Top-Sportarten
Alle Sportarten
Alle anzeigen

Gerhard Poschner kündigt nach einer missratenen Saison fristlos bei 1860 München

VonSID

Update 30/07/2015 um 12:42 GMT+2 Uhr

Sportdirektor Gerhard Poschner hat der Posse um seine Person bei 1860 München ein Ende gesetzt. Wie der 45-Jährige am Donnerstag in einem offenen Brief an die Medien mitteilte, hat er seinen Vertrag bei den Löwen "außerordentlich fristlos gekündigt". Poschner war vom mittlerweile ebenfalls ausgeschiedenen Präsidium die Hauptschuld für die völlig missratene vergangene Saison zugewiesen worden.

Kündigt fristlos bei 1860 München: Gerhard Poschner

Fotocredit: Imago

Kürzlich wurde er deshalb von der neuen Klubspitze mit Zustimmung von Investor Hasan Ismaik vom Geschäftsführer Sport zum Sportdirektor degradiert.
"Ich habe aufgrund der Vorkommnisse in den letzten Wochen und der belasteten Beziehung zu der Vereinsführung, die nicht von mir zu vertreten ist, endgültig die Gewissheit erlangt, dass meine Bemühungen letztlich ohne jede Chance auf Erfolg sein werden", begründete Poschner seinen Schritt. Er hinterlasse jedoch ein bestelltes Feld: "Viele Dinge sind vorbereitet und müssen teilweise nur noch umgesetzt werden."
Poschner schloss mit einer Spitze in Richtung 1860, indem er dem Klub "jene Strukturen, die ein professionelles und erfolgsorientiertes Arbeiten ermöglichen", wünschte. Sechzig bestätigte die Trennung wenig später in einer knappen Pressemitteilung. "1860 München und Gerhard Poschner haben die Zusammenarbeit beendet", hieß es da lapidar.
Aygün springt ein
Poschners Aufgaben - vor allem die Kaderplanung - übernehme "bis auf Weiteres" Necat Aygün, der seit dem Ende seiner Karriere als Profi im vergangenen September mit Poschner zusammengearbeitet hatte.
Der frühere Bundesligaprofi Poschner (VfB Stuttgart, Borussia Dortmund, 1860) hatte seinen Posten als Sportchef im April 2014 übernommen. Bei seinen Entscheidungen fehlte ihm jedoch das Glück, vor allem seine Transferpolitik erntete teilweise heftige Kritik.
In dieser Transferperiode verpflichtete der deutsche Meister von 1966 auch wegen seiner weiter angespannten finanziellen Lage lediglich drei neue Spieler. Geschäftsführer Markus Rejek hatte am Mittwoch in der Münchner tz auch mit Blick auf den misslungenen Saisonstart beim 1. FC Heidenheim (0:1) weitere Transfers angekündigt.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Ähnliche Themen
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung