Bayern mit Notbesetzung zum Sieg

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Obwohl der Rekordmeister personell auf dem Zahnfleisch geht, hat das Team von Trainer Pep Guardiola einen Dreier in Hoffenheim eingefahren. Der FC Bayern gewann am 29. Spieltag mit 2:0 (1:0). Damit benötigen die Münchner im Optimalfall nur noch einen Sieg zum Gewinn der vorzeitigen Meisterschaft. Sebastian Rode (38.) schoss die Führung und Andreas Beck (90.+2) erhöhte mit einem Eigentor.

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Die Lehren:
Die mehr oder weniger lästige Pflichtaufgabe ist erfüllt und war obendrein aufschlussreich. Eine Erkenntnis war, dass Dante nicht nur in der Champions League für dicke Patzer zu haben ist. Sollten im Rückspiel gegen Porto personelle Alternativen zur Verfügung stehen, wird Guardiola diese nutzen. Eine weitere Erkenntnis: Rode kann mehr als nur ein guter Ersatz für Robben und Ribery sein. In Hoffenheim war er das Herzstück der Bayern, hinten wie vorne zu finden und zudem Torschütze. Und noch eine Erkenntnis: Auch Arbeitssiege sind im Repertoire der Bayern zu finden. Ganz ohne Glanz reichte es zu drei Punkten, auch wenn Hoffenheim seinen Anteil hat.
Die verzichteten nämlich fast ausnahmslos darauf, die möglicherweise wackelige Bayern-Defensive auf die Probe zu stellen. Mit Ausnahme der ersten zwanzig Minuten standen die Kraichgauer nur hinten drin. Von den gefährlichen Kontern war nichts zu sehen. Es fehlten der Mut und Firmino, der kaum Aktionen hatte. Deswegen ist die Chance, nicht eingeplante Punkte im Kampf um die erste Teilnahme am internationalen Geschäft zu holen, verstrichen. Nach fünf sieglosen Pflichtspielen in Folge sind Dortmund und Frankfurt auf einen Zähler herangekommen. Bremen kann noch vorbeiziehen und den heißbegehrten 7. Platz übernehmen.
Die Stimmen:
Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "In der ersten Hälfte hatten wir die Kontrolle. Hoffenheim hatte eine klare Chance durch Modeste. In der zweiten Hälfte hatten wir ein bisschen schwere Beine nach den vielen Spielen zuletzt."
Markus Gisdol (Trainer 1899 Hoffenheim): "Wir hatten einen guten Start und hatten in der ersten Hälfte die größte Chance des Spiels. Dazu kam noch die klare Elfmetersituation. Insgesamt haben wir aus unseren Möglichkeiten zu wenig Kapital geschlagen."
Kevin Volland (Hoffenheim): "Wir hatten am Anfang gute Chancen, haben alles gegeben. Aber wir haben später zu tief gestanden, haben uns hinten reindrücken lassen. Die Bayern hatten dann zu viel Ballbesitz. Aber das kann man nicht immer verhindern. Wir wollten sie ein bisschen locken."
Die Höhepunkte:
30. Das gibt's ja nicht, Dante bockt erneut! Einen langen Ball auf Modeste kann er nicht unterbinden, so stürmt der Hoffenheimer alleine auf Neuer zu. Er visiert das linke untere Eck an, aber Neuer fährt das lange Bein aus und verhindert das 1:0!
38. TOOOR für Bayern! Müller mit dem Schuss von der Strafraumkante! Baumann ist da, kann aber nur nach vorne abwehren. Lewandowski schnappt sich den Ball, spielt zurück zu Rode. Der wird nicht angegriffen und schlenzt den Ball auf 15 Metern in den langen Winkel!
60. Baumann rettet zwei Mal ganz stark! Thiago, nicht zu bremsen geht alleine in den Strafraum, umdribbelt drei Abwehrspieler und schießt dann! Baumann ist dran, kann ihn aber nur in die Mitte abwehren.Dort ist Müller, der im Nachschuss abzieht, aber Baumann hechtet sich hinterher und kann auch den Ball abwehren!
63. Und da war Volland! Polanski gewinnt den Zweikampf gegen Thiago und passt auf Volland. Der fackelt nicht lange und schießt! Nur um haaresbreite dreht sich der Ball am linken Pfosten vorbei. Neuer wäre chancenlos gewesen.
84. Freistoß. Dieses Mal darf Rudy ran. Und der macht es besser! Rudy direkt, nur haarscharf am Dreieck vorbei! Den hätte Neuer nicht gesehen!
88. Hoffenheim schafft es nicht mehr vors Bayern-Tor. Stattdessen machen die Bayern weiter. Weise über rechts, flach in den Rückraum zu Lewandowski. Schuss, aber geblockt. Nachschuss, knapp links vorbei!
90.+3 TOOOR für Bayern! Beck macht alles klar für die Gäste - denn er schiebt den Ball ins eigene Netz. Müller kommt nochmal über rechts. Flanke flach hinein. In der Mitte steht kein eigener Mann, dafür aber der Hoffenheimer, der das Leder unbedrängt über die Linie bugisert.
Der Kracher: Sebastian Rode
Ohne Robben, Ribery und Schweinsteiger zog Rode im Mittelfeld die Fäden und machte seine Sache sehr gut. Er hatte die meisten Ballkontakte, verteilte die Bälle auf Götze, Müller und Weise, trieb seine Mitspieler nach vorne. Und machte das entscheidende Tor. Rode war mehr als nur Ersatz.
Im Abseits: Hoffenheimer Offensive ohne Firmino
Dem Papier nach war Firmino von Beginn an auf dem Platz. Gesehen hat man ihn aber kaum. Und das wirkte sich auf die Angriffsbemühungen der TSG aus. Denn viel ging nicht ohne das Genie im offensiven Mittelfeld. Wirklich gefährlich wurde es für Bayern nur nach eigenen Patzern oder Distanzschüssen. Es fehlten Durchschlagskraft und Kreativität. Für beides steht der quirlige Brasilianer. Ohne ihn wird es düster.
Die Statistik: 14
Es bleibt dabei. Hoffenheim kann nicht gegen Bayern gewinnen. Auch dieses Mal nicht, wo die Chancen möglicherweise so gut standen, wie nie zuvor. 14 Spiele, zehn Niederlagen, vier Unentschieden und kein Sieg.
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