2. Liga: Dämpfer für Kaiserslautern und VfL Bochum, 1. FC Magdeburg nach Niederlage gegen KSC Schlusslicht

Der SC Paderborn ist nach einem 2:0-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern auf Platz vier in der 2. Bundesliga vorgerückt. Die Pfälzer mussten nach einer Roten Karte eine Halbzeit in Unterzahl spielen. Der Karlsruher SC hingegen hatte einige Mühe bei Schlusslicht 1. FC Magdeburg und kämpfte sich zu einem 1:0. Auch der SV Elversberg blieb minimalistisch bei Holstein Kiel.

Christoph Kobald und Lilian Egloff vom Karlsruher SC.

Fotocredit: Imago

Der SC Paderborn bezwang im Verfolgerduell des siebten Spieltags den 1. FC Kaiserslautern mit 2:0 (0:0) und kletterte mit 14 Punkten auf den vierten Rang.
Filip Bilbija (50.), der zuvor einen Foulelfmeter verschossen hatte, und Laurin Curda (53.) sorgten vor 14.520 Zuschauern mit einem Doppelschlag kurz nach der Pause für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.
Der FCK kassierte nach drei Siegen in Serie wieder einen Rückschlag und rutschte auf den siebten Platz ab. Die Pfälzer mussten nach der Roten Karte gegen Maxwell Gyamfi wegen Notbremse (45.+3) eine Halbzeit in Unterzahl spielen.
Der VfL Bochum rutscht derweil immer tiefer in die Krise: Gegen Fortuna Düsseldorf musste die Mannschaft von Interimstrainer David Siebers mit 0:1 (0:1) die fünfte Niederlage in Serie einstecken, Bochum ist mit drei Zählern Vorletzter der Tabelle - punktgleich mit Schlusslicht 1. FC Magdeburg.

FLutlicht fällt aus - Unterbrechung in Bochum

Die Trennung von Trainer Dieter Hecking und Sportdirektor Dirk Dufner zeigt damit weiter keine messbare Wirkung, obwohl Bochum sich einige Chancen erspielte. Die Düsseldorfer hingegen zeigten nach der 0:3-Niederlage gegen Darmstadt die gewünschte Reaktion. Für die Fortuna erzielte Tim Oberdorf (4.) früh das einzige Tor der Partie, Düsseldorf steht nun im Tabellenmittelfeld.
Nachdem das Spiel wegen des Abbrennens von Pyrotechnik mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen wurde, ging die Fortuna früh in Führung. Florent Muslija brachte den Ball in den Strafraum, Cedric Itten verlängerte per Kopf zu Oberdorf, der halblinks völlig frei stand und vollendete.
In der 18. Minute musste das Spiel dann unterbrochen werden: Das Flutlicht war teilweise ausgefallen. Trotz der kurzen Unterbrechung blieb Bochum kämpferisch, hatte viele gute Aktionen, die jedoch nicht mit einem Tor belohnt wurden. Auch in Hälfte zwei waren die Gastgeber spielbestimmend. Besonders Gerrit Holtmann setzte sein Tempo immer wieder ein, die Fortuna war hingegen vor allem defensiv gefordert.

Lautern Gyamfi sieht Rot

Die Gäste begannen durchaus couragiert und hatten die erste Großchance: Nach Vorarbeit von Naatan Skyttä und Ivan Prtajin tauchte Faride Alidou allein vor Torhüter Dennis Seimen auf, scheiterte aber (18.).
Paderborn übernahm mit zunehmender Spielzeit die Kontrolle, zunächst allerdings ohne hochkarätige Chancen zu kreieren. 
Erst ein Foulelfmeter nach Videobeweis brachte Aufregung vor dem Lauterer Tor, doch Keeper Julian Krahl parierte den schwachen Schuss von Bilbija (45.+5). Gyamfi hatte nach einem abgewehrten Freistoß von Calvin Brackelmann den einschussbereiten Steffen Tigges im Strafraum zu Boden gezogen und sah dafür mit Verzögerung die Rote Karte wegen Notbremse. 
Nach dem Seitenwechsel machte es Bilbija besser, als er den Ball nach einer mustergültigen Hereingabe von Brackelmann über die Linie drückte. Kurz darauf verwertete Curda eine Flanke von Ruben Mülle.
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Laurin Curda (Paderborn) jubelt nach seinem Tor zum 2:0.

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KSC schießt Siegtreffer kurz vor Schluss

Der Karlsruher SC hat hingegen einen weiteren Dämpfer gerade so abwenden können und den Anschluss nach oben wieder hergestellt. Der ambitionierte KSC gewann gegen den Tabellenletzten 1. FC Magdeburg mit 1:0 (0:0), hatte aber einige Mühe.
Christoph Kobald gelang erst kurz vor Schluss (84.) der erlösende Treffer für den KSC, der seinen vierten Saisonsieg feierte. Zuletzt hatte Karlsruhe 0:3 in Kiel verloren.
Magdeburg bleibt dagegen trotz einer engagierten Leistung in der Krise. Für den SCM war es bereits die sechste Pleite im siebten Saisonspiel, die fünfte in Serie.
Magdeburg war der bisher schlechte Saisonverlauf zunächst nicht anzumerken. Die Gäste spielten in einer abwechslungsreichen ersten Hälfte munter mit und hatten vor der Pause sogar die besseren Chancen. Doch beiden Teams fehlte im Abschluss die Entschlossenheit.

Elversberg bleibt Darmstadt auf den Fersen

Die SV Elversberg bleibt Tabellenführer Darmstadt 98 auf den Fersen. Das Team von Trainer Vincent Wagner gewann nach einem Last-Minute-Tor gegen Bundesliga-Absteiger Holstein Kiel glücklich mit 1:0 (0:0).
Die SVE bleibt nach dem fünften Saisonsieg Zweiter. Umjubelter Held des Tages war der erst 18 Jahre alte Otto Stange: Er verwandelte in der Nachspielzeit (90.+5) einen Foulelfmeter zum Sieg für die SVE. Kiel musste nach zuletzt zwei Saisonsiegen einen Dämpfer hinnehmen.
Elversberg bestimmte in der ersten Hälfte selbstbewusst die Partie. Doch ihre Dominanz konnte die wenig entschlossene SVE nicht in Tore ummünzen. 
Kiel verlegte sich weitgehend aufs Kontern, blieb aber weitgehend ungefährlich. Nach dem Wechsel waren die Gastgeber weiterhin dominant, den Offensivaktionen fehlte aber nach wie vor die Präzision - bis Stange traf.
(SID)
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Quelle: Perform


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