FC Bayern: 6 Gründe, warum Thomas Müller NICHT zu Manchester United wechselt
Seit Wochen "müllert" es in allen Medien. Manchester United soll Thomas Müller mit einem 85-Millionen-Euro-Angebot locken. Derweil ist das Thema längst vom Tisch. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hat seinen Schützling für "unverkäuflich" erklärt. eurosport.de nennt 6 Gründe, warum Bayerns wichtigster Lederhosenträger in München bleibt.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
1. Karl-Heinz Rummenigge hat sich in der Causa Müller in den letzten Wochen mehrfach deutlich positioniert. "Thomas ist unverkäuflich", erklärte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern am 23. Juli während der China-Reise und fügte hinzu: "Ich habe das Gefühl, dass Thomas den FC Bayern nie verlassen wird. Er fühlt sich total wohl." Nur sechs Tage später und zuletzt am 13. August wiederholte der Bayern-Boss unmissverständlich: "Müller bleibt unverkäuflich!" (Siehe Video).
2. José Mourinho ist smart. Während sein FC Chelsea von vielen Millionen aus der TV-Vermarktung der Premier League sowie der Rückendeckung von Oligarchen Roman Abramowitsch lebt, kann der Portugiese die Finanzkraft des deutschen Rekordmeisters bestens einschätzen. "Ich glaube, dass es nur drei Vereine auf der Welt gibt, die die Macht haben zu sagen: 'Wir verkaufen nicht.' Das sind Real Madrid, der FC Barcelona und der FC Bayern", sagte "Mou". Der FC Bayern ist danke seiner soliden Finanzpolitik über Jahrzehnte hinweg weitestgehend unabhängig. Und nicht nur das: Seit der Abzahlung der 346 Millionen Euro teuren Allianz Arena im November 2014 sind die Münchner im Weltfußball auch finanziell einer DER Global Player. Selbst wenn Manchester United, die wie "Sport-Bild" berichtet, 85 Millionen Euro für Müller auf den Tisch legen will - der FC Bayern ist nicht auf das Geld angewiesen.
3. Es brodelt in der Südkurve. Die Fans sind nach wie vor "not amused" über den Transfer von Bastian Schweinsteiger nach Manchester. Ein Verkauf von Müller wäre gleichzeitig ein Bruch mit den Anhängern der "Roten". "Müller ist der letzte Bayern-Profi, der aus der Umgebung von München stammt. Deshalb wäre es für die Fans eine Katastrophe, wenn auch die letzte Identifikationsfigur den Verein verlassen würde", bestätigt Max Baumann, Betreiber der Fanseite "La Bestia Negra" die These exklusiv gegenüber eurosport.de. "Die Fans vertrauen der Aussage von Rummenigge, dass Thomas unverkäuflich ist", so Baumann weiter.
4. Müller steht für Bodenständigkeit. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass er zu den Topverdienern im deutschen Fußball gehört. Das Jahresgehalt des 25-Jährigen beim FC Bayern wird auf rund acht Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen Einnahmen aus Werbeverträgen. Im Gegensatz zu Toni Kroos, der die Isarstädter im Sommer 2014 aufgrund seines im Vergleich zu Mario Götze, Franck Ribéry und Arjen Robben niedrig taxierten Salärs in Richtung Real Madrid verlassen hat, scheint Müller genügend Anerkennung aus seinem monatlichen Gehaltsscheck zu ziehen. Mit wöchentlichen Zaubergagen aus der Premier League lässt sich Müller also nicht ködern – zumindest noch nicht.
5. "Bastian Schweinsteiger präsentiert die Lederhose nicht, er trägt sie einfach." Vielen Dank an die Kollegen der "SZ", die mit diesem Satz die Heimatverbundenheit des "Fußballgottes" zum Ausdruck gebracht haben. Dasselbe gilt für Müller. Er ist der wichtigste Lederhosen-Träger in den Reihen des FC Bayern. Wenn einer für das von Uli Hoeneß unzählige Male propagierte "Mia san mia" steht, das den Bayern-Profis, egal welcher Herkunft, bei der Vertragsunterzeichnung eingeimpft wird, dann Thomas Müller. Der in dem kleinen Dörfchen Pähl aufgewachsene Oberbayer weiß die Schönheit seiner Heimat mit malerischen Seen und den Bergen in unmittelbarer Reichweite zu schätzen. Müller besitzt ein Eigenheim in Großdingharting. Der Name ist Programm: Ruhe, Idylle, Dorfcharakter. Sprich, Bayern pur.
6. Müller hat bereits im zarten Fußballeralter von 25 Jahren alles mit dem FC Bayern gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Und dennoch ist er hungrig wie am ersten Tag seiner Profikarriere. Müller ist privilegiert. Nach dem Abgang von Schweinsteiger ist er DAS Gesicht des erfolgreichsten Klubs in der deutschen Fußball-Historie. Wie zuvor Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Oliver Kahn und Bastian Schweinsteiger wird er eine Ära prägen und als Legende in die Geschichtsbücher eingehen.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-a154d4c2-a601-4d33-bb01-6dd90ed6bea9-68-310-310.jpeg)