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Salah, Mané & Co.: Afrika-Cup mit mehr Teams und neuem Modus

Salah, Mané & Co.: Afrika-Cup mit mehr Teams und neuem Modus
Von Eurosport

19/06/2019 um 13:31Aktualisiert 19/06/2019 um 13:32

Am Freitag beginnt die 32. Auflage des Afrika Cups in Ägypten mit dem Eröffnungsspiel des Gastgebers gegen Simbabwe. Erstmals finden die Kontinentalmeisterschaften im Sommer statt. Doch dies ist nicht die einzige Neuerung. Der Afrika Cup wurde ähnlich wie die Europameisterschaft von 16 auf 24 Teams aufgestockt. Neben den Superstars Mohamed Salah und Sadio Mané ist auch ein "Deutscher" vertreten.

Staatspräsident Abdel Fattah al Sisi überzeugte sich höchstselbst vom Stand der Vorbereitung. Der ägyptische Staatschef stattete "seiner" Fußball-Nationalmannschaft knapp eine Woche vor Beginn des Afrika-Cups im eigenen Land (21. Juni bis 19. Juli) einen Besuch ab und schwor das Team um Geburtstagskind Mohamed Salah auf das Turnier ein. Für den Gastgeber und Rekordsieger des Wettbewerbs zählt nur Titel Nummer acht. Los geht es am Freitag mit dem Eröffnungsspiel gegen Simbabwe (22.00 Uhr MESZ/DAZN).

Angeführt von Superstar Salah gehen die Pharaonen als Favorit in die 32. Auflage des Wettbewerbs, der für dieses Jahr einer Frischzellenkur unterzogen wurde. Ähnlich wie die Europameisterschaft vor drei Jahren wurde auch der Afrika-Cup von 16 auf 24 Teams aufgestockt, die sich - wie bei der EM - auf sechs Gruppen zu je vier Teams aufteilen.

Und auch der Zeitraum wurde an den europäischen Rhythmus angeglichen. Statt im Januar und Februar findet das Turnier erstmals im Sommer statt. Damit ergibt sich in diesen Tagen die besondere Situation, dass der Gold Cup in Nordamerika, die Copa America in Südamerika sowie der Afrika-Cup parallel ihre Sieger ermitteln.

  • Salah führt ägyptisches Aufgebot beim Afrika-Cup an

Gastgeber Ägypten der Turnierfavorit

Viel Vorbereitungszeit blieb Ägypten nicht. Das Austragungsland musste knapp fünf Monate vor dem Turnier nochmals gewechselt werden, nachdem der Kontinentalverband CAF dem eigentlichen Ausrichter Kamerun das Turnier entzog.

Im Januar wurde Ägypten als Ersatz bestimmt, damit trägt das Land der Pyramiden das Turnier zum fünften Mal aus. Spielorte sind Kairo, Alexandria, Suez und Ismailia.

Sportlich geht der WM-Teilnehmer als Favorit ins Rennen, eine ähnliche Enttäuschung wie in Russland im Vorjahr, als mit drei Niederlagen in einer machbaren Gruppe frühzeitig Schluss war, soll vermieden werden.

Nationaltrainer Javier Aguirre hat mit Salah einen absoluten Weltstar in seinen Reihen. Und im Gegensatz zur WM, als der Flügelspieler angeschlagen und mit der Niederlage im Champions-League-Finale anreiste, sind die Vorzeichen 2019 nach dem Triumph in der Königsklasse mit dem FC Liverpool ganz anders.

Doch ausgerechnet ein Vereinskollege könnte Salah und Ägypten die Party vermiesen. Sadio Mané strotzt nach der besten Saison seiner Laufbahn vor Selbstbewusstsein und zählt mit dem Senegal ebenfalls zu den Titelkandidaten.

Ein "deutscher" Teilnehmer

Für eine besondere "deutsche" Note sorgt Manfred Starke. Der 28-Jährige von Drittligist Carl Zeiss Jena spielt mit Namibia sein erstes Turnier. Starkes Vater ist Deutsch-Namibier, seine Mutter stammt aus den Niederlanden. Bereits im Jahr 2012 debütierte Starke für die frühere deutsche Kolonie, zu regelmäßigen Einsätzen kam es aber nicht.

Entsprechend spät und unvorbereitet hatte der Stürmer von seiner Nominierung erfahren. "Ich musste dann spontan umplanen, eigentlich wollte ich mit meiner Freundin nach Barcelona fliegen. Aber dafür nehme ich es gerne in Kauf, den Urlaub nicht antreten zu können", sagte Starke bei liga3-online.de. Insgesamt 15 Profis aus den deutschen Ligen sind dabei.

(SID)

Video - Tick, Tick, Tick, TOR: Flipper-Tor von Sambia gegen Marokko

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