HSV: Daniel Thioune ersetzt Dieter Hecking als Trainer in Hamburg

Der Hamburger SV hat einen neuen Trainer gefunden: Daniel Thioune wird den Klub übernehmen, wie der HSV nun bestätigte. Nach Eurosport-Informationen wird der neue Coach noch am Montag vorgestellt. Thioune kommt vom Ligarivalen VfL Osnabrück und wird die Nachfolge von Dieter Hecking antreten. Der Vertrag des 55-Jährigen war nach dem verpassten Bundesliga-Aufstieg der Hanseaten ausgelaufen.

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Fotocredit: Eurosport

Neuer Coach, neuer Versuch, neue Hoffnung: Mit Daniel Thioune statt Dieter Hecking auf der Trainerbank will der Hamburger SV im dritten Anlauf wieder in die Fußball-Bundesliga zurückkehren.
Der Kontrakt des zehn Jahre älteren Hecking war nach dem erneut verpassten Aufstieg in der vergangenen Woche ausgelaufen. Thioune, Sohn eines Senegalesen und einer Deutschen, wäre seit 2008 bereits der 21. (!) Cheftrainer beim einstigen Bundesliga-Dino. Er bringt seinen Co-Trainer Merlin Polzin mit in die Hansestadt.
Thioune selbst hatte in der abgelaufenen Spielzeit einen maßgeblichen Anteil daran, dass die Hamburger auch 2020/21 zweitklassig spielen müssen. Mit den Niedersachsen holte der Sport- und Erziehungswissenschaftler gegen den HSV vier von sechs möglichen Punkten. 2017 hatte er mit dem VfL noch als Drittligist den damaligen Erstligisten HSV im Pokal aus dem Rennen geworfen.

Thiounes: Ich will "in die Bundesliga"

Der frühere Zweitliga-Profi gilt als innovativer Fußballlehrer, der junge Spieler besser machen kann. Ungeachtet schwieriger finanzieller Bedingungen in Osnabrück geriet der Klassenerhalt des VfL unter seiner Regie nie ernsthaft in Gefahr. Da Thioune noch bis zum 30. Juni 2021 an seinen aktuellen Arbeitgeber gebunden ist, wird der HSV eine Ablösesumme zahlen müssen.
Damit hat der zweimalige Europapokalsieger scheinbar die erste wichtige Baustelle geschlossen. Nun gilt es, schnellstmöglich finanzielle Probleme zu lösen. In der Hansestadt wird nach einem neuen Hauptsponsor (bisher Emirates) gesucht. Ebenfalls noch nicht gefunden ist ein Namensgeber für das Volksparkstadion. Thioune gilt in diesem Zusammenhang auch als eher kostengünstige Lösung auf der Bank.
Schon bei seiner Vertragsverlängerung im September vergangenen Jahres hatte der einstige Stürmer indes keinen Hehl daraus gemacht, mittelfristig noch höher hinaus zu wollen: "Als Spieler wollte ich in die Bundesliga, habe es aber nicht geschafft. Als Trainer habe ich dieses Fernziel auch." Immerhin reichte es zu 126 Zweitligaspielen. Thiounes größter sportlicher Erfolg als Profi war aber das Erreichen des Halbfinales im DFB-Pokal 2003/2004 mit dem VfB Lübeck. In der Vorschlussrunde verloren die Schleswig-Holsteiner beim späteren Double-Gewinner Werder Bremen erst in der Verlängerung unglücklich mit 2:3 - und mit Hecking an der Seitenlinie des Weserstadions.
(SID)
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