Zlatan Ibrahimovic: Was für und was gegen einen Wechsel zum FC Bayern spricht

Zlatan Ibrahimovic zum FC Bayern? Die "Sport Bild" berichtet, dass es bereits Gespräche mit dem Superstar, der momentan mit Schweden bei der EM 2016 antritt, gegeben habe. Zlataniert Ibra also bald die Bundesliga? Eurosport zeigt, was für und was gegen einen Wechsel nach München spricht.

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Fotocredit: Eurosport

Das spricht für einen Wechsel:

Die Bundesliga:
Spanien, Italien - und mit Abstrichen Frankreich: Ibrahimovic hat bislang in fast allen großen Ligen Europas gespielt und dort den Titel geholt.
Einzig die Premier League und die Bundesliga - vor England und Italien auf Rang zwei in der Fünfjahreswertung der UEFA - fehlen noch in seiner Vita. Um seinen Trophäenschrank zu komplettieren, müsste er diesen noch mit der Meisterschale füllen.
Dazu gibt es europaweit keine Liga, in der die Fans so zahlreich in die Stadien strömen. Die nötige Bühne für Ibrahimovic‘ Zaubertore wäre geboten.
Makel Champions League:
Bei all den Pokalen und individuellen Auszeichnungen haftet der selbst ernannten Legende nach wie vor ein großer Makel an. Die Champions League, die wichtigste Trophäe im europäischen Vereinsfußball, hat er trotz zahlreicher Anläufe noch nie gewonnen.
Eine Unvollkommenheit, die er nach seinem Selbstverständnis so nicht stehen lassen kann. Betrachtet man die derzeitigen Kräfteverhältnisse in Europa kommen aktuell nur vier Mannschaften für den Titel in Frage. Atletico und Real Madrid, der FC Barcelona - und eben die Bayern.
Carlo Ancelotti:
Ancelotti und Ibrahimovic verbindet eine besondere Beziehung. Der gemütliche Italiener ist einer der Lieblingstrainer des streitbaren Schweden. Beide wurden 2013 bei PSG gemeinsam Meister, der Stürmer schwärmt:
"Ancelotti war ein überragender Trainer. Er war old school, aber als Person war er toll. Ich konnte mich mit ihm über alles unterhalten - nicht nur über Fußball."
Ibrahimovic‘ Klasse:
Auch mit 34 Jahren ist der Schwede auf dem Platz noch immer eine Ausnahmeerscheinung. In der abgelaufenen Saison traf er in der Liga 38 Mal für PSG und bereitete weitere 13 Treffer vor, das Spiel des französischen Abomeisters stand und fiel mit den Leistungen seines Superstars.
Trotz seiner Größe von 1,95 Metern ist Ibrahimovic ungemein beweglich und technisch versiert. Er bindet meist mehrere Gegenspieler, behauptet selbst schwierigste Bälle und kommt sowohl mit langen Bällen als auch mit flachem Kombinationsspiel bestens zurecht.

Das spricht gegen einen Wechsel:

Robert Lewandowski:Mit dem Polen haben die Münchner einen der besten Mittelstürmer der Welt im Kader. Sein Bleiben soll eine der Bedingungen gewesen sein, die Ancelotti vor seiner Unterschrift gestellt hatte.Klar ist, dass sich weder Lewandowski noch Ibrahimovic mit einer Bankrolle zufriedengeben würden, beziehungsweise beide auch zu schade für diese wären. Im von Ancelotti favorisierten 4-3-3-System ist aber nur Platz für einen Neuner.Heißt: Erst ein Abgang des Polen würde den Weg für Ibra frei machen. Lewandowskis Berater flirtete vor der EM öffentlich mit Real Madrid, Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge schloss einen Verkauf aber kategorisch aus. Ob ihn die Aussicht auf einen 34 Jahre alten Exzentriker zum Umdenken bewegen würde?
Ibrahimovic‘ Alter:
Womit wir beim zweiten Problem wären. Mit 34 Jahren entspricht das lebende Fußballdenkmal trotz seiner unbestrittenen Klasse nicht dem Beuteschema der Bayern.
In den letzten fünf Jahren fanden in Rückkehrer Claudio Pizarro und dem Spanier Xabi Alonso nur zwei Feldspieler jenseits der 30 den Weg an die Säbener Straße.
Der Meister bastelt fleißig an der Mannschaft der Zukunft, hat mit fast allen Leistungsträgern bis 2021 verlängert, dazu Mats Hummels und Renato Sanches ebenfalls für die nächsten fünf Jahre gebunden. Einjahresverträge sind mehr als unüblich in München, 2021 dürften Ibrahimovic‘ Schuhe bereits im Museum stehen.
Bayerns heile Welt:
Bayern und die ewige Frage nach dem einen ganz großen Topstar. Während Real Ronaldo und Barca Messi hat, zählt in München bei all der individuellen Qualität noch immer das Kollektiv.
Karl-Heinz Rummennige erklärte vor einiger Zeit im Manager Magazin warum: „Einem Spieler wie Beckham dürfte man eine Umgebung, in der die Neiddebatte immer wieder eine große Rolle spielt, gar nicht zumuten. Unabhängig von seiner sportlichen Qualifikation ist Beckham auch eine Gesellschaftsikone.“
Eine Aussage, die man eins zu eins auf Ibrahimovic übertragen könnte, der angeblich 1,5 Millionen Euro netto von seinem neuen Klub verlangt. Pro Monat natürlich.
Manchester United:
Bastian Schweinsteigers Klub gilt als Favorit auf die Dienste des Schweden im kommenden Jahr. Dort übernimmt Jose Mourinho das Ruder. Ebenfalls kein Unbekannter in Ibrahimovic‘ Karriere und so etwas wie sein Bruder um Geiste.
Englische Medien berichteten am Dienstag, dass Ibrahimovic unmittelbar nach der EM zum Medizincheck nach Manchester reisen werde.
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