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Götze bricht sein Schweigen
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Publiziert 24/11/2013 um 18:50 GMT+1 Uhr
Am Samstag - direkt nach dem Sieg gegen seinen Ex-Verein Dortmund - wollte er nicht sprechen. Am Tag darauf äußerte sich der Bayern-Star dann doch.
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Fotocredit: Eurosport
Auf dem Platz ist Mario Götze begnadet, gegenüber Journalisten agiert er oft noch etwas überfordert und hilflos.
So wirkte es zumindest am Samstagabend in der Interviewzone nach dem 3:0-Sieg des FC Bayern, als er statt über das Spiel zu sprechen, nach Mediendirektor Markus Hörwick rief, um sich entschuldigen zu lassen.
"Ich glaube, er hat das Zeug, beim FC Bayern zum Weltstar zu reifen", sagte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in der Sendung "Sky90" über Götze, und dann: "Er ist sicher nicht extrovertiert. Er redet wenig, das stimmt. Er ist kein Mensch, der große Sprüche macht. Er ist einfach zurückhaltend, das muss man respektieren."
Im vereinseigenen "fcb.tv" äußerte sich der 21-Jährige am Sonntag dann doch noch zu seinem glanzvollen Auftritt, dessen Höhepunkt der zu einem Stück weit spielentscheidende Treffer zum 1:0 war.
Daraus, dass seine Rückkehr zu seinem Ex-Club ihm ans Herz ging, machte er keinen Hehl. Seine Einwechselung wurde von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet, Transparente mit Beleidigungen ausgebreitet (zum Artikel: Götze zwischen Hölle und Himmel).
"Die Situation war nicht so angenehm für mich", blickte Götze zurück und räumte gleichzeitig auch "irgendwo Verständnis" ein. In diesem Sommer war der Mittelfeldspieler für die festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro vom BVB zum Erzrivalen aus München gewechselt.
Götze spricht von "neuem Gefühl"
"Es war ein neues Gefühl für mich", erklärte er und ergänzte: "Es war nicht so leicht damit umzugehen. Aber wichtiger war, dass wir gewonnen haben."
Mit dem Triumph im Signal Iduna Park haben die Bayern nun sieben Punkte Vorsprung vor dem BVB, vier Zähler trennen den Spitzenreiter vom Tabellenzweiten Bayer Leverkusen.
Dabei sieht Trainer Pep Guardiola sein Team noch lange nicht am Limit: "Es ist noch nicht das Spiel, das ich mir vorstelle", erläuterte der Spanier: "Wir sind noch nicht am Gipfel, wir brauchen noch Zeit."
Das ist natürlich, wie Nationalspieler Thomas Müller spitzbübisch anmerkte, "Meckern auf hohem Niveau". Doch es ist auch nachvollziehbar, schließlich haben die Bayern noch ungemeine Reserven. Neben Götze kam auch noch der bärenstarke Thiago von der Bank. Bastian Schweinsteiger und Franck Ribéry fehlten gar komplett.
Robben nennt Erfolg "wegweisend"
Seit 38 Spielen ist der Rekordmeister nun ungeschlagen. Wer soll den Triple-Sieger jetzt überhaupt noch stoppen?
Arjen Robben war der Einzige, der von einem wegweisenden Erfolg sprach. "Wir sind immer noch in der Hinrunde", meinte er zwar: "Aber ob man sieben Punkte Vorsprung auf Dortmund hat oder einen, das ist schon ein Unterschied. Deshalb war das ein wichtiger Sieg."
Kapitän Philipp Lahm mahnte zwar, man dürfe "jetzt nicht den Fehler machen, von der Meisterschaft zu reden. Aber wenn wir weiter gewinnen und keine Fehler machen, wird es für die anderen natürlich schwer."
Götze wird indes zudem erleichtert sein, dass der schwere Gang vor die "Gelbe Wand" hinter ihm liegt.
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