Elf der Woche: Phänomen Müller, glänzender "Auba" und tadelloser Tah

Bayerns Thomas Müller zeigt beim Sieg über Darmstadt seine Torjägerqualitäten, Marwin Hitz rettet dem FC Augsburg den Sieg über Hannover. Zwei Hoffenheimer stechen beim ersten Sieg der TSG unter Nagelsmann besonders heraus. Hinzu kommt ein Ingolstädter Defensiv-Duo. Eurosport.de präsentiert Euch die Elf der Woche zum 22. Spieltag der Bundesliga.

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Tor:

Marwin Hitz (FC Augsburg): Der Augsburger Schlussmann hielt seinen Kasten beim Auswärtssieg seines Klubs in Hannover sauber. In der Nachspielzeit zeigte er nach Kopfball von Milosevic einen Wahnsinnsreflex und rettete dem FCA somit den wichtigen Dreier im Abstiegskampf.

Abwehr:

Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): Der 20-Jährige legte vor den Augen von Joachim Löw gegen Borussia Dortmund eine herausragende Partie hin. Der Youngster gewann die wichtigen Zweikämpfe und hielt die Abwehr von Bayer gemeinsam mit Ömer Toprak zusammen. Mit dieser Leistung dürfte er sich noch weiter in den Fokus der Nationalmannschaft gespielt haben.
Benjamin Hübner (FC Ingolstadt): Hübner war einmal mehr der Stabilisator in der Abwehr der "Schanzer". Insbesondere in der ersten Halbzeit zeigte der 26-Jährige seine Defensivkünste. In der 12. Minute gelang dem gebürtigen Wiesbadener sein erster Treffer in der Bundesliga, der den Weg zum dritten Heimsieg in Serie der Ingolstädter ebnete.
Erik Durm (Borussia Dortmund): Dortmund siegte auch dank eines gut aufgelegten Durm im Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen. Der Linksverteidiger leitete das entscheidende Tor durch Pierre-Emerick Aubameyang mit einem sehenswerten Vorstoß ein und erledigte auch defensiv auf dem linken Flügel seine Hausaufgaben hervorragend.

Mittelfeld

Mahmoud Dahoud (Borussia Mönchengladbach): Der Shootingstar bewies auch beim 1:0 im Derby gegen den 1. FC Köln, warum halb Europa heiß auf den defensiven Mittelfeldspieler zu sein scheint. Defensiv sehr aufmerksam initiierte Dahoud viele Angriffe, war Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Gladbacher und krönte seinen Gala-Auftritt mit dem Treffer zum 1:0 (9. Minute).
Roger (FC Ingolstadt): Ingolstadts Brasilianer räumte vor der Abwehr alles ab. Der 30-Jährige gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe und überzeugte im Stellungsspiel. Er war einer der Hauptgründe dafür, dass die Bremer ihre Angriffe häufig abbrechen mussten, da vorne die Anspielstationen fehlten. Er spielte sichere Pässe und fokussierte sich auf die Ergebnis-Verwaltung.
Nadiem Amiri (TSG 1899 Hoffenheim): Der Fixpunkt im Hoffenheimer Spiel. Viele der Angriffswellen wurden von ihm kreiert oder er schloss sie ab. Amiri spielte schlaue Pässe, sah seine Mitspieler, suchte aber auch oft selbst den Abschluss und glich zum zwischenzeitlichen 1:1 aus. Julian Nagelsmann vertraut auf ihn, er zahlt es mit starker Leistung zurück, musste jedoch nach 74 Minuten verletzt vom Feld.
Ja-Cheol Koo (FC Augsburg): Der Koreaner zeigte eine starke Vorstellung im Mittelfeld der Augsburger und verdiente sich allein durch seinen Treffer das Prädikat "Spieler des Spiels". Gleich mehrere Gegner ließ Koo alt aussehen, als er dank seiner überragenden Technik die Kugel ins lange Eck schlenzte. Sein vierter Saisontreffer könnte einer der wichtigsten sein in dieser Saison.

Sturm

Thomas Müller (Bayern München): Der Angreifer ist ein absolutes Phänomen. Lange Zeit sieht man nicht viel von Thomas Müller, doch dann macht er kurzerhand zwei Tore. Und beide Treffer waren sehenswert. Die Ballan- und Mitnahme vor dem ersten Treffer war stark und auch beim zweiten Müller-Tor stimmten die Bewegungsabläufe, als er mit feinem Fallrückzieher vollstreckte. Für den Weltmeister waren es die Ligatreffer 16 und 17.
Mark Uth (TSG Hoffenheim): Zwei Tore selbst geknipst, eines eingeleitet - die Bilanz kann sich sehen lassen. Mark Uth ackerte unermüdlich gegen den FSV Mainz 05, legte das 1:1 zunächst durch einen schönen Pass auf Kevin Volland vor und schlug danach selbst zweimal zu. Seine kämpferische Einstellung war die Kirsche auf der Sahnetorte. Er eroberte teilweise Bälle auf der eigentlichen Rechtsverteidigerposition - und das als Stürmer. Chapeau!
Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund): Der Gabuner bleibt Robert Lewandowski im Kampf um die Torjägerkanone weiter dicht auf den Fersen. Gegen Bayer Leverkusen war der 26-Jährige zwar kaum zu sehen, stand aber in der spielentscheidenden Situation genau richtig und erzielte Saisontreffer Nummer 21. Der Rückstand auf Lewandowski beträgt weiter ein Tor.
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