Es war der erste Spielabbruch wegen Rassismus im deutschen Profifußball.
VfL-Spieler Aaron Opoku war von der Tribüne aus am Sonntag "erheblich rassistisch beleidigt" worden.
"Bei dem Vorfall handelt es sich um einen nicht normierten Sonderfall, der ungeachtet eines etwaigen Verschuldens der beteiligten Vereine nach Ansicht des Sportgerichts eine Spielwiederholung rechtfertigt", sagte Stephan Oberholz, der Stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts: "Emotional und moralisch halten wir die Entscheidung des VfL Osnabrück, das Spiel nicht fortzusetzen, für nachvollziehbar. Auch hat die Intention, ein Zeichen gegen Rassismus setzen zu wollen, unsere ausdrückliche Unterstützung."
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Allerdings, schränkte Oberholz ein, müsse "klar bleiben, dass das Recht zum Spielabbruch grundsätzlich allein dem Schiedsrichter zusteht. Wir weisen zudem ausdrücklich darauf hin, dass in künftigen, vergleichbaren Fällen eines Spielabbruches in Bezug auf die Spielwertung immer auch Tatintensität, Täterprofil, Zeitpunkt und Spielstand näher in den Blick genommen werden müssen."

DFB-Entscheidung für MSV Duisburg und VfL Osnabrück "angemessen"

Beide Mannschaften sowie Schiedsrichter Nicolas Winter und sein Team hatten am Sonntag das Spielfeld verlassen. Der VfL sah sich nach kurzer Bedenkzeit nicht in der Lage weiterzuspielen. Daraufhin wurde die Partie abgebrochen. Beide Vereine bezeichneten die Entscheidung des DFB nun als "angemessen".
Die Polizei Duisburg hat Anzeige gegen einen 55-Jährigen erstattet, der die Beleidigung zugegeben hat. Allerdings habe er einen anderen Spieler gemeint.
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(SID)

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