Rassismus | Leroy Kwadwo meldet sich nach Eklat zu Wort

Leroy Kwadwo vom Drittligisten Würzburger Kickers hat sich einen Tag nach einer rassistischen Entgleisung gegen ihn im Spiel bei Preußen Münster (0:0) zu Wort gemeldet und seinem Ärger Luft gemacht. "So etwas wie gestern macht mich einfach nur traurig und wütend, weil jeder wissen muss: Rassismus gehört nicht in UNSERE Welt", wurde Kwadwo auf der Kickers-Homepage zitiert.

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Fotocredit: Eurosport

In der Schlussphase des Spiels gab auf der Haupttribüne ein Zuschauer nach Angaben der Preußen Affenlaute von sich, der Täter wurde durch Fans für die Ordnungskräfte erkennbar gemacht, gestellt und festgenommen. Zudem machten Anhänger mit "Nazis raus"-Rufen ihre antirassistische Haltung deutlich.
Bei Kwadwo hinterließ die Reaktion Eindruck: "Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Menschen im Stadion, den Verantwortlichen und Spielern von Preußen Münster und ganz besonders meinem Team und den Kickers bedanken, die mir sofort zur Seite gestanden sind", teilte der Verteidiger mit und fügte hinzu:

Kwadwo dankbar für Unterstützung

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nannte den Vorfall in einem Tweet "traurig und beschämend", lobte aber ebenfalls die Reaktion des Publikums als "vorbildlich". Münster distanzierte sich ausdrücklich vom Täter. "Nazis raus! Kein Platz für Rassismus im Preußenstadion", stand auf der Homepage. Und Vereinspräsident Christoph Strässer stellte klar:
Auch Kwadwo betonte, dass derartiges Verhalten nicht toleriert werden dürfe. "Ich habe zwar eine andere Hautfarbe, aber ich bin hier geboren, in diesem wunderbaren Land, das mir und meiner Familie so viel gegeben und erst ermöglicht hat", teilte der 23-Jährige mit: "Ich bin einer von Euch, ich lebe hier und darf hier meine Berufung und Leidenschaft als Profi der Würzburger Kickers ausleben."
(SID)
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