Elf der Woche: Bayerns "B-Team" glänzt

Am 28. Spieltag der Bundesliga ragten vor allem drei Bayern-Spieler heraus. Robert Lewandowski kann sich wieder Hoffnungen auf die Torjägerkrone machen, Thomas Müller "müllerte" ein fabelhaftes Tor und Thiago gab ein starkes Startelf-Comeback. Auch im Team: Daniel Ginczek, der Stuttgart von Platz 18 schoss, sowie einige Überraschungen - ausgewählt von der Redaktion von eurosport.yahoo.de.

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TOR
Roman Bürki (SC Freiburg): Der Torwart des SC Freiburg machte gegen den FC Schalke 04 ein richtig starkes Spiel. Wenn er gebraucht wurde, war er stets zur Stelle. So verhinderte er mit zwei Glanzparaden einen Rückstand und hielt sein Team im Spiel. 
ABWEHR
Tin Jedvaj (Bayer Leverkusen): Der junge Verteidiger, der eigentlich die Außen beackert, hatte zunächst Probleme, sich an die Position als Innenverteidiger in Vertretung von Spahic zu gewöhnen. Auch eine relativ frühe Gelbe Karte machte ihm das Leben schwer. Doch mit der Zeit stellte sich Jedvaj auf die neuen Aufgaben ein und machte seine Sache dann vor allem in Halbzeit zwei gut. Drei gewonnene Zweikämpfe und elf mitunter wichtige Abwehraktionen sind ein gutes Debüt auf der Innenverteidiger-Position.
Naldo (VfL Wolfsburg): Der 32-jährige Innenverteidiger bot eine tadellose Leistung. Defensiv ließ der gebürtige Brasilianer nichts anbrennen. Von 28 geführten Zweikämpfen entschied er beachtliche 22 für sich. In der Luft war er nicht zu bezwingen und auch in der Spieleröffnung überzeugte er. Naldo hatte eine beachtliche Passquote und war ein Garant für den Wolfsburger Auswärtserfolg.
Jonas Hector (1. FC Köln): Der Neu-Nationalspieler sorgte neben guten Werten in der Defensive gegen die TSG Hoffenheim für die Szene des Spiels: Als es nach dem Anschlusstreffer durch Eugen Polanski und dem Platzverweis für Pawel Olkowski nochmal eng wurde, schnappte er sich auf der linken Seite den Ball und marschierte durch die halbe Hoffenheimer Hintermannschaft. Er veredelte sein Traum-Solo mit dem immens wichtigen Treffer zum 3:1, der letztlich den Heimsieg bedeutete.
MITTELFELD
Mario Vrancic (SC Paderborn): Paderborns Nummer acht bot im zentralen Mittelfeld eine tolle Leistung. Er zog die Fäden im Spiel der Ostwestfalen und glänzte durch intelligente Pässe. Der 25-Jährige traf stets die richtigen Entscheidungen und leitete den ersten Treffer ein.
Granit Xhaka (Borussia Mönchengladbach): Der Schweizer ist seit Wochen in einer überragenden Verfassung. Gegen Dortmund gab er auch ohne seinen gesperrten Nebenmann Christoph Kramer wieder den Denker und Lenker der Borussia aus Mönchengladbach.
Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach): Den Sonderapplaus bei seiner späten Auswechslung hatte er sich redlich verdient. Als Vorbereiter war der "Herrminator" der stärkste der Gladbacher, sein cleverer Doppelpass mit Raffael führte zur Führung nach 28 Sekunden. Und sein Solo-Sprint über 70 Meter vor dem 2:0, das er großzügig dem besser postierten Raffael überließ, brachte die Gladbacher endgültig auf die Siegerstraße. Es war sein Auftritt, und nicht nur Sportdirektor Max Eberl dürfte sich die Hände gerieben haben, dass Herrmann kürzlich zum Bleiben bewegt werden konnte.
Thiago Alcántara (FC Bayern München): Thiago is back! Nach dem Comeback gegen den BVB und dem entscheidenden Elfmeter gegen Leverkusen lieferte der nach drei Innenbandrissen eine halbe Ewigkeit verletzte Mittelfeldspieler auch gegen Frankfurt ein bärenstarkes Spiel. Thiago ließ den Ball wie am Schnürchen laufen, ist technisch brillant und leitete viele Angriffe der Bayern ein. Er genießt schon jetzt einen großen Stellenwert bei Trainer Pep Guardiola und könnte noch ganz wichtig werden für den FC Bayern in dieser Saison.
Thomas Müller (FC Bayern München): Der Weltmeister zeigte sich gegen die Eintracht zunächst als Vorlagengeber bei Lewandowskis Führungstreffer. Später traf er selbst, und zwar in unnachahmlicher Müller-Manier: Er sprintete nach Weisers Lupfer neben das Tor dem Ball hinterher, streichelte ihn von der Torauslinie und schoss ihn mit dem nächsten Kontakt aus der Drehung und vor allem aus einem unmöglichen Winkel in die lange Ecke – ein gemüllerter Treffer eben.
ANGRIFF
Robert Lewandowski (FC Bayern München): Der Torjäger wollte gegen Eintracht Frankfurt von Beginn an zeigen, dass die Bayern keineswegs müde sind. Der Pole erzielte den frühen Führungstreffer und hätte zweimal fast nachgelegt. Im zweiten Durchgang ließ er nicht etwa nach, sondern traf zum 2:0 und verbuchte einen Pfostentreffer. Mit 16 Saisontoren hat Lewandowski mittlerweile beste Chancen auf die Torjägerkanone - weil seine Konkurrenten Arjen Robben (17) und Alex Meier (19) verletzt fehlten, und weil er sich derzeit stark im Aufwind befindet.
Daniel Ginczek (VfB Stuttgart): Er ist der Stuttgarter Hoffnungsträger auf ein gutes Ende: Daniel Ginczek. Zurück nach dem Kreuzbandriss, blüht er in der Rückrunde auf. Schon beim Heimsieg gegen Frankfurt war er mit zwei Toren entscheidend beteiligt, nun wieder. Seine Klasse zeigte er vor allem beim 3:2, als er unter großem Druck einen scharfen Pass auf engstem Raum annahm und in der Nachspielzeit mit dem Außenrist durch die Beine des Keepers vollendete. Einziger Wehrmutstropfen: Beim zwischenzeitlichen Ausgleich der Bremer durch Vestergaard vergaß Ginczek zu springen.
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