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Formel E: Sophia Flörsch startet bei Opel - Rennfahrerin will sich für Stammcockpit empfehlen und Karriere-Comeback
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Publiziert 30/04/2026 um 13:50 GMT+2 Uhr
Sophia Flörsch steht vor einem Neustart in der Formel E. Bei Opel will sich die 25-Jährige als Entwicklungsfahrerin für ein Werkscockpit empfehlen und ihrer Karriere neuen Schwung geben. Nach schwierigen Jahren und Rückschlägen bietet die Elektro-Rennserie mit der neuen Fahrzeuggeneration eine große Chance.
Sophia Flörsch und der Opel Gen4
Fotocredit: Getty Images
Auf dem Tempelhofer Feld laufen die allerletzten Vorbereitungen für den alljährlichen Besuch der Formel E in Berlin. Flörsch wird bei den Rennen genau hinschauen, denn in der kommenden Saison wird die Pilotin mit dem bewegten Leben Teil des Geschehens sein: In der Elektro-Rennserie, die selbst schon bessere Zeiten erlebt hat, will die 25-Jährige ihrer Karriere neuen Schwung verleihen.
Beim deutschen Hersteller Opel, der Ende des Jahres einsteigt, fungiert Flörsch zunächst als Entwicklungsfahrerin - aber mit der Hoffnung auf mehr. "Ziel ist natürlich, aus dieser Rolle herauszukommen und einen Stammplatz zu bekommen", sagte Flörsch im "SID"-Gespräch.
Das neue Arbeitsumfeld sagt ihr schon mal zu. "Das echte Popo-Gefühl, der echte Kitzel, der echte Reiz", all das habe sie gespürt bei ihrer ersten Ausfahrt mit dem superschnellen Fahrzeug der vierten Generation in der vergangenen Woche in Le Castellet.
Opels Ingenieure planen, mit Flörschs Feedback von Simulatorfahrten den Prototypen bis zum Saisonstart 2026/27 weiterzuentwickeln. Dass sie sich dabei auch für höhere Aufgaben empfehlen darf, bestätigte Opel-Teamchef Jörg Schrott in Südfrankreich. "Es geht um Leistung, es geht um die Stoppuhr, aber sie wird die Gelegenheit bekommen, ihr Talent unter Beweis zu stellen", so Schrott, der spätestens im Oktober das Fahrerteam vorstellen will.
Macau-Rückschlag als Wendepunkt
Für Flörsch wäre es nicht das erste Comeback. Weltweites Aufsehen - allerdings unfreiwillig - erregte die Münchnerin 2018, als sie im Alter von 17 Jahren bei einem Rennen in Macau schwer verunglückte. Mit rund 275 km/h war sie mit einem anderen Boliden kollidiert, ihr Rennwagen wurde in die Luft katapultiert, durchschlug den Sicherheitszaun brachial.
"Wenn ich das Video des Unfalls sehe, kann ich gar nicht glauben, dass ich das bin", kommentierte Flörsch einmal. Sie erlitt eine Wirbelsäulenfraktur, musste sich einer elfstündigen Operation unterziehen. Doch sie kam zurück - auch wenn der Weg nicht wie erhofft Richtung Formel 1 führte. 2023 immerhin ein kleiner Eintrag in die Motorsport-Geschichtsbücher: Als erste Frau fuhr sie in der Formel 3 in die Punkte.
Flörschs Bekanntheit abseits der Strecke
Sophia Flörsch ist nicht nur in Motorsportkreisen ein Name. Knapp eine Million Menschen folgen ihr bei "Instagram". Dort zeigt sie sich beim Schuften im Fitnessstudio oder beim Fassanstich auf der Wiesn. "Der Hintergedanke ist, nahbarer zu sein", erklärt sie ihr Auftreten.
Um die Rennfahrerin Sophia Flörsch war es bis zu ihrem Einstieg bei Opel jedoch ruhig geworden. Mehr als ein Jahr liegt ihr letztes Rennen in der höchsten Nachwuchsklasse der IndyCar-Series zurück, als sie nur zu Saisonbeginn fahren durfte. "Das war nicht das, was uns versprochen wurde", sagte Vater und Manager Alexander Flörsch über das Intermezzo USA, das "fürchterliche Konsequenzen" gehabt habe, "da sie letztes Jahr fast gar nicht im Auto saß".
Formel E statt Formel 2
Eigentlich hatte Flörsch geplant, 2025 mindestens in der Formel 2 zu fahren. Ein Jahr später bietet sich ihr nun in der elektrischen Serie unverhofft die Aussicht auf über 810 PS und mehr als 335 km/h Höchstgeschwindigkeit mit der bisher schnellsten Fahrzeuggeneration.
"Manche munkeln, dass der Wagen im Nassen auf jeden Fall schneller ist als die Formel 2", sagte Flörsch über diesen Gen4, dessen Beschleunigung "verrückt" sei.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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