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Schalke 04 trennt sich am Ende der Saison von Trainer Kees van Wonderen: "Keine einfache Entscheidung"
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Update 23/04/2025 um 19:05 GMT+2 Uhr
Zweitligist Schalke 04 und Trainer Kees van Wonderen beenden nach der laufenden Saison die Zusammenarbeit. Das teilten die Gelsenkirchener nach "einem ausführlichen und persönlichen Gespräch" mit, dem neben Profifußball-Direktor Youri Mulder auch der künftige Sportvorstand Frank Baumann beiwohnte. Der Niederländer hatte Schalke im Oktober 2024 übernommen, sein Vertrag wäre noch bis 2026 gelaufen.
Kees van Wonderen (l.) verlässt Schalke 04 am Saisonende
Fotocredit: Getty Images
Als sein Aus bei Schalke 04 besiegelt war, zog sich Kees van Wonderen das Büßerhemd an. "Mir ist bewusst, dass Zeit und Ort aus heutiger Sicht nicht optimal waren", wurde der Noch-Trainer des Zweitligisten in einer Vereinsmitteilung, mit der am Mittwoch sein Aus in Gelsenkirchen nach Saisonende offiziell wurde, zitiert.
Am Samstag hatte der Niederländer seine Demission nach dem 2:2 gegen den Hamburger SV angedeutet und damit den Unmut der Vereinsbosse auf sich gezogen. Nun herrscht Gewissheit.
Es sei "keine einfache Entscheidung", gewesen, ließ Profifußball-Direktor Youri Mulder wissen, "aber wir sind alle übereingekommen, den Weg mit Kees van Wonderen nach der Saison zu beenden". Am Dienstag hatte Mulder gemeinsam mit Frank Baumann, ab 1. Juni Vorstand Sport der Königsblauen, ein ausführliches Gespräch geführt.
Die beschlossene Trennung von van Wonderen sei "das Ergebnis eines rund zweiwöchigen Prozesses und ein wesentlicher Baustein bei den angestrebten Veränderungen im Lizenzbereich, die Baumann gemeinsam mit dem amtierenden Vorstand aktiv vorantreibt", wie es vom Verein heißt. Auch Co-Trainer Robert Molenaar wird zur neuen Saison nicht mehr Teil des Trainerteams sein.
Schalke will Trainer mit "erkennbarer Handschrift"
"Seit dem inoffiziellen Start von Frank Baumann vor zwei Wochen haben wir intensiv darüber gesprochen, welches Profil ein Chef-Trainer auf Schalke mitbringen sollte", erklärte Mulder. Eine erste Teilantwort gab der Verein am Mittwoch - wenngleich van Wonderen in "einer schwierigen Situation einen sehr guten Job gemacht" habe, wie Mulder herausstellte.
"Der neue Trainer soll eine erkennbare Handschrift mitbringen, die zur Spielphilosophie von Schalke 04 passt. In aller Kürze: Mit Ball wollen wir mutig und zielstrebig nach vorne spielen, gegen den Ball intensiv und emotional arbeiten", sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Tillmann.
Für den Niederländer van Wonderen indes kam seine Abberufung nicht überraschend. Er müsse die Spiele, die noch kämen, genießen, hatte der 56-Jährige nach dem Unentschieden in Unterzahl gegen den HSV bereits erklärt.
"Den einen oder anderen Tabellenplatz würden wir noch gerne klettern", formulierte er nun seine Zielsetzung für die vier verbleibenden Partien des Tabellen-13. unter seiner Regie.
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Der Zeitpunkt und seine Worte selbst hatten am Wochenende für viel Unmut und Unruhe gesorgt. Mulder nahm van Wonderens Ausführungen zum Anlass, auch Selbstkritik zu üben.
"Er hat uns einen kleinen Spiegel vorgehalten – dass wir bei Entscheidungen alle geschlossen dahinterstehen müssen", sagte der 56-Jährige in einer Medienrunde am Nachmittag. Das Gefühl der fehlenden Rückendeckung, das der Coach beschrieben habe, gebe es auf Schalke öfter: "Damit hat er vielleicht recht gehabt."
Mit potenziellen Trainerkandidaten habe es derweil noch keine Gespräche gegeben, betonten die Königsblauen - sie wollen jedoch "zeitnah damit beginnen, konkret auf Kandidaten zuzugehen".
Ein Name, der seit Tagen medial diskutiert wird, ist Markus Anfang. Und auf dem Markt ist der 50-Jährige inzwischen auch. Am Dienstag wurde der Chefcoach beim 1. FC Kaiserslautern freigestellt. Mulder wollte sich auf Nachfrage zu Namen nicht äußern.
Wer es auch wird, van Wonderen hofft, "dass der nächste Trainer mehr Rückendeckung bekommt", sagte er. "Ich glaube aber, dass die Nachricht bei den Verantwortlichen angekommen ist."
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(SID)
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Quelle: Perform
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