Aus Doha berichtet Florian Bogner

Thomas Müller über…

…das von ihm ausgelassene Vormittagstraining am Montag: "Ich habe muskulär ein kleines Wehwehchen, aber am Nachmittag trainiere ich wieder. Wenn es sinnvoll ist, eine Einheit auszusetzen, damit danach fünf Einheiten wieder gehen, dann ist das oft besser."
Ballon d'Or
Ballon d’Or: Diese Bayern greifen 2016 an!
11/01/2016 AM 10:33
…das Trainingslager in Doha: "Wir trainieren nicht maßlos, dass es uns den Stöpsel raushaut. Wir schauen schon, dass alle frisch bleiben. Wir arbeiten körperlich und taktisch gut, wir sind auf einem guten Weg. Aber das sagen wahrscheinlich alle 18 Bundesligisten."
…sechs Tage in Doha statt acht: "Wir hatten kompakte Tage. Die Zeit vergeht relativ schnell. Ich finde es grundsätzlich wichtig, ein Trainingslager zu machen. Sich die Zeit zu nehmen, den Körper auch mal zu pflegen. Zuhause fährt man nach dem Training vielleicht auch mal nach Hause ohne Massage."
…seine 14 Bundesliga-Tore in der Hinrunde: "Das war ganz gut, setzt mich für die nächsten Halbjahre aber auch unter Druck. Wenn das mal nicht so gut läuft, muss ich selbst reflektieren, ob ich mit der Ausbeute zufrieden bin. Wenn nein, muss ich wieder mehr an mir arbeiten. Wenn ich zufrieden bin, aber die Presse nicht, dann kann ich auch damit leben. (lacht) Ich werde mich aber definitiv nicht nur über Tore definieren."
…die neue Führungsrolle: “Ich wurde jetzt mehr in den Fokus der Verantwortung gerückt, habe mich aus meiner Sicht aber nicht verändert. Ich versuche, die Lücke, die Basti hinterlassen hat, zu schließen, und ein Spieler zu sein, der auch außerhalb des Platzes für die Mannschaft da ist. ich fahre mit meiner Art ganz gut. Ich muss mich ja auch selbst in meiner Haut wohlfühlen. Ich muss nicht jedem gefallen, auch wenn das in der Regel gut klappt. Wenn's ernst wird, muss man da sein.”
…die Identität des FC Bayern: “Es ist schon wichtig, dass man sich einen Kern behält. Es ist natürlich nicht leicht, weil man dann voraussetzen müsste, dass alle paar Jahre aus Süddeutschland ein Top-Spieler hervorkommt, die den steigenden Ansprüchen des FC Bayern auch gerecht wird. Als ich eingestiegen bin, war ein Halbfinale in der Champions League noch nicht selbstverständlich. Heute ist das Pflichtprogramm. So hat sich auch die Mannschaft verändert. Wir haben extrem viel Qualität, die nicht nur aus Deutschland kommen kann. Aber der Verein versucht, eine Basis zu haben, die mehr Bezug zum Verein hat als ein Spieler, der vielleicht erst frisch dazu gekommen ist."
…die Vertragsverlängerung bis 2021: "Es war ein Statement vom Verein und auch von mir, dass wir zueinander stehen und uns miteinander wohlfühlen. Dass wir beide viele Ziele verfolgen und das Gefühl haben, die miteinander erreichen zu können."
…den finanziellen Aufwand, der dahinter steckt: “Das wird in den nächsten Jahren nicht günstiger werden, wenn man oben mitspielen will bei der Musik. Da können sich die Vereine nicht gegen verwehren. Dass Javi, Xabi, Jérôme und ich gleichzeitig verlängert haben, ist aber auch ein kleines Zeichen, dass der FC Bayern eine Adresse ist, von der man nicht weggeht, auch wenn in England viel geboten wird durch den TV-Vertrag. Wir zeigen damit schon, dass der FC Bayern dem ganzen standhalten kann.”
…die Anreize des Klubs: “Der FC Bayern ist mehr als nur ein Arbeitgeber. Das Umfeld und die Infrastruktur und auch die Geschichte, die Spielkultur - das sind alles Anreize, die nicht jede Stadt und jeder Verein zu bieten hat.”
…die letzten Monate mit Pep Guardiola: “Es kann gut sein zu wissen: Da endet jetzt die Reise und bis dahin versucht jeder alles rauszuhauen, bis es den Wechsel gibt. Ich hoffe, dass wir am Ende mit allen Titeln dastehen; dass es dahin geht, wo es mit Jupp Heynckes hinging."
…Christian Früchtl und dessen Gesangseinlage: “Das Singen war so medium. Stimmbruch ist gerade da. Aber im Tor präsentiert er sich sehr gut. Das ist schon stark für einen 15-Jährigen. Aber bringt ihm auch nichts, wenn ich große Lobeshymnen schwingen.”
…die Kunst, sich nicht zu verletzen: “Ich war als Kind nicht ganz unvorsichtig, musste ab und an mal genäht werden. Knochen sind immer heil geblieben. Ich versuche meinen Körper immer gut zu pflegen. Ein Teil ist aber auch Glück. Manchmal musst du auch rechtzeitig bei einer Grätsche abspringen, damit nichts passiert. Ein gewisser Selbstschutz ist ab und an dabei, aber in wichtigen Spielen muss man auch mal risikieren, auch wenn es Aua machen könnte.”
…Thomas Müller als Weltfußballer eines Tages: “Vorstellbar ist alles, aber ich würde mich nicht als Top-Kandidat des Jahres sehen. Das ist eine Wahl für einen Einzelfußballer, ich sehe mich mehr als funktionierendes Teammitglied, der seine individuellen Glanzpunkte hat. Ich bin kein Fußballzauberer. Mein Spiel ist nicht mit dem von Messi, Neymar oder Cristiano Ronaldo zu vergleichen. Gerade Messi und Ronaldo - das ist schon noch mal alles über den anderen. Das ist schon gerechtfertigt, wer da oben steht."
…den Konkurrenzkampf bei Bayern: "Es ist einfacher, wenn du elf fitte Spieler hast, weil dann jeder weiß, dass er spielt, als wenn du 15, 16 hast, die den Anspruch haben zu spielen. Dann ist es schwieriger, die komplette Harmonie zu haben. Aber je mehr Konkurrenzkampf, desto mehr Leistung im Spiel. Es kann also leistungsfördernd sein. Wir bekriegen uns nicht, aber es knistert dann mehr."
…Juventus Turin als Gegner: "Wir haben gute Erfahrungen dort gemacht, ich freue mich drauf. Schöne Stadt, kurze Anreise, hat Prestige und Flair - ich find’s gut."
Bundesliga
Robben, Ribéry, Götze: Die drei ???
10/01/2016 AM 23:08
Bundesliga
Doha – Tag 5: Alaba gibt Vollgas, Früchtl singt und fliegt, Pep nur Scheich-Statist
10/01/2016 AM 22:23