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Formel E in Chile: Vergne siegt vor Lotterer und Buemi

Mit Video | Vergne gewinnt packenden Fünfkampf, Lotterer auf Podium

03/02/2018 um 21:38Aktualisiert 03/02/2018 um 23:23

Die Formel E hat mal wieder für ein Spektakel gesorgt. In einem spannenden Fünfkampf um den Sieg setzt sich Jean-Eric Vergne durch und holt sich nach der Pole Position auch den Sieg beim Formel-E-Rennen in Santiago. Der Techeetah-Pilot siegt in Chile vor seinem Teamkollegen Andre Lotterer, der seinen ersten Podestplatz in der Elektrorennserie holt. Dritter wird Sebastien Buemi (Renault e.dams).

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Lotterer machte Vergne das Leben jedoch mehr als schwer und schob seinen französischen Stallkollegen einmal sogar fast ins Aus. Doch beide konnten sich auf der Piste halten und die Angriffe des direkt dahinterliegenden Trios abwehren und so den ersten Doppeltriumph für Techeetah perfekt machen - für Lotterer war es der erste Podestplatz in der Formel E.

Vergne konnte seine Pole Position am Start in die Führung ummünzen. Dahinter verlor Buemi jedoch zwei Positionen gegen Lotterer und Blitzstarter Nelson Piquet jun. (Jaguar), der von Rang fünf auf Rang zwei nach vorne preschte. Weil es im Hinterfeld gleich mehrfach krachte, musste das Safety-Car auf die Strecke, wodurch alle Piloten etwas Energie sparen konnten.

Lotterer im knallharten Duell mit Vergne

Knackig wurde es an der Spitze des Feldes erst gegen Rennhalbzeit. Lotterer kassierte Piquet kurz vor der Serie der Boxenstopps, die seit diesem Rennen ohne Mindestzeit in der Boxengasse ablaufen.

Ein mögliches Chaos blieb jedoch aus und etwas überraschend sortierten sich die Piloten nach den Stopps wieder in ihrer vorherigen Reihenfolge ein - Vergne vor Lotterer, Piquet, Buemi und Felix Rosenqvist.

Video - Drama in Chile: Lotterer räumt (fast) Teamkollege Vergne ab

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In Runde 28 wagte Buemi mithilfe des FanBoosts einen Angriff auf Piquet, der jedoch misslang. Jedoch kam der Schweizer kurze Zeit später doch am Brasilianer vorbei, der sich den Platz kurz darauf zurückholen wollte, sich dabei aber vertat und im Notausgang landete.

In der Zwischenzeit entwickelte sich ein knallhartes Duell der beiden Techeetah-Jungs an der Spitze. Lotterer kam mehrfach neben Vergne, doch der Franzose behielt am Ende stets die bessere Linie.

Das nutzte die Konkurrenz, um auf das Duo aufzuschließen: Plötzlich lagen Vergne, Lotterer, Buemi, Rosenqvist und Sam Bird direkt Stoßstange an Stoßstange.

Video - Duelle, Crashs, Emotionen: Die Renn-Highlights aus Chile

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Eine Schrecksekunde hatte Techeetah-Teamchef Mark Preston kurz vor Schluss noch zu überstehen, als sich Lotterer beim erneuten Angriff auf Vergne vertat und ihm hinten ins Heck rauschte und vor sich herschob. Doch beide Fahrzeuge bekamen die nächste Kurve noch und blieben vorne - immer den Atem des Hintermannes genau im Heck. Doch im Ziel blieb die Reihenfolge unverändert.

So ging der Sieg schließlich zum zweiten Mal in seiner Karriere an Jean-Eric Vergne, der die Gesamtführung von Rosenqvist übernahm. Lotterer, Buemi, Rosenqvist und Bird folgten auf dem Fuß.

Nächste Nullnummer für Audi

Piquet konnte noch Rang sechs vor Jaguar-Teamkollege Mitch Evans retten. Jerome d'Ambrosio (8./Dragon), Antonio Felix da Costa (9./Andretti) und Nicolas Prost (10./Renault e.dams) sicherten sich die weiteren Zähler.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte hingegen wieder einmal das Audi-Team. Der amtierende Meister Lucas di Grassi blieb auch im vierten Saisonrennen ohne Punkte, weil sein Fahrzeug direkt nach dem Autowechsel den Dienst versagte.

Video - Weg mit der Kamera! Di Grassi mächtig angefressen

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Sein Teamkollege Daniel Abt musste das Auto bereits nach sieben Runden tauschen, weil er über Probleme mit der Lenkung klagte - auch sein Arbeitstag war schließlich vorzeitig beendet.

Abt war in der ersten Runde mit Nick Heidfeld kollidiert. Der Mahindra-Pilot war in einer Kurve etwas übereifrig und fuhr seinem Landsmann auf. Für Heidfeld war das Rennen mit abgeknicktem rechten Vorderrad ebenfalls gelaufen.

Und weil in der gleichen Runde auch Jose-Maria Lopez (Dragon) und Maro Engel (Venturi) unabhängig davon in der Wand steckten, musste das Rennen erst einmal neutralisiert werden - somit waren auch drei von vier Deutschen bereits gleich nach dem Start ohne Erfolgsaussicht.

Chance zur Wiedergutmachung besteht am 3. März, wenn die Formel E in Mexiko-Stadt gastiert.

Video - Rasanter Ritt durch die Gassen: Vergnes Pole-Runde in Chile

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