3. Liga: Hansa Rostock steigt nach neun Jahren Abstinenz in die 2. Bundesliga auf - FC Bayern II muss runter

Auf diese Party hat der ehemalige Bundesligist Hansa Rostock neun Jahre warten müssen: Nach fast einer Dekade Abstinenz schafften die Norddeutschen am Samstag am 38. und letzten Spieltag der 3. Liga durch ein 1:1 (1:1) gegen Absteiger VfB Lübeck den Aufstieg ins Unterhaus. Die Relegationsspiele gegen den Drittletzten der 2. Liga erreichte der FC Ingolstadt durch ein 3:1 (2:0) gegen 1860 München.

Hansa Rostock 38. Spieltag (3. Liga)

Fotocredit: Getty Images

7500 Fans, die wieder ins Rostocker Ostseestadion durften, bejubelten frenetisch den langersehnten Aufstieg der Hansa-Profis, die sich allerdings bei Punktgleichheit nur aufgrund der besseren Tordifferenz den zweiten Platz vor dem FC Ingolstadt sicherten.
"Mega-Hammer", sagte Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen bei "MagentaSport", "das ist großartig für das Land und die Stadt. Die Stimmung ist riesig. Es wird wahnsinnig gute Arbeit geleistet, Rostock kann nach oben schauen."
Die Drittliga-Meisterschaft sicherte Dynamo Dresden, schon vor Wochenfrist als Zweitliga-Rückkehrer feststehend, durch ein 1:0 (1:0) beim SV Wehen Wiesbaden.
Die Relegationsspiele gegen den Drittletzten der 2. Liga erreichte der FCI durch ein 3:1 (2:0) im Verfolgerduell gegen 1860 München. Zwischenzeitlich hatten sich die Schanzer am letzten Saisonspieltag sogar auf Position zwei katapultiert.

Bayern II und Meppen müssen runter

Als weitere Absteiger mussten nach der SpVgg Unterhaching und Lübeck auch der SV Meppen und Bayern München II den Gang in die Regionalliga antreten. Bayern II, Meister der vergangenen Drittliga-Saison, unterlag gegen den Halleschen FC 0:1 (0:1). Meppen reichte ein 2:1 (1:0) gegen den MSV Duisburg ebenfalls nicht mehr zum Klassenerhalt.
Den größten und lautesten Jubel gab es an der Ostsee. Dass zum zweiten Mal in der zu Ende gegangenen Spielzeit Fans ins Ostseestadion durften, war einer Freigabe der Landesregierung zu verdanken. Ein noch einmal überarbeitetes Hygiene-Konzept war abgesegnet worden.
Ein schriftlicher Nachweis eines negativen Testergebnisses war für den Zutritt ins Stadion verpflichtend, die Mund-/Nasenschutz-Pflicht galt auch auf den Tribünen. Bereits im März hatten rund 700 Fans im Rahmen eines Pilotprojekts das Spiel gegen den Halleschen FC (1:0) im Stadion verfolgt.

Rostock muss gegen Absteiger Lübeck zittern

Allerdings machte es der FC Hansa spannend, denn zwischenzeitlich waren die Mecklenburger durch den Treffer von Soufian Benyamina (26.) zum 1:0 für Lübeck und den Treffer von Stefan Kutschke (26.) zum Führungstor für Ingolstadt gegen die Münchner Löwen auf Rang drei abgerutscht. Sechzig-Torwart Marco Hiller hatte nach einer Notbremse (9.) früh die Rote Karte gesehen.
Bentley Baxter Bahn (41., Foulelfmeter) erzielte dann den erlösenden 1:1-Ausgleich für die Rostocker. Marc Stendera (44.) war im Fernduell mit dem FC Hansa für das 2:0 für den FCI verantwortlich. Dennis Erdmann (81.) gelang das zwischenzeitliche Anschlusstor für die Sechziger. Marcel Gaus (90.+2, Foulelfmeter) sorgte für den Schlusspunkt für Ingolstadt.
Die Rostocker Polizei vermeldete am Samstag im Zuge des Drittligaspiels von Hansa einen verletzten Beamten, der durch geworfene Pyrotechnik am Auge verletzt wurde. Aufgrund einer Sondergenehmigung waren 7500 Zuschauer im Ostseestadion zugelassen. Laut Polizei gab es im Vorfeld des Spiels einen Fanmarsch, an dem sich 2000 bis 3000 Personen beteiligten. Schon dabei kam es laut Polizei "vielfach zum Zünden von Pyrotechnik".
Im Verlauf des Spieles wurde sowohl vor dem Ostseestadion als auch in dem durch die Fans genutzten Leichtathletikstadion massiv Pyrotechnik verwendet, teilte die Polizei mit.
(SID)
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Quelle: Perform

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