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Heribert Bruchhagen klagt an: Spieler wie Lewis Holtby haben ihm den Job gekostet

Bruchhagen rechnet mit HSV-Spielern ab

04/09/2018 um 09:14Aktualisiert 04/09/2018 um 10:59

Der ehemalige Vorstands-Vorsitzende Heribert Bruchhagen hat in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung deutliche Worte über seine Zeit beim Hamburger SV gefunden. Besonders über die Aussage von Lewis Holtby zur Situation beim HSV ärgerte er sich. "Wenn ich lese, dass Spieler wie Lewis Holtby sagen: 'Jetzt macht Fußball mir wieder Spaß' - dann bin ich auf dem Baum", machte er deutlich.

Der gebürtige Düsseldorfer verlangt von den Spielern auch Eigenverantwortung für die teils enttäuschenden Leistungen.

"Solche Spieler haben beim HSV drei bis vier Millionen Euro verdient, aber sie haben Beiersdorfer den Job gekostet, Gisdol den Job gekostet, Todt, Hollerbach und am Ende auch noch mir", sagte er.

Bruchhagen: "Hoffmann hatte Masterplan"

"In 100 Jahren hätte ich das nicht gemacht."

Sauer über die Entlassung sei er aber nicht. "Ich bin traurig darüber, dass ich den Job verloren habe. Aber für diese Mannschaft hatte ich keine Verantwortung. Die ist nicht von mir zusammengestellt", sagte er.

Das Amt des Vorstandsvorsitzenden bei den Norddeutschen hat inzwischen wieder Bernd Hoffmann inne. "Hoffmann hatte einen Masterplan. Er wollte unbedingt zurückkehren und hat das dann sehr geschickt gemacht", bilanzierte Bruchhagen, zeigte aber auch Verständnis.

"Das ist das Machtspiel Bundesliga. Und ich sage ganz klar: Beklage nicht Dinge, von denen du 31 Jahre auch profitiert hast", wird er vom "NDR" zitiert.

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