Elf der Woche: Doppelpacker überzeugen

Am 27. Spieltag der Bundesliga trafen gleich vier Schützen doppelt - aber nicht nur wegen ihren Toren haben es Patrick Herrmann, Ricardo Rodriguez, Gonzalo Castro und Stefan Kießling in die Elf der Woche geschafft. Ebenfalls im Team: Didier Ya Konan, der nach einem Jahr wieder für Hannover traf, dazu auch einige Überraschungen - ausgewählt von der Redaktion von eurosport.yahoo.de.

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TOR
Roman Bürki (SC Freiburg): Der Schlussmann war der Ruhepol inmitten einer übernervösen Elf. Er hielt mehrmals den SCF-Sieg fest und wirkte dabei so gelassen, als ginge es um den Telekom-Cup. Er hätte aber wohl auch in einem WM-Finale nichts anbrennen lassen. So oder so war es eine sehr coole und abgebrühte Leistung des 24-jährigen Schweizers.
ABWEHR
Niko Bungert (1. FSV Mainz 05): Er organisierte die Abwehr der Mainzer exzellent und war im Spiel bei Werder Bremen gegen Selke und di Santo immer wieder zur Stelle. Kurz vor Schluss opferte er sich mit einem Foul, das mit der Gelben Karte bestraft wurde, für das Team. Bungert führte die Mainzer in einem umkämpften Spiel als Kapitän und war so mitverantwortlich für den Punktgewinn.
Jerome Boateng (FC Bayern München): Das Sonderlob von Coach Pep Guardiola erhielt zwar sein Nebenmann Dante - für dessen Geduld, da er so selten zum Einsatz kommt - doch Boateng brauchte keine Extra-Anerkennung. Er weiß, wie sehr ihn der Trainer schätzt. Und das Vertrauen zahlte er auch gegen Borussia Dortmund einmal mehr mit einer überragenden Defensivarbeit zurück. 70 Prozent gewonnene Zweikämpfe, zehn Kilometer gelaufen, eine Torvorlage - auch seinetwegen brachten es die Dortmunder zu bloß zwei echten Torchancen.
Ragnar Klavan (FC Augsburg): Der 29-Jährige zeigte auch ohne seinen gewohnten Nebenmann Jan-Ingwer Callsen-Bracker eine starke Vorstellung. Gemeinsam mit Jeong-Ho Hong organisierte er die Augsburger Hintermannschaft und ließ im Heimspiel gegen den FC Schalke kaum etwas anbrennen. Auch Torjäger Klaas-Jan Huntelaar wurde vom Esten nahezu über die komplette Spielzeit abgemeldet.
Ricardo Rodriguez (VfL Wolfsburg): Beim 3:1-Heimsieg der "Wölfe" über den VfB Stuttgart zeigte der Schweizer erneut, dass er zu den besten Linksverteidigern der Liga gehört. Speziell bei Standards ist er eine echte Waffe. Beinahe jeder Eckball und Freistoß sorgten für höchste Gefahr in der Stuttgarter Deckung. Nicht zufällig gingen so auch die ersten beiden Wolfsburger Treffer auf das Konto des Mannes aus der Schweizer “Nati“.
MITTELFELD
Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach): Seine Vertragsverlängerung bis 2019 scheint Herrmann für das Spiel in Hoffenheim richtig beflügelt zu haben: Gegen die TSG glänzte Gladbachs Nummer sieben mit zwei Toren, zudem leitete er das 3:1 der "Fohlen" mit einem überragenden Pass per Außenrist ein. Seine Auswechslung in der 66. Minute wurde von den mitgereisten Gladbach-Fans zu Recht mit Sprechchören bedacht.
Gonzalo Castro (Bayer 04 Leverkusen): Bayern-Coach Pep Guardiola mag variable Spieler. Angeblich sollen die Münchner Interesse an dem vielseitig einsetzbaren Castro haben. Auf der Spielmacherposition wusste der Ex-Nationalspieler gegen den HSV zu überzeugen. Beim ungefährdeten 4:0-Erfolg trug er sich zweifach in die Torschützenliste ein und legte einen weiteren Treffer vor. Es war eine rundum starke Leistung des 27-Jährigen.
Lars Stindl (Hannover 96): Im ersten Spiel nach der Bekanntgabe seines Wechsels nach Mönchengladbach war der Kapitän einmal mehr unermüdlicher Antreiber des 96-Spiels. Der Mittelfeldspieler war an nahezu allen Angriffen der Hannoveraner beteiligt und bereitete den späten Ausgleich von Dider Ya Konan vor. Die Niedersachsen werden den 26-Jährigen im nächsten Jahr zweifelsohne schmerzlich vermissen.
ANGRIFF
Didier Ya Konan (Hannover 96): Nach den Ausfällen von Artur Sobiech und Joselu schlug die Stunde des Ivorers. Der 30-Jährige, der im Winter von Al-Ittihad nach Hannover zurückkehrte, stand erstmals nach 329 Tagen in der Startelf der Niedersachsen und sicherte den "96ern" mit seinem herrlichen Ausgleichstreffer acht Minuten vor dem Ende prompt einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf.
Stefan Kießling (Bayer Leverkusen): Der Angreifer bekam im Duell mit dem Hamburger HSV ordentlich auf die Socken, steckte aber nie auf und war in bester Torjägermanier zwei Mal zur Stelle. Der Doppelpack des 31-Jährigen bedeutete die Saisontore fünf und sechs. Auch wenn er schon Spielzeiten mit mehr Treffern verbuchen konnte, ist Kießling unheimlich wichtig für das Spiel der Werkself: Er ackert wie ein Berserker und geht immer dahin, wo es weh tut.
Max Kruse (Borussia Mönchengladbach): Der Nationalspieler war im Spiel seiner Borussia bei der TSG Hoffenheim der Mann des Spiels: In der 26. Minute erzielte er per Elfmeter den Ausgleich. An den weiteren drei Treffern war Kruse ebenfalls beteiligt (das 3:1 und das 4:1 bereitete er direkt vor, das 2:1 leitete er ein). Beim Sieg gegen die Bayern hatte er noch auf der Bank Platz nehmen musste, gegen Hoffenheim bewies er eindrucksvoll, dass er in die erste "Fohlen-Elf" gehört.
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