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Medien: Pep Guardiola verlässt den FC Bayern 2016 und wird Trainer bei Manchester City

Medien: Guardiola verlässt Bayern

26/07/2015 um 18:29Aktualisiert 28/07/2015 um 08:05

Die Gerüchte gibt es schon länger, nun werden sie wieder heiß. Wie"beIN Sports" berichtet, verabschiedet sich Trainer Pep Guardiola im Sommer 2016 vom FC Bayern München, um bei Manchester City anzuheuern. Was dafür spricht: alte Bekannte aus Barcelona und Guardiolas Beziehungen zu Katar. Überdies verwundern die jüngsten Äußerungen von Karl-Heinz Rummenigge und Matthias Sammer.

Es ist scheinbar in Mode, das Ausscheiden großer Persönlichkeiten (oder großer Länder) mit Kunstwörtern zu belegen. "Grexit" und seine Folgen. Bastian Schweinsteigers Wechsel zu Manchester United wurde zu einem "Schwexit" apostrophiert, aus Julian Draxlers möglichem Transfer nach Turin der "Draxit" gebastelt, und neuerdings wartet man mit dem "Pepxit" auf: Pep Guardiola wechselt zu Manchester City, berichtet "beIN Sports" - nicht zum ersten Mal.

Der zu einer katarischen Mediengruppe gehörende Sender wärmte seine eigene Meldung aus dem Mai auf. Damals schrieb "beIN Sports" von einem Vorvertrag zwischen Guardiola und City.

In England würde der Bayern-Coach auf viel Vertraute(s) stoßen: Txiki Begiristain und Ferran Soriano, die er aus Barcelona kennt, lenken inzwischen die Geschicke der "Citizens". Zudem wird der Klub seit 2008 von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aus Abu Dhabi subventioniert. Auch Guardiola unterhält Verbindungen nach Katar, wo er von 2003 bis 2005 spielte und mit einer Botschafter-Rolle zur WM 2022 einen ordentlichen Zuverdienst generiert haben soll.

Rummenigge: "Dann geht die Welt auch nicht unter…"

Bei City ist Trainer Manuel Pellegrino nur deshalb weiter im Amt, weil Top-Alternativen rar gesät sind. Im Grunde dürfte der Chilene nicht mehr als ein Platzhalter sein, und praktischerweise endet Guardiolas Vertrag beim FC Bayern im Sommer 2016. Zu einer Verlängerung rang sich der 44-Jährige bisher nicht durch, trotz Steilvorlagen der Bayern-Chefetage, meistens öffentlichkeitswirksam und mitunter arg offensichtlich.

Vor allem Karl-Heinz Rummenigge tat sich hierbei hervor. "Wir werden eine Lösung finden, es spricht nichts dagegen, dass er länger unser Trainer sein wird", sagte er im März. Kürzlich der Zusatz: "Ich denke, dass wir sehr gute Karten haben."

In welches Schema passen da die neuesten Aussagen Rummenigges? Wohl in gar keines. "Wenn Pep bleiben will, wunderbar. Wenn nicht, geht die Welt nicht unter", bemerkte der Vorstandschef vor wenigen Tagen. Auch das reservierte Statement von Matthias Sammer verwunderte: "Wir werden das sauber regeln. Gerne mit Pep, aber der FC Bayern ist stabil, glauben Sie mir."

Pep-Intimus Perarnau: "Zukunft liegt in England"

England-Experte Didi Hamann hatte bei "Sky" schon vorher betont: "Es ist sehr gut möglich, dass Guardiola nächste Saison bei ManCity ist." Derweil ließ sich United-Legende Paul Scholes im "Independent" so zitieren: "Wie ich höre, könnte er zu City kommen."

Verdächtig viele Anzeichen.

Ex-Arbeitsgemeinschaft: Bastian Schweinsteiger und Pep Guardiola

Ex-Arbeitsgemeinschaft: Bastian Schweinsteiger und Pep GuardiolaAFP

Marti Perarnau, Autor der Biographie "Herr Guardiola", schrieb dazu Folgendes: "Wenn ich einen heißen Tipp abgeben soll, würde ich sagen, dass Peps Zukunft nach England und dann, vielleicht in acht oder zehn Jahren, zu einer Nationalmannschaft führt."

Der Pepxit rückt näher...