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Thomas Müller beim FC Bayern unter Pep Guardiola: Welcher Beweis fehlt denn noch?
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Publiziert 02/07/2015 um 10:02 GMT+2 Uhr
Müller. Immer wieder Thomas Müller. In der vergangenen Saison hatte Pep Guardiola um den Nationalspieler ein Reizthema geschaffen, das vielen ein Rätsel war.
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Es ging um die Frage, warum der Bayern-Coach immer wieder in entscheidenden Phasen des Spiels Thomas Müller vom Platz nahm.
Auf dem Höhepunkt der emotionalen Debatte legten die Satiriker vom Postillon Guardiola die Antwort in den Mund: "Ich hatte Angst, dass er ein Tor schießt!"
Der Gag traf den Nerv. Schließlich musste Müller gerade in entscheidenden Spielen sowohl in der Liga, als auch in Pokal und Champions League den Platz niemals als Totalausfall verlassen. Im Gegenteil. Der quirlige Offensivwühler hielt stets die Hoffnung aufrecht, dass die Bayern durchs sein Zutun noch zum Torerfolg kommen könnten.
Müller fasst es nicht
"Kann diese Scheiße aufhören?", erkannten Lippenleser in Müllers Kommentar zu seiner Auswechslung in der 79. Minute im Champions-League-Halbfinal-Hinspiel gegen den FC Barcelona. Es stand nur 0:1 gegen die Bayern und nicht wenige hätten Müller zugetraut, das Blatt noch zu wenden. Stattdessen kassierten die Bayern nach seiner Auswechslung zwei weitere Tore und Barca legte den Grundstein fürs Finale. "Der Trainer ist der Chef. Was will man machen? Jeder weiß, dass ich lieber weitergespielt hätte", erklärte Müller später.
In 48 Pflichtspielen war er insgesamt 22 Mal ausgewechselt worden - ein Spitzenwert im Kader des FC Bayern. Dieser Umstand hatte auch dazu geführt, dass Müller Wechsel-Absichten unterstellt worden waren. Allen voran zu Manchester United, wo er unter seinem "Ziehvater" Louis van Gaal uneingeschränktes Vertrauen genossen hätte. Angeblich, so berichten englische Medien, hätten die Bayern ein Angebot über rund 72 Millionen Euro abgelehnt.
Müller spricht über seine Wechsel-Gerüchte
"Eine Anfrage eines großen Klubs ist eine Ehre und Honorierung, dass die eigene Leistung gut ist", erklärt Müller nun in der Sport Bild, stellt aber klar: "Ich fühle mich beim FC Bayern wohl und mein Vertrag läuft bis 2019. Mehr gibt es zu diesen Spekulationen nicht zu sagen."
Wohl aber zum Umstand, dass er sich unter Pep Guardiola trotz seiner unbestrittenen Klasse und eines fantastischen Arbeitsnachweises von 21 Toren und 18 Assists in 42 Spielen immer wieder neu beweisen muss. Dabei hat Müller längst bewiesen, dass er ein Weltklassespieler ist, der seine außergewöhnlichen Qualitäten konstant abrufen kann.
Wieso? Weshalb? Warum? - Müller weiß es nicht...
So ganz versteht der 25-Jährige diese Situation auch nicht. Grundsätzlich müsse sich zwar jeder Spieler auf eine gewisse Art immer wieder neu beweisen, stellt Müller in der Sport Bild fest. "Aber bei mir ist es schon ein wenig so, dass sich das wiederholt....".
Warum das so ist, darauf weiß der selbsternannte "Raumdeuter" auch keine befriedigende Antwort: "Ich weiß nicht, ob das an meinem sehr flexiblen Spiel liegt, ich vielleicht keine fixe Position habe oder es andere Dinge sind."
Welche Dinge genau, dürfte wohl das Geheimnis von Pep Guardiola bleiben. Es wird interessant sein zu beobachten, ob Müller auch in der neuen Saison Bayerns edelster Teilzeitarbeiter wird.
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