in Punta del Este

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