Eurosport
FC Bayern-Coach Pep Guardiola brachte Abwehrchef Jérôme Boateng mit Best-of-Videos in die Weltklasse
Von
Publiziert 25/12/2015 um 15:45 GMT+1 Uhr
Jahrelang war Jérôme Boateng für unnötige Patzer gut. Egal, ob dumme Fouls oder ungeschicktes Zweikampfverhalten – der Abwehrchef der Bayern stand sich immer wieder selbst im Weg. Alles vergessen. Pep Guardiola sei dank. Der Bayern-Coach hat Boateng mit einem Best-of-Video in die absolute Weltklasse gebracht. "Es hat mich beeindruckt, wie gut er vorbereitet war, als er hier ankam", gab Boateng zu.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Jérôme Boateng kann sich an die Zeit vor Pep Guardiola noch sehr gut erinnern. Der Innenverteidiger der Bayern galt als hochveranlagt, war aber regelmäßig für defensive Schnarchanfälle gut. Oder dumme Fouls oder zweitklassiges Zweikampfverhalten.
Die Patzer nervten Boateng selbst. Damit war erst Schluss, als Pep Guardiola vor der Saison 2013/2014 seine Arbeit in München aufnahm.
Boateng von Pep beeindruckt
Der Erfolgscoach präsentierte dem Innenverteidiger gleich zu Beginn seiner Amtszeit Filme, in denen Boateng mit Hilfe zusammengeschnittener Szenen die Fehler im eigenen Abwehrverhalten aufgezeigt wurden. "Es war eine Art 'Best of dumme Fouls'", verriet Boateng der "Süddeutschen Zeitung."
Doch damit nicht genug. Guardiola sagte seinem Abwehrchef genau, was suboptimal lief.
"Pep sagte: Als Abwehrspieler darfst du nicht zu Boden gehen. Es hat mich beeindruckt, wie gut er vorbereitet war, als er hier ankam. Er wusste alles über mein Spiel!", so Boateng weiter. Dank Guardiola habe er auch sein Offensivspiel verbessert.
Immer mit der Ruhe
Mitentscheidend für seinen Aufstieg in die Weltklasse war nach Boatengs Einschätzung allerdings auch die eigene Auseinandersetzung mit der mentalen Komponente des Spiels. Als Jungprofi sei er in den ganz entscheidenden Spielen "brutal nervös“ gewesen. Inzwischen ist er die Ruhe selbst.
"Erst einmal habe ich versucht, mich nicht unter Druck zu setzen", sagte der Defensivchef des deutschen Rekordmeisters. "Das ist das Wichtigste, sonst verkrampft man und überzieht erst recht."
Zudem habe er irgendwann damit angefangen, sich im Spiel "ein wenig selbst zu coachen. Ich habe mir also angewöhnt, den Ball nie aus den Augen zu verlieren, wenn wir angreifen, und manchmal spreche ich dann auch mit mir selbst", erzählte der 27-Jährige: "Das hilft mir, wach und konzentriert zu bleiben."
Und bestens gerüstet zu sein für die Zeit nach Guardiola - und seinen nächsten Mentor: Carlo Ancelotti.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung