2. Bundesliga | 1. FC Heidenheim schlägt den Hamburger SV

Der 1. FC Heidenheim ist einen Spieltag vor Saisonende am Hamburger SV vorbeigezogen und hat nach dem 2:1 (0:0)-Sieg im direkten Duell beste Chancen auf die Relegation zur Bundesliga. Konstantin Kerschbaumer erzielte den Siegtreffer für den FCH in der vierten Minute der Nachspielzeit. Zuvor hatte der Hamburger Jordan Beyer (80.) per Eigentor die Führung von Joel Pohjanpalo (46.) ausgeglichen.

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So lief das Spiel:

Die beste Chance der ersten Halbzeit resultierte aus einem der zahlreichen Eckstöße für den HSV. Aaron Hunt bediente Gideon Jung und die Verlängerung klatschte an den zweiten Pfosten. Beyer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und die Chance war vertan (7. Minute).
Hamburg hatte im Laufe der Halbzeit einige ansehnliche Angriffe, aber beim Abschluss wurde die nötige Präzision vermisst. So vergab Hunt einen Freistoß in aussichtsreicher Position kurz vor dem Strafraum leichtfertig (40.).
Nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff ging der HSV durch einen Treffer von Joel Pohjanpalo dann aber in Führung (46.).
Heidenheim wechselte doppelt und kam dadurch besser in die Partie. Julian Pollersbeck parierte einen Schuss von Niklas Dorsch stark (54.)
Nach der anschließende Ecke traf der eingewechselte Stefan Schimmer zum Ausgleich, nach Überprüfung durch den VAR wurde das Tor aufgrund eines vorausgegangenen Handspiels von Sebastian Griesbeck korrekterweise zurückgenommen (55.).
In der Schlussphase drängte Heidenheim auf den Ausgleich. Nach Flanke von Marc Schnatterer wurde es im Hamburger Strafraum unübersichtlich und Beyer brachte den Ball schließlich im eigenen Tor unter (80.). In der Nachspielzeit drehte Heidenheim sogar die Partie und kam durch Konstantin Kerschbaumer zum umjubelten Siegtreffer (90.+4).
Durch den 2:1-Heimsieg geht Heidenheim (55 Punkte) in der Tabelle am Hamburger SV (54) vorbei und hat alle Zügel selbst in der Hand. Der HSV verspielt wieder einmal wichtige Punkte im Aufstiegsrennen und kann jetzt maximal noch die Relegation erreichen.
Am letzten Spieltag reist der FCH zum Meister nach Bielefeld, der HSV hat den SV Sandhausen zu Gast.

Die Stimmen zum Spiel:

Tim Kleindienst (1. FC Heidenheim): "Es ist absoluter Wahnsinn. Es war von Anfang an ein schweres Spiel. Der HSV ist eine sehr starke Mannschaft. Wir haben 2:1 gewonnen und jetzt ist alles möglich. Wir alle stehen für unseren Traum ein, jeder ist für den anderen da. Wir haben noch ein Spiel und da geht es für uns um alles. Wir brauchen eine 100-prozentige Leistung gegen Bielefeld, aber wir sind positiv gestimmt.”

Das fiel auf: Neues System

HSV-Coach Dieter Hecking schickte sein Team in ungewohnt defensiver Ausrichtung auf den Platz. Timo Letschert, Rick van Drongelen und Jordan Beyer bildeten eine Dreierkette und wurden von Tim Leibold und Jan Gyamerah flankiert. Aus der kompakten Defensive zeigte der HSV eine verbesserte Leistung als unter der Woche beim 1:1-Unentschieden gegen den VfL Osnabrück. Am Ende beschränkte sich das Team von Hecking dann aber zu sehr auf die Defensive und wurde in der Schlussphase von Heidenheim für die passive Spielweise bestraft. Wieder einmal verspielt der HSV nach eigener Führung wichtige Punkte.

Der Tweet zum Spiel:

Auch in der Medienabteilung des FCH war die Freude über den späten Siegtreffer zu erkennen.

Die Statistik: 6 aus 6

Mit dem heutigen Heimsieg hat Heidenheim beide direkten Duelle mit dem HSV für sich entscheiden können und holte sechs aus sechs Punkten gegen den Konkurrenten. Das Hinspiel Anfang Dezember konnte der FCH dank eines späten Treffers von Jonas Föhrenbach für sich entscheiden
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