Der SV Darmstadt hatte die Aufstiegschancen vor dem letzten Spieltag nicht mehr in der eigenen Hand. Die Lilien mussten ihr Heimspiel gegen den SC Paderborn gewinnen und darauf hoffen, dass parallel der SV Werder Bremen verliert oder der Hamburger SV bei Hansa Rostock Punkte lässt.
Die Lilien kamen ihrer Aufgabe auch nach und begaben sich bereits früh auf die Siegerstraße in diesem Spiel. Nach nur drei Minuten erzielte Tim Skarke mit einem starken Volley-Abschluss aus 19 Metern die frühe Führung der Hausherren (3.). In der Folge überließen die Darmstädter den Paderborner den Ball und lauerten auf eigene Angriffe. Ein kurz ausgeführter Freistoß aus spitzem Winkel führte zur ersten richtigen Chance der Gäste, Marcel Schuhen entschärfte den Versuch von Florent Muslija aber souverän (9.). Nach 18 Minuten hatte Phillip Tietz die Riesenchance auf das 2:0, als er zwei Gegenspieler und beinahe den Keeper umkurvte. Jannik Huth bekam aber noch seine Hand an den Ball.
Wie bereits beim ersten Tor der Hausherren fiel der zweite Treffer aus einem Einwurf. Matthias Bader flankte von rechts in den Sechzehner, wo Luca Pfeiffer die Hereingabe verlängern konnte und zum 2:0 traf (25.). Nicht nur die Offensive der Lilien erfüllte ihren Job, auch Schuhen präsentierte sich in Bestform. Nach einer Vorlage von Marcel Mehlem kam Kai Pröger aus fünf Metern zum Abschluss, der Schlussmann parierte aber stark mit dem Fuß (36.). Nur drei Minuten später erzielten die Darmstädter das 3:0. Die Partie war bereits in Halbzeit eins entschieden. Einen Chip-Ball von Tobias Kempe legt Tietz mit dem Kopf quer und Pfeiffer schnürte seinen Doppelpack.
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Paderborn kam dann aber deutlich besser aus der Pause, konnte den starken Schuhen aber einfach nicht überwinden. Der Schlussmann konnte zunächst stark gegen Philipp Klement und danach noch gegen Mehlem parieren (47.). Darmstadt konzentrierte sich im zweiten Durchgang deutlich mehr auf das Verteidigen, war dem vierten Tor aber dennoch näher als Paderborn dem Ersten. Nach Vorlage von Tietz erzielte Pfeiffer sogar fast noch den Hattrick, wurde aber aufgrund einer Abseitsposition zurückgepfiffen (69.). Auf der anderen Seite verpasste der eingewechselte Marvin Cuni zunächst per Kopf den Anschlusstreffer, grätschte dann überhart Braydon Manu um und holte sich noch einen Platzverweis ab (73. & 79.). Die Lilien haben ihren Job dementsprechend erledigt und einen souveränen Sieg eingefahren und mussten nun auf die anderen Plätze schauen.
Da sowohl Werder Bremen 2:0 gegen Jahn Regensburg gewann als auch der Hamburger SV nach einem dramatischen Spiel bei Hansa Rostock 3:2 siegte, verpassten die Lilien die Regelation.

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Das fiel auf: Effizienz at its best

Aus wenig machten die Darmstädter in dieser Partie am Ende sehr viel. Nach 90 gespielten Minuten haben die Lilien lediglich 40% Ballbesitz, haben knapp 200 Pässe weniger gespielt als die Gäste und bei den expected Goals steht es 1,72:1,45 für den SCP. Das war dem Sturmduo der Darmstädter Tietz und Pfeiffer aber komplett egal, die zusammen an jedem der drei Tore beteiligt waren, Letzterer erzielte sogar fast noch einen Hattrick. Am Ende der Saison stellen die Lilien auch die zweitbeste Offensive der zweiten Liga nach dem Meister Schalke und kann auf eine starke Saison mit bitterem Ausgang zurückblicken. 60 Punkte sind ebenfalls eine starke Ausbeute.

Die Statistik: 36,05

Braydon Manu kam von der Bank und wurde mit einer Geschwindigkeit von 36,05 km/h gemessen. Damit ist er der zweitschnellste Spieler der Saison, lediglich Marnon Busch war mit 36,1 km/h schneller.
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