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Douglas Costa und das Wunder beim FC Bayern München
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Publiziert 03/12/2015 um 15:15 GMT+1 Uhr
Dieser Brasilianer ist eine Rakete. 30-Millionen-Einkauf Douglas Costa mauserte sich beim FC Bayern vom unbekannten Brasilianer zum unverzichtbaren Stammspieler. In kürzester Zeit vollzog der Flügelflitzer einen massiven Qualitätssprung, blühte beim Rekordmeister regelrecht auf und macht Franck Ribéry fast vergessen. Für dieses Wunder gibt es drei einfache Gründe.
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Seinen Wechsel von Schachtjor Donezk zum FC Bayern hat er keine Sekunde bereut. Im Gegenteil: Douglas Costa hat sich verliebt in seinen neuen Arbeitgeber und schwärmt von den paradiesischen Bedingungen beim deutschen Rekordmeister: Trainer top, Umfeld top, Wetter top.
Seine Liebeserklärung hat gute Gründe: Der 30-Millionen-Euro-Import ist DIE Entdeckung der Saison.
In zwölf Bundesliga-Spielen bereitete der Turbodribbler bereits zwölf Tore (!) vor. Zwei Treffer schoss er selbst. In der Champions League gelangen ihm in fünf Spielen zwei Tore und zwei Assists. Eine fantastische Quote, die Costa in einem Interview bei "Sport1" vor allem auf die Zusammenarbeit mit Coach Pep Guardiola zurückführt.
Die Entdeckung der Saison
Der Katalane hat Costas kometenhaften Aufstieg bei den Bayern erfolgreich vorangetrieben. Auch der extreme Zusammenhalt im Team trägt für den Südamerikaner viel zur Wohlfühloase FC Bayern bei.
Das positive Umfeld pusht ihn konstant zu Höchstleistungen.
Fast ein Wunder, wenn man bedenkt, dass er in der Ukraine nur einer von vielen talentierten Brasilianern war.
30 Millionen Euro schienen deshalb übertrieben. Heute gilt Costa als Schnäppchen. Der flinke Mittelfeldmann ist sogar zu einer echten Gefahr für Franck Ribéry geworden, den er in dieser Saison vollkommen nahtlos ersetzte.
Kindheitstraum in Erfüllung gegangen
Als dritten Fakt für seine überraschend kurze Anpassungsphase nennt Costa einen vermeintlich lapidaren Grund. "Ich hatte mit dem Wetter zu keiner Sekunde ein Problem. In der Ukrainer war es viel kälter."
Bereits vor seinem Wechsel nach München wurde Costa im November 2014 für Brasiliens Nationalmannschaft nominiert. Ein wichtiger Meilenstein in seiner Karriere. "Es war für mich einfach unglaublich, als ich davon erfahren habe. Das war der Wahnsinn. Jedes Kind träumt davon."
Seit der verkorksten Heim-WM zählt er zum brasilianischen Kader unter Nationaltrainer Carlos Dunga. "Costa ist ein internationaler Topspieler, weshalb ich von seinen aktuellen Leistungen nicht überrascht bin", sagte Schachtjor-Geschäftsführer Sergej Palkin.
In 141 Ligaspielen für Donezk erzielte Costa insgesamt 29 Tore und bereitete 30 Treffer vor. Seine Selbstlosigkeit vor dem gegnerischen Tor ist beeindruckend. Selbst aus guten Schusspositionen sucht er fast immer den besser postierten Mitspieler. Ein Vorlagengeber par excellence.
Aber Costa hat seit dem Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus (4:0) muskuläre Probleme und fehlte zuletzt gegen Hertha BSC (2:0). Neben Ribery (Aufbautraining), David Alaba (Sprunggelenk), Mario Götze (Rehabilitation) und Thiago (Kapselverletzung) wird Costa auch gegen Mönchengladbach ausfallen.
Wann er wieder zurückkommt, ist noch offen. Bayern kann's aber kaum erwarten, seine "Transferrakete" endlich wieder auf den Rasen zu schicken.
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