2. Liga: FC Schalke 04 verliert beim neuen Spitzenreiter Karlsruher SC - nächster Nackenschlag für Königsblau

Der FC Schalke 04 kommt in der neuen Zweitligasaison nicht richtig in Fahrt. Die Mannschaft von Karel Geraerts unterlag am Freitagabend zum Auftakt des 5. Spieltags dem Karlsruher SC mit 0:2 (0:1) und wartet nun bereits seit vier Ligaspielen auf einen Dreier. Budu Zivzivadze (45.+4/74.) erzielte beide Treffer für den KSC, der damit zumidest vorübergehend die Tabellenführung in Liga zwei übernahm.

Tobias Mohr und Ron Schallenberg (beide Schalke 04) bei der Niederlage in Karlsruhe

Fotocredit: Imago

Schalke 04 schlittert bereits zu Beginn dieser Zweitliga-Saison immer tiefer in eine Krise. Die Königsblauen kassierten durch das 0:2 (0:1) beim Karlsruher SC den nächsten Rückschlag und stecken schon nach fünf Spieltagen im Tabellenkeller fest.
Nach dem öffentlichen Streit mit Kaderplaner Ben Manga wächst auch aufgrund der sportlichen Misere der Druck auf Trainer Karel Geraerts.
Während der KSC durch den Sieg im Wildpark zumindest vorübergehend die Tabellenführung übernahm, warten die Schalker seit dem Auftakterfolg gegen Eintracht Braunschweig (5:1) auf den nächsten Dreier.
KSC-Profi Budu Zivzivadze (45.+3/73.) verschärfte mit seinen Treffern die Lage in Gelsenkirchen.

Manga zählt Schalke-Trainer Geraerts an

"Ich glaube, es wird sehr unruhig", sagte Geraerts am "Sky"-Mikrofon mit Blick auf die kommenden Tage - und ergänzte angesichts des Defensivverhaltens beim 0:1: "Das ist ohne Kommentar. Das ist sehr schwach verteidigt." Kapitän Kenan Karaman forderte, dass der Lernprozess nach dem Umbruch "schneller vorangehen" müsse.
Geraerts war in den Tagen vor dem Spiel besonders in den Fokus geraten, nachdem ihn Manga, der neue starke Mann auf Schalke, öffentlich angezählt und ihm die Verantwortung für den schwachen Saisonstart zugeschoben hatte. Wohl vor allem, weil Geraerts bislang wenig bis gar nicht auf die Manga-Transfers gesetzt hatte.
In Karlsruhe brachte der Belgier aber etwa die jungen Verteidiger Felipe Sanchez und Martin Wasinski, die von Manga verpflichtet wurden. "Sie müssen die Chance auch nutzen", forderte Geraerts bei "Sky". Auch Ex-Nationalspieler Amin Younes stand erstmals in der Startelf.

Zivzivadze knockt Schalke aus

Geraerts, dessen Zeit auf Schalke vor rund elf Monaten mit einem 0:3-Debakel beim KSC begonnen hatte, sah eine umkämpfte erste Halbzeit, in der S04 jedoch offensiv nichts einfiel - und bei einem Karlsruher Pfostentreffer (39.) zunächst Glück hatte. Bei Zivzivadzes Führungstreffer aus dem Gewühl sah die Schalker Defensive schlecht aus.
Justin Heekeren hielt die Königsblauen kurz nach Wiederanpfiff zunächst in der Partie (47.). Es dauerte fast über eine Stunde, bis die Schalker durch Ron Schallenberg den ersten gefährlichen Abschluss verbuchten.
Die Gäste mühten sich, doch mit Beginn der Schlussoffensive erhöhte Zivzivadze per Abstauber.

Spektakel in Münster

Aufsteiger Preußen Münster muss indes weiter auf seinen ersten Saisonsieg in der 2. Bundesliga warten, hat aber dank starker Moral und Doppelpacker Joshua Mees einen umjubelten Punkt gerettet. Am fünften Spieltag kam die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann gegen den ungeschlagenen SC Paderborn zu einem spektakulären 3:3 (1:1).
Während die Gäste aus Ostwestfalen den zumindest vorläufigen Sprung auf einen direkten Aufstiegsplatz verpassten, kletterte Münster mit zwei Zählern zunächst auf einen Nichtabstiegsplatz.
Mees (19.) brachte Münster per Kopf erstmals in dieser Spielzeit in Führung. Doch Filip Bilbija (37.) und Raphael Obermair (47.) drehten die Partie für die überlegenen Gäste, ehe Münster den Druck erhöhte und durch Holmbert Aron Fridjonsson (78.) zum Remis kam.

Last-Minute-Tor rettet Preußen Münster

Paderborn konterte durch Ilyas Ansah (85.), ein weiterer wuchtiger Kopfball von Mees fand aber in der Nachspielzeit (90.+1) den Weg ins Netz - Pelle Boevink im SCP-Tor schien sich allerdings verschätzt zu haben und reagierte nicht auf den Ball.
Den letzten Sieg der Münsteraner in der 2. Bundesliga gab es am 5. Mai 1991, es ein 2:0 bei den Stuttgarter Kickers. Zwischenzeitlich war Preußen viertklassig, stieg 2023 in die dritte und im vergangenen Frühjahr auf Anhieb in die zweite Liga auf.
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(SID)
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Quelle: Eurosport


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