Sowohl der italienische Weltmeister als auch der aus Bremen gekommene WM-Torschützenkönig präsentierten sich im Trainingslager des deutschen Rekordmeisters in sich gekehrt - zeigten sich als ähnliche Menschen- und Stürmertypen. Die Verständigung läuft derzeit noch per "Fußballersprache" - wichtig sei zunächst, dass man auf dem Platz wisse, was der andere tut. Das sieht auch Toni so. "Wir müssen auf dem Feld beweisen, dass wir ein starkes Gespann sind", so der 30-Jährige.
In den Testspielen und beim Training zeigten dabei beide ähnliche Tendenzen zur Mannschaftsdienlichkeit. Das Duo sucht nicht auf "Teufel komm raus" den Abschluss, sondern bringt häufig Mitspieler in Position. Klose war dieses Verhalten in der Rückrunde der vergangenen Saison negativ ausgelegt worden, als er lange Zeit ohne eigenen Treffer blieb und "nur" achtmal für die Kollegen auflegte. Bei aller Uneigennützigkeit sollte das Toreschießen dabei nicht vernachlässigt werden. "Wichtig ist das Ergebnis der Mannschaft, nicht mein persönlicher Erfolg", bleibt Toni seiner Linie treu.
Der Italiener läuft seiner Bestform nach langer Verletzungspause buchstäblich hinterher, auch Klose ist bei weitem noch nicht topfit. Doch Trainer Ottmar Hitzfeld fehlen beim Saisonauftakt gegen Hansa Rostock die Alternativen in der Offensive. Lukas Podolski, der sich während der Pressekonferenz von Luca Toni unter die Journalisten mischte, absolviert weiter ein Reha-Programm. Jan Schlaudraff ist nach seinem Bandscheibenvorfall meilenweit von einem Comeback entfernt und Roque Santa Cruz, der bei der Copa America derzeit seine besten Spiele seit langem zeigt, soll noch vor Saisonbeginn verkauft werden. Die Hoffnungen ruhen also auf Klose und Toni, doch es wird langsam knapp. "Ich hoffe, dass es reicht. Es ist nicht mehr viel Zeit", weiß der Italiener.
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Außerhalb des Platzes gab es noch keinen Kontakt zwischen den Neuverpflichtungen. "Ich war noch nicht bei ihm auf dem Zimmer und umgekehrt auch nicht", erklärte Klose. Ein gemeinsames Gesprächsthema weit ab vom Fußball wäre in jedem Fall vorhanden - beide suchen noch eine Bleibe in München. Während der Ex-Bremer sich sicher ist, dass es "genug Hütten gibt, wo ich einziehen kann", wartet Toni auf weiblichen Beistand bei der Wohnungssuche. "Meine Freundin kommt nächste Woche und wird dann entscheiden." Der bescheidene Wunsch des Weltmeisters: "Hauptsache, da ist ein großer Fernseher drin."
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