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Aggressives Abwerben in der Jugend: Reuter vom FC Bayern genervt

Aggressives Abwerben: Reuter von Bayern genervt

21/03/2016 um 09:45Aktualisiert 21/03/2016 um 09:47

Der FC Bayern stellt seinen Nachwuchsbereich neu auf und wildert vor allem bei den Nachbarn. Das stößt unter anderem Augsburgs Manager Stefan Reuter sauer auf.

Im Münchner Norden entsteht die neue Macht des FC Bayern. Der Jugendbereich soll deutlich an Glanz und Bedeutung gewinnen.

Spielphilosophie und Identifikation sind die Schlüssel für Durchlässigkeit bis hin zu den Profis. "Es wäre für uns ein Traum, der nächste Kingsley Coman würde Fritz Schmidt heißen, aus Solln stammen und seit Jahren zu unserem Juniorenteam zählen", hatte Bayerns Mastermind und Technischer Direktor Michael Reschke vor kurzem erläutert.

Vor allem in Süddeutschland wollen die Münchner die Nummer eins werden, die Super-Talente aus der Region sollen früh gebunden werden.

Beim Manager des Nachbarn FC Augsburg kommt das nicht durchweg gut an. Stefan Reuter kritisierte nun offen die Politik der Bayern.

"Zu früh für einen Wechsel"

"Es stimmt, ein Jugendtrainer und einige Nachwuchsspieler wechseln zu den Bayern", verriet Reuter am Wochenende. Und er erklärt, was ihn dabei konkret stört: "Die Spieler sind teilweise 12, 13 Jahre alt. Ich finde, das ist zu früh für einen Wechsel. Es ist problematisch, wenn man zu früh an die Kinder herangeht. Ich denke, sie sollten so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld bleiben."

Augsburg fördert den Nachwuchs seit 2014 bereits ebenfalls in verstärktem Maß.

Lamentieren möchte Reuter allerdings nicht. "Wir haben richtig gute Gespräche mit den Bayern, auch darüber, wie die Entwicklung der Spieler optimal gestaltet werden kann", sagte er auch.

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