Valencia ePrix - Alex Lynn über Kollision mit Nato: "Formel E kann dir in den Arsch beißen"

Alex Lynn hat beim zweiten Rennen in Valencia sein erstes Podium in der Formel E geholt. Trotzdem konnte sich der britische Mahindra-Pilot nicht so richtig über diesen Erfolg freuen, denn es wäre noch mehr als Platz drei drin gewesen. Doch eine Kollision mit Norman Nato verhinderte ein besseres Ergebnis. "Es sieht so aus, als hätte er [Nato; Anm. d. Red.] sich einfach verschätzt", sagte Lynn.

Alex Lynn im Mahindra

Fotocredit: Getty Images

"Ich muss mir die Szene nochmal ansehen, das habe ich bisher noch nicht gemacht. Aber das ist Formel E, nicht wahr?", berichtete Lynn im Anschluss an das Rennen im Gespräch mit der internationalen Edition von "Motorsport.com".
"Man geht das Risiko ein und fährt im Zug und versucht, clever zu sein. Aber in einem Augenblick kann dir das in den Arsch beißen. Und das ist passiert", haderte Lynn. "Aber das ist Teil des Spiels. Das war ein Teil unserer Strategie, denn wir sind dieses Risiko eingegangen."
Lynn selbst spürte, dass in diesem Rennen wesentlich mehr als P3 drin gewesen wäre: "Schade drum, denn ich denke, wir hatten genug Energie und das richtige Auto für den Sieg. Aber wir haben gerettet, was zu retten war, und das ist Platz drei."
Erfolgreiche Schadensbegrenzung also, die Lynn und Mahindra betrieben haben. Lynns Unfallgegner Nato überquerte die Ziellinie als Zweiter, fiel als Unfallverursacher wegen einer Zeitstrafe aber noch auf Platz fünf zurück. Wie hat er die Situation gesehen?

Nato über die Kollision: "Habe nicht mal versucht, ihn zu überholen"

"In diesem Rennen ging es vor allem um das Energie-Management. Daher haben alle von Anfang an so viel Energie gespart, wie möglich, vor allem in den Kurven. Manchmal zieht sich das Feld massiv zusammen und dann berührt man den Kerl vor sich", lautete Natos Kommentar.
"Es ist nicht so, als würde man das mit Absicht machen. Viele Fahrer haben das Gleiche mit mir gemacht, aber diesmal war ich ein wenig davon überrascht, wie sehr man vor mir verlangsamt hat. Ich konnte ihm nicht wirklich ausweichen. Ich habe ihn berührt, habe aber nicht mal versucht, zu überholen. Daher habe ich mich auch bei ihm entschuldigt", gab Nato zu Protokoll.
Dem Franzosen entglitt so seinerseits sein erstes Formel-E-Podium. Die nächste Chance auf ein Erfolgserlebnis bietet sich ihm und Lynn in zwei Wochen.
Dann fährt die Formel E auf dem Grand-Prix-Kurs in Monaco. Der weitere Kalender für 2021 sieht zudem Double-Header in Puebla, New York, London und Berlin vor.

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Highlights: Britain's Dennis wins first Formula E title in Valencia

Quelle: Eurosport

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